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BMEL/BLE: Forschungskooperationen zu Welternährung in Afrika

22. Dezember 2016

Anfang Dezember ist eine Delegation des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und der BLE zu einem ersten Treffen des "LEAP-Agri Konsortiums" nach Pretoria in Südafrika gereist. Ziel des fünfjährigen LEAP-Agri-Projektes ist es, mit gemeinsamer Forschung zur Entwicklung der Nahrungsmittelproduktion und zur verbesserten Ernährung in Afrika beizutragen.

Gemüseanbau in Afrika. Foto © BLE
Gemüseanbau in Afrika. Foto © BLE

Das Netzwerk LEAP-Agri besteht aus afrikanischen und europäischen Förderern sowie verschiedenen Forschungseinrichtungen. Anfang 2017 wird LEAP-Agri unter der Schirmherrschaft eines ERA-Net Cofund Forschungs-Programmes der Europäischen Kommission eine erste Bekanntmachung im Bereich Ernährungssicherung veröffentlichen.

Ein weiteres Vorhaben des LEAP-Agri-Projektes ist der Aufbau einer Forschungsplattform. Geleitet wird das Vorhaben vom BMEL, von der BLE und von FONRID (Fonds national de la Recherche et de l'Innovation pour le Development). Diese Plattform soll eine dauerhafte Kooperation der 30 Partner aus 10 afrikanischen und 9 europäischen Staaten ermöglichen. Ziel ist die Mobilisierung von Ressourcen (Fördermittel, Akteure, Infrastruktur) zur gemeinsamen Erforschung von Faktoren der Ernährungsunsicherheit. Auch eine Akquise neuer Partner in Afrika, Europa und auf internationaler Ebene ist geplant.

Außerdem besuchte die Delagation des BMEL und der BLE die Organisation ABALIMI in Kapstadt. Die Aktivistin Ma Tenjiwe Christina Kaba ist Gründerin von ABALIMI und stammt selber aus einem großen Township (Armenviertel). In Kapstadt produzieren Township-Bewohner auf freien Flächen Gemüse und verkaufen dies an Restaurants und individuelle Kunden.

Das vom BMEL geförderte deutsch-südafrikanisch-mosambikanische Forschungsprojekt UFiSAMo (Urban Farming in South Africa and Mozambique) erarbeitet mit ABALIMI und Township-Bauern Lösungen zur weiteren Verbesserung der Produktion und des Angebots. Umgesetzt wird das Projekt UFiSAMo von der Humboldt-Universität zu Berlin, der Freien Universität Berlin, der Frankenförder Forschungsgesellschaft, der University Eduard Mondlane in Mosambik, vom Technical Secretariat for Food Security and Nutrition in Mosambik, der University of the Western Cape Südafrika und von ABALIMI.

Quelle: BLE

Veröffentlichungsdatum: 22.12.2016

Schlagwörter

BMEL, BLE, Forschung, Kooperationen, Welternährung, Afrika