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Online-Food-Retailing-Studie: Deutschlands Milliardenmarkt bietet eine Chance

07. Dezember 2016

Wie eine Studie der Managementberatung A.T. Kearney zeigt, haben deutsche Lebensmittelhändler  beim Online-Handel Nachholbedarf. "Noch sind sie nicht ausreichend vorbereitet für den Eintritt von Amazon Fresh in den deutschen Markt, der unweigerlich Umverteilungsdynamiken auslösen wird“, meint Dr. Mirko Warschun, Leiter des Beratungsbereichs Konsumgüterindustrie und Handel in Europa, dem Mittleren Osten und Afrika bei A.T. Kearney.

Bildquelle: Shutterstock.com Einzelhandel Onlin
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Online Food Retailing biete nicht nur neue Marktpotenziale, sondern sei auch eine Bedrohung für den stationären Handel, der Umsatz an das Internet verlieren werde: „Die deutschen Einzelhändler müssen online rasch Boden gut machen, sonst wird ihnen im Internet das Wasser abgegraben“, kommentiert Warschun.

A.T. Kearney untersucht seit 2011 den europäischen Markt für Online-Food-Retailing (OFR). In der jüngsten Untersuchung der Managementberatung wurden mehr als 2.300 Konsumenten in Deutschland, Großbritannien, Frankreich und der Schweiz befragt. Die Studie zeigt bedeutende OFR-Unterschiede zwischen den Ländern und arbeitet Einflussfaktoren heraus, die Händler nutzen können, um sich im wachsenden OFR-Markt zu positionieren.

12 Mrd. Euro beträgt das Umsatzpotenzial des deutschen OFR-Marktes, sollten die Deutschen Lebensmittel so fleißig im Internet einkaufen wie die Briten. Noch aber bildet Deutschland das europäische Schlusslicht mit nur einem Prozent Online-Anteil am gesamten Lebensmittelumsatz. Im Vorreiterland Großbritannien sind es 4,2 Prozent. Noch deutlicher wird der Unterschied, wenn man die Pro-Kopf-Ausgaben zwischen Spitzenreiter Großbritannien und Nachzügler Deutschland vergleicht: Dort geben die Konsumenten jährlich 154 Euro für Lebensmittel im Internet aus, hierzulande gerade mal 18 Euro. Geht man laut Studienautoren nur von einer Verdoppelung der Penetration des OFR-Marktes aus, entspricht das immer noch 1,9 Mrd. Euro Umsatzvolumen – Einkünfte, die den Einzelhändlern verloren gehen, wenn sie es nicht schaffen, online Marktanteile zu erobern.

Deutsche Lebensmittelhändler haben sichtlich Mühe, Kunden online zu gewinnen und zu halten: 98 Prozent der befragten Deutschen kennen zwar OFR, aber mehr als die Hälfte hat noch nie Lebensmittel online bestellt. 23 Prozent der Online-Shopper waren mit Service und/oder Qualität nicht zufrieden und ein Viertel hat sich sogar wieder ausschließlich dem stationären Handel zugewandt.

Von dem europäischen Vergleich und britischen Best Practices kann der deutsche Einzelhandel lernen, seinen Kunden den Weg ins Internet zu weisen. Denn es wird nicht reichen, massiv in Online-Angebote zu investieren, sondern bedarf einer zielgerichteten Erfolgsstrategie, die zentrale Einflussfaktoren, affine Käuferschichten, relevante Kategorien und Kundenbedürfnisse sehr genau berücksichtigt.

Weitere Informationen finden Sie hier: A.T. Kearney 

Quelle: A.T. Kearney GmbH 

Veröffentlichungsdatum: 07.12.2016

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Online, Food, Retailing, Studie, Chance