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Tafeltrauben: Die Importe aus Übersee verstärkten augenscheinlich ihre Präsenz

08. Dezember 2016

Neben brasilianischen und peruanischen Offerten gab es bereits südafrikanische: Early Sweet kosteten in Hamburg 20,- € je 4,5-kg Verpackung. Die Abladungen aus Italien schränkten sich ein: Italia, Michele Palieri und Red Globe verloren enorm an Bedeutung. 

Bildquelle: Shutterstock.com Trauben
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Auch türkische Sultana, die mancherorts Konditionsprobleme hatten, büßten an Wichtigkeit ein. Französische Alphonse Lavallée und spanische Crimson Seedless kamen über einen komplettierenden Charakter nicht hinaus. Die Nachfrage zeigte sich bei Temperaturen um den Gefrierpunkt in der Regel doch recht verhalten. Da die Verfügbarkeit hinreichend auf den Kundenzugriff abgestimmt wurde, blieben die Notierungen trotzdem meist konstant, sofern eine überzeugende Qualität angeboten wurde. In Berlin zogen die Kurse für italienische Früchte nochmals an, da der Bedarf nicht vollends gedeckt werden konnte.

Birnen
Italienische Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ prägten offensichtlich das Geschehen. Einheimische Alexander Lucas und Conference spielten eine größere Rolle, während niederländische Conference eher eine ergänzende innehatten. Spanien sendete Flor de Invierno und Abate Fetel. Der Handel stockte etwas und verlief für manche Vertreiber unbefriedigend. Vor allem Produkte mit geringem Durchmesser konnten nur schwerlich untergebracht werden. Dennoch bestanden die Verkäufer weitgehend auf den bisherigen Forderungen, da die Güte der Offerten in der Regel keine Wünsche offenließ.

Kiwis
Neben den dominierenden italienischen Chargen wurden hauptsächlich griechische und neuseeländische offeriert. Französische Produkte trafen spärlicher ein, sie wurden mittlerweile auch in loser Aufmachung verkauft. Die Versorgung orientierte sich in der Regel an den Unterbringungsmöglichkeiten, sodass ein steter, unaufgeregter Absatz vonstattenging. Die Bewertungen verharrten oftmals auf dem Niveau der Vorwoche. In München erhöhte man die Aufrufe für französische Hayward, da die Anlieferungen für das freundliche Interesse nicht ausreichten.

Orangen
Navelina prägten offensichtlich die Szenerie; sie stammten aus Spanien, Italien, der Türkei und Griechenland. Die Präsenz der italienischen Früchte dehnte sich merklich aus: Nachdem es in der Vorwoche bereits Tarocco gab, traten inzwischen auch erste Moro auf. Türkische Washington Navel ergänzten die Vermarktung, während sich südafrikanische Importe aus der Vermarktung verabschiedet hatten. Die niedrigen Temperaturen wirkten sich positiv auf die Nachfrage aus, die problemlos befriedigt werden konnte. An den bisherigen Notierungen änderte sich nicht viel: Hier und da senkten die Händler die Preise minimal, um das Geschäft anzukurbeln. In Frankfurt waren türkische Navelina schon zu 10,- bis 12,- € je 14-kg-Kiste zu bekommen. In Hamburg vergünstigten sich vor allem Früchte mit kleinem Kaliber mengeninduziert.

Zitronen
Der Verkauf wurde von spanischen Importen dominiert. Türkische und griechische Chargen komplettierten das Geschehen in geringem Umfang, waren jedoch nicht auf allen Plätzen zu bekommen. Das Maß des Angebotes harmonierte für gewöhnlich mit dem der Nachfrage. Daher verharrten die Kurse oftmals auf einem recht konstanten Niveau. Gelegentlich tendierten sie trotz eines befriedigenden Zuspruchs insbesondere bei den spanischen Früchten nach unten. Aufmachungen mit Blatt aus Italien blieben fortlaufend bloß eine Randerscheinung.

Bananen
Man hatte die Bereitstellung überwiegend auf den unaufgeregten Handel abgestimmt. In den meisten Fällen hielten sich Preisbewegungen somit in einem engen Rahmen. Aufgrund ausreichender Beachtung strebten die Bewertungen verschiedentlich nach oben. Punktuell geriet die Zweitmarke durch üppig vorrätige günstige Drittmarken unter Druck. Die Erstmarke konnte sich wegen übersichtlich eintreffender Mengen vereinzelt verteuern.

Blumenkohl
Der Markt basierte kontinuierlich vorrangig auf italienischen Zugängen, zudem auf abnehmenden einheimischen Zuflüssen. Die italienischen Offerten wurden teils genügend nachgefragt, sodass sich keine Überhänge bildeten; teils verloren sie an Bedeutung, da ihre Qualität oftmals zu wünschen übrig ließ. Französische und inländische Ware tat sich wegen hoher Einstände schwer. In Frankfurt wurden ansteigende belgische Abladungen ohne Problem untergebracht, spärliche spanische hingegen vermochten kaum Kunden zu generieren.

Salat
Eissalat traf ausschließlich aus Spanien ein. Zum einen konnte der Bedarf nicht hinlänglich gedeckt werden und die Bewertungen zogen an, zum anderen tendierten sie bei einer stetigen Zufuhr zu einer gewissen Stabilität oder sackten marginal ab. Bei Kopfsalat überragte inzwischen das belgische Angebot das italienische. Deutsche und französische Chargen ergänzten peripher. Dank einer glatten Unterbringung blieben die Kurse häufig konstant, neigten bei belgischen Produkten zuweilen mengenbedingt zur Schwäche. In Frankfurt belasteten Rückläufer aus dem LEH das Geschäft. Bei Bunten Salaten verloren inländische Erzeugnisse enorm an Präsenz, die Kampagne war nahezu beendet; je nach Platz waren mittlerweile französische oder italienische vorherrschend. Hier und da schienen die Vertreiber die Umschlagsmöglichkeiten überschätzt zu haben, was unweigerlich zu Kompromissen bei der Preisfindung zwang. Endivien weckten in der Regel ein verstärktes Interesse. Daher mündete die angewachsene Verfügbarkeit in keinen Verbilligungen. Auch bei Feldsalat intensivierte sich die Order. Bei den relativ überschaubaren Anlieferungen konnte man die Forderungen anheben. Sporadisch auftretende rote Varietäten erzielten über 8,- € je kg.

Gurken
Im Segment der Schlangengurken dominierte Spanien; Griechenland ergänzte. Niederländische Partien waren nur eine Randerscheinung. Bei einer leicht Verfügbarkeit, die nicht immer ausreichte, um den kontinuierlichen Bedarf zu decken, zogen die Notierungen oftmals an. Insbesondere die spanischen Offerten verteuerten sich in Anbetracht der verminderten Abladungen. In Frankfurt bröckelten die Kurse am Freitag wieder leicht ab; in München waren hiervon vor allem Kaliber unter 400 g betroffen. In Köln war eine recht weite Preisspanne zu beobachten, die auf uneinheitlichen Qualitäten basierte. Minigurken stammten hauptsächlich aus der Türkei. Die Bewertungen verharrten auf bisherigem Niveau. Nur in Hamburg mussten die Kunden für komplettierende niederländische Produkte etwas tiefer in die Tasche greifen.

Tomaten
Die Niederlande, Spanien und Belgien prägten das Geschehen; Italien, Marokko und Italien rundeten es ab. Erste spärliche tunesische Kirschtomaten sowie türkische Rispentomaten traten zudem in Frankfurt auf. Generell gab es hinsichtlich der Güte der angebotenen Früchte nur wenig zu beanstanden. Bei einer freundlichen Interessenlage und einem befriedigenden Verkauf erhöhten die Händler häufig ihre Aufrufe, meist spätestens zum Wochenende hin. Dies gründete auf eingeschränkten Zufuhren, die nicht ausreichten, um die stete und freundliche Nachfrage vollends zu decken. Insbesondere Rispenware war hiervon tangiert, doch auch für Fleischtomaten tendierten die Forderungen aufwärts.

Gemüsepaprika
Spanische Offerten prägten die Szenerie; türkische, griechische und marokkanische besetzten eine ergänzende Rolle. Die Verfügbarkeit wuchs an und orientierte sich an den Unterbringungsmöglichkeiten. Die Notierungen für die Partien aus Spanien zogen oftmals infolge der freundlichen Nachfrage an, was sich aber nicht negativ auf den anschließenden Verkauf niederschlug. Die türkischen Importe blieben meist konstant bewertet, punktuell vergünstigten sie sich aber auch aufgrund eines zu schwachen Interesses. In München verbilligten sich zudem griechische Chargen ein wenig.

Zwiebeln
Gemüsezwiebeln stammten ausschließlich aus Spanien, Haushaltsware aus dem Inland, den Niederlanden und Österreich. Der Verkauf verlief ab und an sehr gedämpft und generell ohne größere Höhepunkte. Die Versorgung genügte, um den Bedarf problemlos zu decken. Die Notierungen veränderten sich nicht in der Regel nicht wesentlich.
 


Weitere Informationen
Frankfurt
Erdbeeren aus Griechenland, Marokko, Ägypten und Deutschland suchten Abnehmer und konnten einstandsbedingt ab Donnerstag billiger abgegeben werden. Da Pfirsiche und Nektarinen nicht wirklich gesucht waren, vergünstigten sie sich. Der Absatz von Maronen, Walnüssen und Erdnüssen ging flott vonstatten. Steil ansteigende Preiskurse auf bis zu 18,- € je 5 kg bei spanischen Auberginen, hier trafen als Alterative griechische Offerten ein. Für grüne Zucchini aus Italien, Marokko und Spanien Mit mussten bis zu 14,- € je 5 kg gezahlt werden. Flower Sprout aus den Niederlanden lose in 1,5-kgKistchen wurde zu 12,- € flott untergebracht. Brokkoli konnte seinen positiven Absatztrend fortsetzen, auch Weißkraut, Rosenkohl und Knollensellerie interessierten.
Köln
Nicht zuletzt bedingt durch die „Weihnachtsmärkte“ in der Stadt und der Region, waren die Umsätze bei Maronen recht zufriedenstellend. Dagegen erlosch die Nachfrage nach Erdbeeren fast gänzlich. Grüner Spargel aus Peru kostete 10,- € je kg und weißer 9,- € je kg.
München
Während die Notierungen für Himbeeren aus Übersee mengenbedingt weiter fielen, wurden für spärliche belgische Erdbeeren fast schon Liebhaberpreise gezahlt. Ägyptische Zuläufe waren bereits am ganzen Platz präsent und wurden in gelegten 250-g-Deckelschalen angeboten. Der Umfang an spanischen und italienischen Kakis nahm stetig zu, die besser gewordene Nachfrage führte aber auch genügend Ware ab. Die Nachfrage nach chilenischen Süßkirschen sowie südafrikanischen Pfirsichen, Nektarinen und Aprikosen blieb der Jahreszeit entsprechend ruhig, die hohen Notierungen hatten aber Bestand. Während spanische, italienische und marokkanische Zucchini bei leicht ausgedehnter Verfügbarkeit wieder etwas günstiger wurden, zogen die Kurse für Auberginen zum Wochenende hin spürbar an. Reichlicher und recht ansprechender Brokkoli aus Spanien und Italien wurde wieder zu etwas niedrigeren Preisen umgeschlagen. Bei frostigen Temperaturen beschleunigte sich der Absatz von Lauch und Rosenkohl; bei letzterem gab es nur Importware, da einheimische Erzeugnisse nicht über die Großmarktstufe abgewickelt wurden.
Berlin
Die Notierungen für spanische, italienische und türkische Auberginen stiegen auf 2,30 bis 2,90 € je kg und die für Zucchini gleicher Herkunft auf 1,90 bis 2,10 € je kg, da die Zufuhren nicht ausreichten, um den Bedarf vollständig zu decken.
 


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 48 / 16
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Veröffentlichungsdatum: 08.12.2016

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin, Trauben