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Österreich: Wintertagung - Herausforderungen und Chancen des Gemüseanbaus diskutiert

06. Februar 2017

Einen weiten Bogen - von den Rahmenbedingungen über die Arbeit von Branchenverbänden bis zur Vermarktung und interessanten Kooperationen als Leuchtturmbeispiele - spannten die zahlreichen Referenten beim Gemüsebautag der 64. Wintertagung des Ökosozialen Forums, die unter dem Motto "Unser Essen. Unsere Regionen. Wer wird uns morgen versorgen?" stand, wie das Agrarisches Informationszentrum aiz.info berichtet.

Bildquelle: Shutterstock.com O en G
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Strukturwandel setzt sich unaufhaltsam fort: Weniger Betriebe, größere Fläche

Einleitend zeigten die Ergebnisse der Gartenbau- und Feldgemüseanbauerhebung 2015 der Statistik Österreich (www.statistik.at), dass sich der Strukturwandel unaufhaltsam fortsetzt und die Zahl der heimischen Gemüsebaubetriebe seit 2010 erneut gesunken ist, von 399 auf 376. Gleichzeitig wurde die Anbaufläche von 560 auf 622 ha erweitert und auch die durchschnittliche Betriebsgröße wuchs. "Betriebe mit dem Schwerpunkt Gemüseanbau sind in Wien und im Burgenland konzentriert", so Lukas Gach (Statistik Austria), "in der Bundeshauptstadt bewirtschaften diese 54% der agrarisch genutzten Fläche." Ähnlich verhält es sich beim Feldgemüsebau: Auch hier sinkende Betriebszahlen (1.870, -5%), aber eine größere Gesamtfläche (13.995 ha, +23%) und eine ebenfalls erweiterte durchschnittliche Betriebsgröße. Führende Erzeugerregionen sind Nieder- (64%) und Oberösterreich (11%) sowie die Steiermark und das Burgenland (jeweils 7,4%) mit einer Konzentration im Nahbereich der Ballungsräume.

2016 war für die Branche ein katastrophales Jahr, da nach dem Frost im April die Obsternte dramatisch schlecht ausgefallen ist (gesamt -67%, Äpfel -72%, Birnen -52%, Marillen -39%). Im Gemüsesektor waren lagebedingt "nur" wenige Kulturen betroffen (Paprika -8%, Zwiebel -3%, Tomaten -1%), ansonsten fiel die Ernte um 9% höher aus als im langjährigen Schnitt. Das Landwirtschaftsministerium hat umgehend mit einer Reihe von Maßnahmen reagiert, um den Schaden für die betroffenen Betriebe rasch zu mindern.

Branchenverband Obst und Gemüse im Entstehen

Die Umsetzung dieses Branchenverbandes für Obst und Gemüse befindet sich mittlerweile in der Zielgeraden, wie Franz Windisch, Präsident der LK Wien und Vorsitzender des Ausschusses für Sonderkulturen in der LK Ö, ergänzte. Fixiert wurde eine flexible und schlanke Organisationsstruktur, die Rechtsform ist noch offen. Einigkeit herrscht auch über die Zielsetzungen, hier orientiert man sich an den 14 vorgegebenen der EGMO, von denen viele schon angegangen wurden, mit dem Fokus auf den Faktor "Mensch" mit der Harmonisierung der Grundberatung und der Einbindung der Plattform lk-online in die Wissensvermittlung, weiters dem Bereich "Markt", wo es unter anderem um die Verbesserung der Datenquellen, um Umweltmaßnahmen sowie die Entwicklung neuer Produkte geht.

Den vollständigen Artikel finden Sie hier: aiz.info

Quelle: aiz.info

Veröffentlichungsdatum: 06.02.2017

Schlagwörter

Österreich, Wintertagung, Herausforderungen, Chancen, gemüse, Anbau