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IFRESH Shanghai 2016 eine wichtige Messe für den Markt in China

29. November 2016

I-Fresh Fruit & Vegetable Expo öffnete vom 14.11- 2016.11.16 in Shanghai. Oliver Huesmann reiste nach Shanghai um an dieser Veranstaltung teilzunehmen. Die Aussteller waren mit der großen Zahl von Besuchern bei dieser neunten Auflage der jährlichen Messe zufrieden.

Foto © Fruitconsulting IFRESH Shanghai 2016
Foto © Fruitconsulting IFRESH Shanghai 2016

Während der Messe wurden zahlreiche Veranstaltungen für lokale und internationale Unternehmen der Branche organisiert. Neben verschieden Vorträgen und einem ein tägigen Kongress gab es auch eine Reihe von Events. Der australische Verband der Hersteller von Steinobst wurde vom Vize-Premierminister von Australien besucht, um die ersten australischen Nektarinen auf dem chinesischen Markt zu präsentieren. Ebenso besuchte eine große Delegation von Ägypten den Großmarkt in Huizhan, wo ein Treffen zwischen chinesischen Unternehmen des Import und Exporteuren von ägyptischen Zitrus und Trauben organisiert wurde. Agromarketing aus Spanien und China in Crowd präsentierten sich als Förderer der I-Fresh in der Region Murcia.

Agromarketing präsentiert den zweiten Steinobst-Kongress in Murcia bei dem im März 2017 ein runder Tisch mit Experten für den Export von Früchten nach China stattfindet, teilte Arturo Lopez Soler als Organisator des Kongresses mit.

Leider waren bis auf die spanischen Firma Distinet als Produzent von Steinobst keine weiteren Unternehmen mit europäischem Ursprung als Aussteller auf dieser Messe für Obst und Gemüse vertreten. Eine Ursache hierfür ist sicher die kurz vorher stattfindende ASIA FRUIT LOGISTICA in Hong Kong, bei welcher es für die Aussteller wesentlich einfacher ist Muster und Produkte mitzubringen und sich auch der Einzugsbereich der Besucher auf ganz Asien erstreckt. China untersagt die Einfuhr von nicht zugelassen Produkten auch in geringen Mengen im Reisegepäck. Ware für die bereits Protokolle bestehen kann aber unter Einhaltung der Voraussetzungen eingeführt werden. "Summerfruit of Australia brachte Kisten mit frischen vor kurzem in Shanghai angekommen Nektarinen an Ihren Messestand, das wäre für spanische Aussteller auch mit Orangen, Mandarinen und Zitronen möglich gewesen ", sagt Oliver Huesmann.

Foto © Fruitconsulting IFRESH Shanghai 2016
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Der chinesische Markt ist in den kommenden Jahren einer der wichtigsten und sein Wachstum bei den Importen ist die perfekte Antwort auf unser Problem von gesättigten europäischen Märkten und dem fehlenden Absatz in Russland. Zum Beispiel die Preise von bis zu 10 Euro pro Kilo Orange oder Zitrone hoher Qualität, 1,80 Euro für einen Fuji Apfel oder etwa 5 Euro für 4 Kiwis sind eine Herausforderung für die europäischen Produzenten, die derzeit ihre Früchte für ein Zehntel dieser Werte im hiesigen Markt verkaufen.

Der Mangel an Länderübergreifenden Verhandlungen mit der chinesischen Regierung um die fehlenden Protokolle und Vereinbarungen zu erreichen macht es nötig das sich die europäischen Hersteller zusammenschließen um schnell in diesen Markt exportieren zu können, sagt Huesmann als Vertreter von Eurofreshproduce. Der deutsche Apfel hätte aufgrund seiner hohen Qualität und des guten europäischen Ruf enorme Möglichkeiten auf dem chinesischen Markt. Positiver Trend ist auch das Ergebnis der US-Wahl, es wird uns Europäer in Zukunft in diesem Teil der Welt unterstützen. Trump gab bekannt, dass er am ersten Tag seiner Präsidentschaft das TPP Handelsabkommen kündigen werde. China ist dadurch bestrebt den Handel mit der EU zu unterstützen und die Partnerschaften zu verstärken.

Die Initiative Eurofreshproduce wird für die europäischen Hersteller auf der I-Fresh Shanghai 2017 einen kollektiven Pavillon bieten, wo diese ihre Produkte präsentieren und neben diversen Unternehmergesprächen auch am Tisch der chinesischen Einkäufer teilnehmen können.

Während die spanischen und europäischen Unternehmen nicht präsent waren, zeigten eine große Anzahl von ägyptischen Erzeugern und Exporteuren ihre Zitrusprodukte, Granatäpfel und frische ägyptische Trauben. Während Australien den Marktzugang für ihre Nektarinen gesichert hat, haben ägyptische Trauben vor kurzem den Marktzugang in China erhalten. Für November wird erwartet, dass die Beamten aus beiden Ländern eine offizielle Unterzeichnungszeremonie in Ägypten durchführen werden.

Foto © Fruitconsulting IFRESH Shanghai 2016
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I-Fresh gibt eine komplette Sicht über die chinesische Erzeugerlandschaft von frischen Produkten. Nationale Aussteller wie vom Züchtern , der Verpackungsindustrie über den Lieferanten bis hin Einzelhändlern waren vertreten. Es gibt Unternehmen die im Süden des Landes tropische Früchte wie Mango und Drachenfrucht produzieren, sowie Produzenten aus anderen Teilen Chinas, die unter anderem Orangen, Birnen, Äpfel, Melonen und Kiwis, zeigten. Interessant waren auch die eigenwilligen Verpackungen für den chinesischen Verbraucher, klar zu erkenne war der Trend zu aufwändigen Geschenkverpackungen für die Früchte.

Dieses Jahr verzeichnete I-FRESH ein starkes Wachstum da neben den klassischen Obst und Gemüseproduzenten auch viele Unternehmen der Verpackung und Sortierung, Logistik-Dienstleister, usw. ausstellten. In China, konkurrieren Online- Kanäle und der Offline-Vertrieb stark, weshalb die I-Fresh Exposition mit der Veranstaltung „Einkaufstisch“ die Möglichkeit bietet sich bei den Vertretern der Online Plattformen als Lieferant vorzustellen, sagt Martin Garcia vo China in Crowd.

Insgesamt war es laut dem Organisator Mr. Zhender Zhao für die noch relativ kleine Veranstaltung eine sehr positive und innovative Ausgabe der I-FRESH 2016.

www.fruitconsulting.eu 

Quelle: Fruitconsulting, Oliver Huesmann

Veröffentlichungsdatum: 29.11.2016

Schlagwörter

IFRESH Shanghai, Messe, Markt, China, fruchthandel