Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Mit vielen Apfelvarietäten herrschte Deutschland vor

01. Dezember 2016

Elstar, Jonagold und Boskoop standen an der Spitze des Angebotes. Italien steuerte zu diesem vorrangig Golden Delicious, Granny Smith und Royal Gala bei. Frankreich war speziell mit Pink Lady, Granny Smith und Jazz am Geschäft beteiligt. Spärliche niederländische, belgische und polnische Importe komplettierten. Summa summarum hatte sich die Versorgung nicht wesentlich verändert. Da auch die Nachfrage auf dem Niveau der Vorwoche verharrte, bewegten sich die Preise nicht gravierend. In Hamburg erhöhte man die Forderungen für bei den Kunden beliebte Cox Orange und Holsteiner Cox. Hier kosteten französische Früchte etwas weniger als zuvor. In München wurden die Aufrufe für süddeutsche Ware infolge einer zu umfangreichen Bereitstellung verringert.

Birnen
Italien prägte mit Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ die Vermarktung. Aus dem Inland kamen insbesondere Conference und Alexander Lucas. Ansprechend ausgefärbte und gut schmeckende Xenia® traten in Frankfurt auf und wurden zu ca. 1,55 € je kg abgesetzt. Niederländische Gute Luise und Conference, belgische Alexander Lucas sowie türkische Santa Maria ergänzten das Sortiment. Insgesamt orientierte sich die Verfügbarkeit weitgehend an den Unterbringungsmöglichkeiten. Das ruhige, aber stete Interesse konnte daher in der Regel gestillt werden. Die Notierungen bestätigten oftmals ihr bisheriges Level. In Hamburg trafen italienische Offerten inzwischen in kleineren Kalibern ein, was sich jedoch nicht auf die Bewertungen auswirkte.

Tafeltrauben
Italien beteiligte sich speziell mit Italia, Crimson Seedless und Michele Palieri am Geschehen. Die Türkei schickte vorrangig in Winterverpackung aufgemachte Sultana und nachgeordnet Crimson Seedless. Französische Alphonse Lavallée verteuerten sich zum näher rückenden Saisonabschluss. Spanische Crimson Seedless, Aledo und Napoleon generierten nicht immer eine freundliche Beachtung und vergünstigten sich deswegen. Die unaufgeregte Nachfrage wurde ohne Mühen befriedigt. Die Forderungen entwickelten sich recht unterschiedlich: In Frankfurt und Hamburg stiegen sie für konditionsstarke Partien aus Italien an. In Berlin verringerte man sie für Früchte mit Haltbarkeitsproblemen. In Köln etablierte sich eine breite Kursspanne in Abhängigkeit von der Frische der Produkte. Die Bedeutung von Anlieferungen aus Übersee wuchs kontinuierlich an: Brasilien sendete Thompson Seedless, Crimson Seedless und Sugraone, Peru zudem Red Globe. Trotz eines ausgedehnten Bedarfs verharrten die Aufrufe meist auf dem Niveau der Vorwoche.

Kiwis
Italienische Offerten prägten vor neuseeländischen das Geschäft. Billige griechische sowie hochpreisige französische Chargen rundeten die Warenpalette ab. Generell hatte sich die Verfügbarkeit nicht wesentlich verändert. Da sie mit dem Kundenzugriff übereinstimmte, bewegten sich die Notierungen nur selten. Lediglich für neuseeländische Importe zogen sie punktuell an, vorausgesetzt, die Qualität überzeugte.

Orangen
Das Sortiment dominierten Navelina, die aus Spanien, der Türkei, Italien, Griechenland und Südafrika stammten. Erste italienische Tarocco trafen in München ein, sie ließen hinsichtlich ihrer Pigmentierung jedoch Wünsche offen. Türkische Washington Navel, griechische Navel und südafrikanische Valencia Late komplettierten das Angebot. Das erste Adventswochenende verbesserte mancherorts die Unterbringungsmöglichkeiten, insgesamt befriedigte die Nachfragesituation aber nicht wirklich. Die Kurse bröckelten daher leicht ab.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Clementinen kamen vorrangig aus Spanien. Italienische Produkte ergänzten und wurden zumindest in Frankfurt zu 1,30 bis 1,50 € je kg gerne geordert. Erste marokkanische Abladungen traten in Hamburg auf. Bei Satsumas hatten türkische Zufuhren, deren Präsenz sich erheblich ausweitete, die Vermarktung fest in der Hand. Spanien rundete ab. In Köln tauchten kroatische Offerten auf, die nicht gut schmeckten. Mandarinen aus Italien gab es bloß in München, wo sie eine untergeordnete Rolle spielten. Generell war das Interesse recht verhalten, die Verkäufer erhofften sich durch niedrigere Temperaturen eine Belebung des Geschäftes. Die Bewertungen verharrten oftmals auf bisherigem Stand. Ab und an wurden sie modifiziert: So verteuerten sich in Frankfurt türkische Satsumas. In Berlin vergünstigten sich hingegen spanische Clementinen mengeninduziert. Hier generierten türkische Erzeugnisse trotz eines geringen Preises von 0,90 bis 1,- € je kg kaum Beachtung.

Zitronen
Spanische Chargen prägten das Geschehen, türkische komplettierten. Griechische und italienische Anlieferungen trafen in München ein. Bei einer Verfügbarkeit, die sich hinreichend am Bedarf orientierte, veränderten sich die Notierungen nur sehr selten. Lediglich in Berlin senkte man die Forderungen, da die bereitgestellten Partien nicht auf genügend Zuspruch stießen.

Bananen
Generell verlief der Verkauf in ruhigen Bahnen. Angebot und Nachfrage harmonierten miteinander. Die Bewertungen verharrten oft auf einem konstanten Niveau oder tendierten sogar nach oben; ungeachtet der Tatsache, dass sich das Interesse mit näher rückendem Wochenende verschiedentlich abschwächte. Vereinzelt verbesserten sich zum Freitag hin die Umschlagszahlen, doch nicht in einem Rahmen, der nennbare Verteuerungen ermöglicht hätte.

Gurken
Bei Schlangengurken dominierte Spanien monopolartig den Handel; mitteleuropäische Ergänzungen waren nur noch äußerst marginal zu finden. In leicht vermindertem Maß komplettierten örtlich griechische Früchte. Die Versorgung fiel generell begrenzt aus. Aufgrund der entschleunigten Nachfrage entstand jedoch keine ausgeprägte Mangelsituation. Die Bewertungen stiegen oftmals merklich an. Obwohl dies die Umschlagsgeschwindigkeit weiter bremste, bildeten sich keine bedeutende Überhänge. Gelegentlich unterstützte ein für die Jahreszeit erfreulich intensiver Absatz die Verteuerungen. Krumme Gurken konnten verschiedentlich von dieser Entwicklung profitieren. Punktuell wurden marokkanische Offerten zu 10,- € je 12er-Abpackung abgegeben. Bei Minigurken sah die Sache etwas anders aus. Die relativ reichlichen Zugänge konkurrierten entsprechend um Kunden. Ab und an musste man deshalb mit Verbilligungen arbeiten. Dem entgegen tendierten ihre Preise extrem selten wie bei ihren großen Schwestern nach oben.

Tomaten
Das Marktgeschehen war von einer respektablen Bereitstellung gekennzeichnet. Die spanischen Importe dehnten sich kontinuierlich aus. Da sich die mitteleuropäischen Anlieferungen parallel dazu bloß schrittweise und nicht abrupt einschränkten, kam es zu keinen Angebotsengpässen. Das Interesse bewegte sich in ruhigen Bahnen. Die Verfügbarkeit überragte die Unterbringungsmöglichkeiten. Somit neigten die Kurse speziell bei den spanischen Produkten gemeinhin zur Schwäche. Bei frischen Zufuhren strebten sie allerdings wie bei den knapper werdenden Abladungen aus den Niederlanden und Belgien häufiger nach oben. Das andauernde Oszillieren der Notierungen basierte zudem auf Schwankungen bezüglich der Mengen und der Qualität: sehr uneinheitliche Konstellationen also. Spanische Runde Tomaten wurden ab 4,- € je 6-kg-Kollo vertrieben. Für belgische Ware musste wesentlich mehr bezahlt werden. Deutsche Rispentomaten kosteten trotz ihrer Rückläufigkeit nicht so viel wie bisher. Fleischtomaten verbuchten hin und wieder eine schnellere Räumung, sobald sie niedriger aufgerufen wurden. Die Forderungen für Kirschtomaten, für gewöhnlich kaum angetastet, hob man lediglich zum Wochenende hin hier und da ein wenig an.

Gemüsepaprika
Türkische Zugänge ergänzten in nahezu konstantem Umfang die vorherrschenden Erzeugnisse aus Spanien. Die Zuflüsse aus den Niederlanden verminderten sich offensichtlich. Marokko gewann vorrangig in München an Bedeutung. Zum einen war die Versorgung überschaubar. Dank freundlicher Beachtung tendierten die Bewertungen der spanischen Früchte daher augenscheinlich nach oben. Zum anderen zeigte sich die Nachfrage nicht besonders lebhaft. Das mündete letztlich in leichten Verbilligungen. Das türkische Sortiment wurde in der Regel genügend geordert, sodass die Preise in diesem Sektor überwiegend stabil blieben. Nur manchmal sackten sie aufgrund zu üppiger Auswahl und zu geringen Bedarfs ab. Spanische Top-Aufmachungen erzielten bis zu 11,- € je 5-kg-Karton. Türkische Partien wurden hingegen schon ab 0,29 € je 400-g-Beutel verkauft.


Weitere Informationen

Frankfurt
Die Einstandspreise für deutsche und niederländische Erdbeeren aus geschütztem Anbau zogen deutlich an. Alternative Importe aus Ägypten und Spanien gab es ab Mittwoch. Grapefruits aus den USA, Israel, Spanien und der Türkei generierten freundliches Interesse. Limetten ließen sich schwerlich verkaufen. Nachdem schon in den Vorwochen die Kurse beim Fruchtgemüse zulegten, war erneut eine Steigerung möglich. Spinat und Mangold wurden mittlerweile hauptsächlich von Spanien und Italien angeliefert. Am Freitag zahlte man für Auberginen bis 15,- € je 5 kg und für grüne Zucchini bis 11,50 € je 5 kg. Rosenkohl konnte stetig untergebracht werden, Grünkohl eher stockend. Bis auf Beifuß, Schnittlauch und Koriander waren kaum deutsche Kräuter im Handel; Italien, Spanien und die Türkei füllten die Lücke auf.

Hamburg 
Spanische Auberginen verteuerten sich sukzessive, da die Zufuhren nicht ausreichten, um den Bedarf zu decken. Letztlich wurden ca. 15,- € je 5-kg-Steige verlangt.

Köln
Erdbeeren starteten zu stolzen 5,- € je 500-g-Schale, die Aufnahme war dennoch verhältnismäßig freundlich. Der Handel mit Rosenkohl und Grünkohl sowie mit Bohnen verlief schleppend. Bei Auberginen und Zucchini aus Spanien ergaben sich mangels Konkurrenz ebenfalls festere Bewertungen. Rucola, meist aus dem Inland, war zum Wochenende hin knapp und hochpreisig.

München
Aus Ägypten trafen Erdbeeren ein, die gelegt in 250-g-Deckelschalen präsentiert wurden, jedoch infolge enormer Eingangsforderungen kaum auf Beachtung stießen. Erste spärliche brasilianische Feigen traten auf; italienische werden sich in den kommenden Tagen saisonbedingt aus dem Geschäft verabschieden. Bei Kakis war der Markt vom spanischen und italienischen Angebot geprägt. Überschaubare Zucchini sowie Auberginen verteuerten sich. Artischocken kosteten so viel wie zuvor. Trotz reichlicher Anlieferungen vergünstigte sich italienischer Radicchio nicht erkennbar. Auch Rucola aus Italien notierte stabil.

Berlin
Da die spanischen und italienischen Zufuhren nicht genügten, um den Bedarf zu decken, zogen die Preise für Auberginen auf 1,90 bis 2,30 € je kg und für Zucchini auf 1,80 bis 1,90 € je kg spürbar an. Türkische Zucchini hingegen waren in größeren Mengen verfügbar; es wurden 1,60 € je kg verlangt.

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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 47 / 16
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Veröffentlichungsdatum: 01.12.2016

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Apfel, Varietäten