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Tafeltrauben: Ausgedehnte südafrikanische Importe standen augenscheinlich an der Spitze des Angebotes

12. Januar 2017

Prime Seedless, Flame Seedless und Black Gem überragten von der Menge her alle anderen Produkte. Zudem traten erste Dan Ben Hannah auf.Aus Namibia kamen vorrangig Prime Seedless und Flame Seedless; Victoria und Thompson Seedless komplettierten das Geschäft. 

Bildquelle: Shutterstock.com Trauben Bio
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Mit dem verstärkten Eintreffen südafrikanischer Zufuhren verloren die brasilianischen und peruanischen Chargen an Wichtigkeit: Crimson Seedless und Sugraone generierten bloß noch wenig Beachtung. Auch türkische Thompson Seedless, italienische Italia und spanische Aledo hatten bei abfallender Qualität nur einen ergänzenden Charakter. Bei nasskalter Witterung fehlte es dem Handel in der ersten Jahreswoche generell an Schwung; die Unterbringungsmöglichkeiten konnten mit der Verfügbarkeit nicht Schritt halten. Die Bewertungen tendierten deswegen häufig abwärts.

Äpfel
Deutsche Elstar, Jonagold, Royal Gala und Braeburn beherrschten die Szenerie. Aus Italien stammten speziell Golden Delicious und Braeburn. Frankreich schickte hauptsächlich Pink Lady, Granny Smith und Jazz. Niederländische Jonagold rundeten die Vermarktung ab. Eine sehr ruhige Nachfrage kennzeichnete das Geschehen. Bei bedarfsdeckenden Abladungen veränderten sich die Notierungen kaum. Punktuell verteuerten sich die knapper werdenden einheimischen Boskoop. Infolge eines größeren Anteils von Ware aus CA-Lagern kletterten die Kurse in München leicht nach oben. In Berlin interessierten die Clubvarietäten aus Italien und Frankreich nur am Rande, was sich aber nicht auf deren Preise auswirkte.

Kiwis
Italienische und griechische Partien dominierten zu fast gleichen Teilen das Geschehen. Französische und neuseeländische Früchte rundeten das Sortiment ab. Die Anlieferungen genügten, um die kontinuierliche, mancherorts recht schwache Nachfrage zu decken. Die Notierungen verharrten oftmals auf bisherigem Niveau. Punktuell bröckelten sie leicht ab.

Orangen
Spanische Navelina bestimmten die Vermarktung im Bereich der Blondorangen; türkische Washington Navel, spanische Salustiana und Navelina aus Griechenland und Italien ergänzten sie. Der Verkauf gestaltete sich ab und an unbefriedigend; ferienbedingt war das Interesse begrenzt. Die Kurse gaben daher häufig nach. Bei den Blutorangen konnte man auf Moro und Tarocco aus Italien zugreifen, letztere ließen hinsichtlich ihrer Ausfärbung Wünsche offen, was sich negativ auf den Absatz auswirkte. Überzeugten die organoleptischen Eigenschaften, wurden die Forderungen der Vorwoche generell durchaus bestätigt. In Berlin mussten die Aufrufe für spanische Cara Cara gesenkt werden, um deren Umschlagsgeschwindigkeit zu erhöhen.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Satsumas kamen ausschließlich aus der Türkei. Clementinen, meist Clemenules und Clemenrubi, stammten aus Spanien, Italien und Marokko. Mandarinen hatten ihren Ursprung in Spanien, Israel und der Türkei. Nach den Feiertagen entwickelte sich die Nachfrage rückläufig. Die recht üppig ausfallende Verfügbarkeit zwang die Händler oftmals, die Preise nach unten zu korrigieren. Dennoch konnten Bestände nicht immer vermieden werden. In Hamburg wiesen einzelne Partien Mängel auf, sodass Vergünstigungen an der Tagesordnung waren. Importe aus der Türkei betraf dies indes nicht. Israelische Mandarinen, Orri, generierten trotz stolzer Notierungen von bis zu 25,- € je 10-kg-Kiste bisweilen genügend Beachtung.

Zitronen
Neben den dominierenden spanischen Primofiori gab es spärliche türkische Interdonato, die mancherorts bis zum Freitag nicht mehr disponiert wurden. Insgesamt reichte die Versorgung aus, um das stete Interesse problemlos zu stillen. Die Kurse verharrten häufig auf bisherigem Niveau. In Frankfurt verbilligten sich spanische, in Berlin türkische Chargen leicht. In München zogen dagegen die Bewertungen für türkische Offerten in Kleinverpackungen an.

Blumenkohl
Vorrangig flossen französische Offerten zu. Neben einigen spanischen Partien komplettierten hauptsächlich italienische das Marktgeschehen. Obwohl die bereitgestellten Mengen keineswegs drängten, fielen sie manchmal für das ruhige Interesse zu groß aus. Hier und da bahnten sich Überhänge an. Für gewöhnlich mussten die Forderungen zurückgenommen werden. Abschwächende Qualität mit zu lockerer Blütenbildung tat das Übrige. Örtlich stimmten Nachfrage und Angebot besser überein, sodass man auf Vergünstigungen verzichtete.

Gurken
Monopolartig gelangten spanische Importe in den Handel, griechische trafen lediglich in München ein. Überwiegend waren große Kaliber vorrätig. Der Zuspruch hielt sich in einem begrenzten Rahmen. Daher bewirkte die überschaubare Versorgung, trotz der verminderten Abnahme, selten konstante, für gewöhnlich eher anziehende Forderungen. Diese wurden allerdings mit Bedacht angehoben, um die Unterbringung nicht ins Stocken geraten zu lassen. Das Sortiment an Minigurken aus der Türkei rundeten marktweise in einem divergierenden Umfang die Abladungen aus den Niederlanden und Spanien ab. Orientiert an der meist optimalen Kondition der Partien, tendierten die Notierungen merklich nach oben, bloß in München sackten sie für die niederländischen Früchte ab, während dort zeitgleich die der türkischen stabil blieben.

Tomaten
Die spanischen Zuflüsse herrschten vor, die türkischen und marokkanischen dehnten sich erkennbar aus. Mitteleuropäische Produkte wurden weiterhin in bedeutenden, aber übersichtlichen Mengen vertrieben. Örtlich harmonierten Angebot und Nachfrage miteinander. Die Preise verharrten in diesem Fall auf einem wenig modifizierten Niveau. In der Mehrheit bauten die Anlieferungen einen Verkaufsdruck auf. Zudem wusste die Qualität nicht immer zu überzeugen: Blasse Ausfärbung, mangelnde Schnittfestigkeit und fades Aroma bremsten das Maß der Order. Die Bewertungen mussten reduziert werden, da zusätzlich auch noch das Interesse kaum die Erwartungen erfüllte. Dem konnten einzig Kirschtomaten entgehen. Diese generierten oftmals bei einer nicht drängenden Verfügbarkeit einen genügenden Zugriff.

Gemüsepaprika
Die dominierenden Zufuhren aus Spanien wurden kontinuierlich ergänzt durch Partien aus der Türkei und Marokko. Es zeichnete sich ein überwiegend ruhiger Handel ab; ein steter Zuspruch war dabei jedoch meistens gesichert. Bloß gelegentlich zeigte sich der Bedarf so schwach, dass eine völlige Räumung nur schwerlich gelang. Sporadische Versuche, die Forderungen auf der hohen Ebene von vor den Feiertagen zu fixieren, schlugen normalerweise fehl. Mit stabilen Kursen konnte man also durchaus zufrieden sein, denn vielfach sackten sie etwas ab. Außerdem zwang zuweilen eine fortschreitende Reife zu Vergünstigungen. Punktuelle Rückläufer aus dem LEH vermochten keine hinlängliche Abnahme zu initiieren, ungeachtet ihrer ausreichenden Güte. Frische Abladungen aus der Türkei und Marokko hatten dagegen bessere Chancen, flott untergebracht zu werden.

Zwiebeln
Gemüsezwiebeln trafen ausschließlich aus Spanien ein. Die Bereitstellung harmonierte mit der Intensität des Interesses. Die Notierungen bewegten sich daher permanent auf einem im Wesentlichen kaum veränderten Level. Bei Haushaltsware wurden die Geschäfte mit inländischen Erzeugnissen getätigt, allein in München kamen komplettierend österreichische Importe hinzu. Häufig bestätigte das Maß der unaufgeregten Order den Vertreibern ihre wenig modifizierten Aufrufe. Zum einen bewirkte aber ein ungenügender Zugriff Verbilligungen, zum anderen konnten unterdessen auch dauerhaft leichte Verteuerungen etabliert werden.
 


Weitere Informationen
Frankfurt
In der schwachen ersten Woche des Jahres war eine deutliche Zunahme der Zufuhren von spanischen Erdbeeren zu verzeichnen, sodass aufgrund der geringen Nachfrage die Preise nach unten korrigiert werden mussten. Offerten mit sehr großem Weißanteil vergünstigten sich auf bis zu 0,80 € je 250-g-Schale. Lediglich schön ausgefärbte und exklusiv aufgemachte Produkte kosteten 1,50 € je 250 g. Verstärkte Anlieferungen von spanischen und italienischen Artischocken fanden schnell Käufer. Die bislang hohen Forderungen für Zucchini und Auberginen wurden sukzessive gesenkt. Üppig bereitgestellter Rosenkohl konnte dank niedriger Bewertungen flott abgesetzt werden.
Hamburg
Erdbeeren aus Spanien und Marokko sowie Steinobst aus Südafrika hatten es in Anbetracht einer gewissen Sättigung der Konsumenten über die Feiertage schwer. Zur Optimierung der Bestände mit Haltbarkeitsproblemen erwiesen sich Verbilligungen als probates Mittel. Infolge von angewachsenen Abladungen marokkanischer Zucchini mussten die Aufrufe für spanische Partien zunächst reduziert werden, ehe sie ab Donnerstag wieder anstiegen. Die Kurse für Artischocken aus Spanien bröckelten bedarfsbedingt ab.
Köln
Bis Mittwoch war der Markt insgesamt von relativ schwachem Besuch und verhaltener Aufnahme geprägt. Überhänge aus dem letzten Jahr sorgten vor allem bei Himbeeren für niedrige Notierungen. Kleinste Chargen von niederländischen und ägyptischen Erdbeeren räumten mangels Interesse nicht völlig. Die Nachfrage nach Bohnen war sehr begrenzt.
München
Nach dem Jahreswechsel ging der Bedarf an Exoten wie Mangos, Papayas, Ananas, Kranzfeigen und Datteln zurück. Neben südafrikanischem Steinobst wird in den Folgetagen auch mit ersten chilenischen Pfirsichen und Nektarinen gerechnet. Erdbeeren stammten vermehrt aus Spanien und Ägypten, erfuhren aber kaum zufriedenstellende Beachtung. Rotkohl und Wirsing generierten nach den Feiertagen selten Zuspruch. Lauch aus Belgien und dem Inland war weiter ausreichend verfügbar. Aufgrund eines ruhigen Absatzes gaben die Notierungen von marokkanischen und ägyptischen Stangenbohnen sowie von ägyptischen Buschbohnen nach.
Berlin
Im Kontrast zu den Vorjahren bestand sehr wenig Interesse an Süßkirschen aus Chile. Große Kaliber wurden flott abgewickelt, kleinere in guter Qualität und einladender Aufmachung räumten jedoch selbst zu 3,50 € je kg nur schleppend. Der Verkauf von chilenischen Kulturheidelbeeren stockte: Insbesondere lose präsentierte Offerten in 2-kg-Kartons konnten zu 4,50 € je kg bloß langsam umgeschlagen werden. Die Kurse für Kulturchampignons fielen in den Keller, da die Kondition der Ware schwächelte; zudem sorgten Rückläufer aus dem LEH für Schwierigkeiten bei der Unterbringung.
 


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 1 / 17
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Veröffentlichungsdatum: 12.01.2017

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin