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Bio-Markt in Deutschland wächst fast zweistellig

10. Februar 2017

Die Umsätze im LEH wuchsen mit einem Plus von 14,6 % deutlich überdurchschnittlich auf einen Bio-Umsatz von 5,45 Mrd. EUR. Der LEH erreicht damit einen Anteil am Bio-Markt von inzwischen 58 %. Der Lebensmittelumsatz im Naturkosthandel wuchs 2016 um 5 % auf 2,85 Mrd. EUR und verlor damit Marktanteile.

Bildquelle: Shutterstock.com Bio Markt
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In bestehenden Geschäften war ein kleineres Wachstum zu verzeichnen, das dennoch erzielte Plus kam vor allem aus neu eröffneten Läden. In den sonstigen Geschäften, zu denen Bäckereien, Metzgereien, Hofläden, Versandhandel, Wochenmärkte und Reformhäuser zählen, wurden Bio-Produkte im Wert von 1,18 Mrd. EUR gekauft. Damit wuchsen die sonstigen Geschäfte wieder etwas schwächer als im starken Vorjahr, so der von der AMI koordinierte Arbeitskreis Biomarkt auf Basis von Daten der Marktforschungsinstitute GfK, Nielsen, bioVista und Klaus Braun Kommunikationsberatung.

Das Umsatzwachstum ist beim Trockensortiment vor allem auf größere Verkaufsmengen zurückzuführen. Dagegen wurden Obst, Gemüse und Kartoffeln zu höheren Preisen verkauft, was die Umsätze ankurbelte. Widrige Witterungsbedingungen in Deutschland, aber vor allem auch in den südeuropäischen Produktionsländern verteuerten über längere Zeit diese Produkte. Bei den Molkereiprodukten haben viele Einzelhandelsketten ihr Angebot erweitert, wodurch bei einigen Produkten die Preise gesunken sind, die Verkaufsmengen hingegen aber deutlich wuchsen.

Es gab kaum Warengruppen, deren Umsätze nicht gewachsen sind. Besonders dynamisch, schon das zweite Jahr in Folge, zeigen sich Speiseöle, die immer häufiger in Bio-Qualität auch in den Discountern zu finden sind, oder in größerer Vielfalt bei den Vollsortimentern. Auch die Bio-Geflügelverkäufe wuchsen in den Vollsortimentern deutlich. Obst, Gemüse und Kartoffeln profitierten in diesem Jahr von dem Engagement der Handelsketten, ihr Sortiment zu erweitern. Das fiel aber zusammen mit einem witterungsbedingt schwachen Angebot, wodurch hohe Preise aufgerufen wurden und der Umsatz wuchs. Bei den Milch- und Molkereiprodukten führte die umfangreichere Listung breiterer Sortimente dagegen zu insgesamt niedrigeren Preisen, dafür sind die Mengen jeweils kräftig gewachsen.

Quelle und Copyright: AMI-informiert.de (AMI, 09.02.2017)

Veröffentlichungsdatum: 10.02.2017

Schlagwörter

Bio-Markt, Bio, Deutschland