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Tafeltrauben: Südafrika spielte mit zahlreichen Varietäten die wichtigste Rolle

26. Januar 2017

Südafrika führte insbesondere Thompson Seedless, Flame Seedless und Prime Seedless zu. Importe aus Namibia, Peru und Brasilien hatten nur ergänzenden Charakter und verabschiedeten sich auf einigen Plätzen aus der Vermarktung.

Bildquelle: Shutterstock.com Tafeltrauben
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Spanische Aledo komplettierten in Frankfurt die Warenpalette. Hier waren helle kernlose Produkte bei den Kunden beliebt, während in Hamburg blaue Offerten wegen ihrer geringen Bewertungen viel Zuspruch generierten. In Berlin und Köln schränkte man die Bereitstellung ein und reagierte so auf das begrenzte Interesse. München berichtete von punktuellen Verteuerungen aufgrund gestiegener Unterbringungsmöglichkeiten, speziell bei südafrikanischen Thompson Seedless.

Äpfel
Deutschland prägte mit Elstar, Jonagold und Braeburn das Geschehen. Italien schickte vorrangig Golden Delicious und Granny Smith. Aus Frankreich kamen vor allem Pink Lady und Granny Smith. Nach einer Pause beteiligte sich Belgien wieder mit Jonagold und Boskoop an der Vermarktung. Die Niederlande sendeten Jonagored. Der Frost hatte massive Auswirkungen: Der ambulante Handel und die Wochenmarktbeschicker griffen merklich weniger zu und der Absatz blieb hinter den Erwartungen zurück. In Frankfurt stießen exklusive Clubsorten aus Frankreich und Italien kaum auf Beachtung. Die Bereitstellung wurde aber generell an den verminderten Bedarf angepasst, sodass sich die Kurse nicht wesentlich veränderten.

Birnen
Italienische Abate Fetel, Williams Christ und Santa Maria herrschten vor. Die Niederlande mischten unter anderem mit Conference und Gellerts Butterbirne im Geschäft mit. Deutsche Conference und Alexander Lucas steuerten auf ihr Saisonende zu und mussten mancherorts ausgelistet werden. Dafür traten einheimische Xenia auf, die das Angebot abrundeten. Kleinfruchtige italienische Rosada trafen in Frankfurt ein und wurden dort flott abgewickelt. Summa summarum verlief der Verkauf ruhig und überschaubar. Stimmte die Qualität, konnten sich die bisherigen Notierungen behaupten. In Köln erweiterten sich die Preisspannen infolge einer uneinheitlichen Güte der Partien.

Kiwis
Italienische Partien herrschten vor; günstige griechische und hochpreisige französische rundeten das Sortiment ab. Bei einem ruhigen Geschäft gerieten die Notierungen in der Regel kaum in Bewegung. Lediglich in München tendierten sie für manche Kaliber aufwärts. In Frankfurt wurde der Umschlag griechischer und italienischer Chargen mithilfe von Verbilligungen etwas beschleunigt.

Orangen
Bei den Blondorangen dominierten spanische Navelina vor türkischen Washington Navel. Salustiana aus Marokko und Spanien sowie Valencia Late aus Ägypten komplettierten das Angebot. Erste, in verschiedenen Größen präsentierte Navel aus Spanien sowie italienische Newhall trafen in Frankfurt ein. Die Forderungen für die spanischen Früchte mussten ab und an gesenkt werden, da die Nachfrage zu gering ausfiel. In Hamburg spielten Haltbarkeitsprobleme eine wichtige Rolle bei den Bewertungen. In der Hansestadt setzte man zudem die Aufrufe für marokkanische Salustiana mengeninduziert herunter. Bei den Blutorangen konnte vorrangig auf Moro und Tarocco aus Italien zugegriffen werden. Cara Cara aus Spanien ergänzten. Die Kurse bröckelten häufig ab, da die Kondition der Offerten Wünsche offenließ und die Unterbringungsmöglichkeiten nicht mit der Verfügbarkeit übereinstimmte. Erste, punktuell auftretende Cara Cara aus Ägypten schmeckten noch nicht.

Zitronen
Das Geschehen prägten augenscheinlich spanische Primofiori; türkische Lama und Interdonato rundeten es ab. Bei einer eingeschränkten Versorgung und einem kontinuierlichen Interesse veränderten sich die Notierungen in der Regel nicht. Lediglich in München zogen sie für türkische Importe einstandsbedingt leicht an.

Bananen
Witterungsinduziert fiel die Nachfrage recht spärlich aus. Darauf reagierten die Händler mit einer abgeschwächten Bereitstellung, was wiederum den Kursen zu einer gewissen Konstanz verhalf. Hier und da konnten Vergünstigungen aber selbst durch diese Maßnahme nicht vermieden werden. So wurden die Forderungen in München für das komplette Sortiment und in Köln für die Erstmarke etwas gesenkt. In Frankfurt verteuerte sich indes die Erstmarke. In Köln mussten die Kunden für manche Zweit- und Drittmarken mehr als bislang zahlen.

Blumenkohl
Häufig löste sich die angespannte Lage allmählich auf. Die Zufuhren aus Frankreich wuchsen stufenweise an, während die Anlieferungen aus Italien fortlaufend sehr überschaubar blieben. Die Gesamtversorgung dehnte sich erkennbar aus. Spätestens ab Mittwoch brachen bei einer unaufgeregten Order die Preise der französischen Offerten ein, sie rissen die der italienischen Partien in der Regel gleich mit nach unten. Lediglich örtlich waren die Abladungen aufgrund des schlechten Wetters in den Anbauregionen andauernd so limitiert, dass die Bewertungen, wenn auch leicht abgesackt, auf einem stabilen Niveau fixiert werden konnten.

Gurken
Spanische Anlieferungen beherrschten dauerhaft den Handel mit Schlangengurken. Die niederländischen Zufuhren wuchsen graduell an. Griechische Abladungen konnten speziell in München, und das mit einer verstärkten Intensität, Fuß fassen. Die Mengen waren in der Regel überschaubar. Das Angebot reichte allerdings überwiegend aus, um die Nachfrage restlos abzudecken. Trotzdem stiegen die Bewertungen vermehrt an: häufig ab Mittwoch, vorrangig für die großen, anschließend auch für die kleineren Kaliber. Während die teuren niederländischen Partien mit Bedacht geordert wurden, verbuchten die billigeren griechischen expandierende Geschäftsanteile. Bei Minigurken dominierten die türkischen Früchte vor den niederländischen, ägyptische komplettierten sie zuweilen. Die Versorgung genügte oftmals nicht, um sämtliche Unterbringungsmöglichkeiten auszuschöpfen. Früher oder später versuchte man die Preise anzuheben, was gemeinhin ohne Komplikationen gelang. Lediglich die ägyptischen Abpackungen vergünstigten sich punktuell.

Tomaten
Die Verfügbarkeit fiel nicht sehr üppig aus. Weder im mitteleuropäischen, noch in südeuropäischen Anbau in der Mittelmeerregion verzeichneten die Produzenten eine auskömmliche Ernte. Ungeachtet eines unaufgeregten Interesses strebten die Notierungen somit im ganzen Sortiment augenscheinlich nach oben. Diese Entwicklung war bei den Runden Tomaten ausgeprägter als bei den Rispentomaten. Das galt vielfach insbesondere für die spanischen Chargen. Doch die niederländischen und belgischen Zuflüsse blieben davon nicht verschont. Weite Kursspannen ergaben sich zudem aufgrund einer auseinanderdriftenden organoleptischen Bandbreite, deren bestimmenden Parameter Ausfärbung und Schnittfestigkeit waren. Fleischtomaten trafen aus Belgien und Spanien ebenso äußerst knapp ein. Sie wurden daher von den Vertreibern merklich höher aufgerufen als bisher. Zeitgleich kletterten die Einstände von Kirschtomaten, hauptsächlich aus Spanien und den Niederlanden sowie aus Italien eingehend, nach oben. Die dosierten Importe aus Marokko machten es ihnen nach, zogen ohne Schwierigkeiten mit. Infolge der heiklen Situation tätigten die Kunden vornehmlich nur die notwendigsten Bedarfseinkäufe.

Gemüsepaprika
Die spanischen Offerten beherrschten den Absatz; türkische und marokkanische Anlieferungen ergänzten. Die Versorgung war, bedingt durch die winterliche Witterung in den Ursprungsländern, fortwährend überschaubar. Die Bildung der Preise fand in enger Anbindung an die Intensität der Zufuhr statt. Teils tendierten sie wegen eines begrenzten Angebotes generell nach oben, teils bloß bei den gelben und roten Kultivaren. Verschiedentlich verbilligten sich hingegen die roten Varietäten. Die grünen Früchte vergünstigten sich gemeinhin. Die Partien aus der Türkei waren dabei aber derart übersichtlich vorrätig, dass es überwiegend gelang, in diesem Sektor Verteuerungen zu etablieren.

Zwiebeln
Die Geschäfte mit ausschließlich aus Spanien stammenden Gemüsezwiebeln verliefen in ruhigen Bahnen. Trotzdem verzeichnete man in der Regel einen steten Zugriff. Aufgrund dessen vermochten die Händler ihre Forderungen für gewöhnlich auf dem Niveau der Vorwoche zu fixieren. Einzig in Frankfurt mussten die Kunden am Freitag marginale Aufschläge von 0,50 € je 25-kg-Sack bezahlen. Bei Haushaltsware bestimmten wie gehabt die deutschen Erzeugnisse das Marktgeschehen. In München rundeten es in einem wenig modifizierten Maß österreichische Mengen ab. Die Bereitstellung orientierte sich meistens genügend am Umfang des kaum veränderten Interesses. Die Bewertungen verharrten daher allesamt durchgängig auf ihrem bisherigen Level.
 


Weitere Informationen
Frankfurt
Exklusive Erdbeeren in 400-g-Schalen, Calinda aus Spanien, räumten zu 2,80 € flott. Die Kurse bei Standardchargen lagen je nach Qualität und Ausfärbung zwischen 0,90 und 1,50 € je 250-g-Schale. Glashausware aus den Niederlanden wurde zu 5,- € je 500 g offeriert. Steinobst aus Übersee hatte bei frostigen Temperaturen einen schweren Stand. Spanische und marokkanische grüne Zucchini kosteten bis zu 28,- € je 5 kg und italienische 23,- bis 24,- € je 5 kg. Für gelbe Produkte mussten sogar 50,- € je 5 kg ausgegeben werden. Die Aufrufe für Auberginen wurden nach oben angepasst und man verlangte 26,- € je 5 kg. Fenchel, Spinat, Mangold, Radieschen und Lauchzwiebeln aus Italien verteuerten sich nochmals. Ein Preissprung auf bis zu 15,- € je 4-kg-Kiste ließ bei marokkanischen Stangenbohnen die Nachfrage einbrechen. Am Donnerstag waren wieder südafrikanische Steinpilze zu 38,- € je kg am Platz. Bei Minze, Koriander, Petersilie und Dill stiegen die Anlieferungen aus Spanien an, dadurch blieben die Notierungen für die italienischen Zufuhren recht moderat.
Hamburg
Bei brasilianischen Limetten und türkischen Granatäpfeln sorgten häufiger auftretende Haltbarkeitsprobleme für Vergünstigungen. Trotz begrenzter Abladungen verbilligten sich Erdbeeren vom Mittelmeer bedarfsbedingt. Auberginen und Zucchini aus Marokko und Spanien generierten infolge hoher Bewertungen von bis zu 25,- € je 5-kg-Kiste wenig Zuspruch.
Köln
Aufgrund der kalten Witterung verzichteten viele Straßenhändler auf ihr Geschäft, somit war die Nachfrage generell relativ schwach. So gestaltete sich die Vermarktung von nicht täglich verfügbarem und bloß spärlichem Beerenobst ruhig. Feldsalat, Brokkoli, Zucchini, weiße Rettiche, Spinat und Mangold stießen infolge zu fester Forderungen nur selten auf Interesse. Mehr beobachtet als gekauft wurden Blätter von der Aloe Vera-Pflanze zu 5,- € je 800 g.
München
Für die verminderten Mengen von türkischen Granatäpfeln und Quitten zogen die Kurse an. Erdbeeren aus Spanien, Italien, Griechenland und Ägypten präsentierten sich oftmals zwar durchaus ansprechend, die Unterbringungsmöglichkeiten waren jedoch eingeschränkt. Die Notierungen von Zucchini verharrten bei nach wie vor knappem Angebot auf sehr hohem Niveau. Die Aufrufe für Radicchio, Fenchel und Kohlrabi aus Italien und Spanien blieben konstant oder wurden angehoben. Verteuerungen bremsten den Absatz von Brokkoli und waren bei Lauch wegen karger Versorgungslage Standard. Spinat vergünstigte sich. Bei Petersilie und Dill hatten die stolzen Preise Bestand.
Berlin
Das Interesse an Cantaloupemelonen und Galiamelonen aus verschiedenen lateinamerikanischen Ländern war im Wochenverlauf recht rege. Die Früchte kosteten zwischen 8,50 und 9,- € je 5-kg-Karton. Für Honigmelonen gleicher Herkunft mussten 10,50 bis 11,- € je 10–kg-Karton gezahlt werden.
 


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 3 / 17
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Veröffentlichungsdatum: 26.01.2017

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin