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Österreich: Greenpeace-Marktcheck Bio-Warenkorb - Das Ergebnis ist erfreulich

15. Februar 2017

Der Greenpeace-Marktcheck hat den Test "Bio-Warenkorb" vom Vorjahr wiederholt und das Bio-Angebot der größten österreichischen Supermärkte erneut unter die Lupe genommen. Das Ergebnis ist erfreulich: Billa, Merkur und MPreis erreichen mit dem besten Bio-Angebot ex aequo den ersten Platz. Mehr als die Hälfte der Supermärkte erhalten ein „Sehr gut“. 

Bildquelle: Shutterstock.com Bio Korb
Bildquelle: Shutterstock.com

Die Tabelle zeigt: Billa, Merkur und MPreis erzielen in den Kategorien "Verfügbarkeit Bio" und "Herkunft Österreich" die maximal möglichen zehn Punkte und liegen damit im Vergleich ganz vorne. Neben diesen drei Testsiegern erhalten auch Hofer, Interspar und Spar ein „Sehr Gut“. Sutterlüty, Lidl und Unimarkt sind "Gut". Die schlechteste Note im Test, nämlich ein "Befriedigend", bekommt PennyMarkt.

Quelle: Greenpeace Österreich Tabel
Quelle: Greenpeace Österreich
 

Bio-Warenkorb & Test-Kriterien

Nach dem Vorbild des statistischen Warenkorbs hat die Umweltschutzorganisation 50 Produktkategorien definiert - darunter Obst und Gemüse, Milchprodukte, Kaffee, Tee und Kekse - und einen Warenkorb erstellt.

Bewertet wurde, inwieweit die Produkte in Bio-Qualität verfügbar sind und in welchem Land sowie unter welchen Bedingungen sie produziert wurden. Zusätzlich hat Greenpeace bei fünf ausgewählten Produktgruppen alle erhältlichen Artikel abgefragt und den Bio-Anteil berechnet. 

Lob von Greenpeace überwiegt

Greenpeace-Sprecherin Hanna Simons: „Wir freuen uns, dass durchschnittlich vier von fünf Produkten aus dem definierten Bio-Warenkorb in den österreichischen Supermarkt-Regalen zu finden sind.“

Neben einer guten Verfügbarkeit konnten die Supermärkte auch bei der Herkunft überzeugen: Bis auf wenige Ausnahmen stammen die Produkte aus Österreich. Handlungsbedarf gibt es noch bei der sozialen Zertifizierung von Produkten aus Übersee, also klar gekennzeichneten Produkten aus fairer Produktion, und beim Bio-Anteil.

Es braucht mehr bio im Regal

Bei den folgenden fünf Produktgruppen hat Greenpeace auch den Bio-Anteil berechnet: Bei Äpfeln, Karotten, Frischeiern, Kuhmilch und Weizenmehl hat Greenpeace erhoben, wie viele Artikel insgesamt angeboten werden und welche davon ökologisch produziert sind. Das Ergebenis: Hier besteht noch Verbesserungsbedarf, denn bei den fünf Produktgruppen ist durchschnittlich nur ein Viertel der Artikel in Bio-Qualität erhältlich.

„Einzelne Artikel in Bio-Qualität anzubieten reicht nicht aus. Wichtig ist ein hoher Bio-Anteil in allen Produktgruppen. Bio muss im Supermarkt zum Standard werden“, fordert Simons. Um dieses Ziel zu erreichen, wird die Kategorie „Bio-Anteil“ bei den Tests von Greenpeace-Marktcheck 2017 im Mittelpunkt stehen.

Nachhaltigkeit auf dem Prüfstand

Unter dem Titel „Nachhaltigkeit im Test“ nimmt der Greenpeace-Marktcheck regelmäßig das Sortiment des österreichischen Einzelhandels unter die Lupe. Jeweils zu Monatsanfang veröffentlicht Greenpeace ein Ranking der größten Supermarktketten in Österreich. 

www.greenpeace.org 

 

Veröffentlichungsdatum: 15.02.2017

Schlagwörter

LEH, Greenpeace, Marktcheck, Bio, Warenkorb, Studie