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AMI Gartenbau Analyse: Gemüsevorräte überschreiten niedriges Vorjahresniveau

23. Dezember 2016

Auch wenn die Witterungsbedingungen im Jahr 2016 der Gemüseproduktion keineswegs immer in die Karten spielten, konnten sich die Lagermengen vom sehr niedrigen Vorjahresniveau erholen. Nach AMI-Erhebung lagerten in Deutschland etwa 10 % mehr Frischgemüse als im Jahr zuvor. Fast alle Gemüsearten zeigten ein deutliches Plus gegenüber Dezember 2015, nur Weißkohl und Rote Bete waren in geringeren Mengen im Lager.

Bildquelle: Shutterstock.com Zwiebeln
Bildquelle: Shutterstock.com

Den höchsten Anteil an der eingelagerten Gemüseernte haben Speisezwiebeln. Die ermittelten Lagervorräte an Zwiebeln überschreiten die Menge des Vorjahres um 15 % und entsprechen damit der des Jahres 2012. Bei Zwiebeln war die aktuelle Lagererhebung bereits die zweite in der laufenden Lagersaison. Wie schon in der Erhebung zum 1. Oktober deutlich wurde, liegen die Vorräte vor allem in Bayern und im Südwesten Deutschlands deutlich höher als vor Jahresfrist. Allerdings waren die Vorräte 2015 gerade in diesen Regionen aus verschiedenen Gründen auch besonders niedrig. Der Bestandsabbau seit Oktober war aufgrund fehlender Exportmöglichkeiten äußerst gering.

Die Lagervorräte an Möhren – TOP 2 Produkt bezüglich der Lagermenge – erreichen nach 2 schwachen Erntejahren wieder ein durchschnittliches Niveau. Vor allem in Nordrhein-Westfalen, der bedeutendsten Region für die Möhrenlagerung, nahmen die Vorräte zu. Dort wurden die Kühllagerflächen in den vergangenen Jahren stetig vergrößert. 

Die kleineren Vorräte an Weißkohl sind dem trockenen Spätsommer geschuldet, denn die Kohlbestände legen im September und Oktober meist viel an Masse zu. Im langjährigen Vergleich sind die Vorräte aber ohnehin als Folge des rückläufigen Bedarfs sinkend. Der deutsche Markt benötigt immer weniger Weißkohl und die Exportmöglichkeiten sind zunehmend begrenzt. Der Bedarf an Rotkohl hingegen kann auch in diesem Jahr nur knapp gedeckt werden. Zwar lagern in Deutschland etwas größere Mengen als 2015, die Vorräte sind dennoch unterdurchschnittlich.

Quelle und Copyright: AMI-informiert.de (AMI, 22.12.2016)

Veröffentlichungsdatum: 23.12.2016

Schlagwörter

AMI, Gartenbau, Analyse, gemüse, vorräte