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Blumenkohl: italienischen Zufuhren hatten die einheimischen insgesamt überholt

24. November 2016

Die italienischen Zufuhren prägten aber nicht überall vorrangig den Markt. Belgien, Frankreich und Spanien ergänzten in minimalem Umfang. Während sich die Qualität der inländischen Offerten abschwächte, vermochte die der italienischen zu überzeugen, die zudem mit einem gleichmäßigen Erscheinungsbild lockten. 

Bildquelle: Shutterstock.com Romanesco
Bildquelle: Shutterstock.com

Für Romanesco französischen Ursprungs zahlte man örtlich bis zu 18,- € je 8er-Steige.

Die Preise der deutschen Zufuhren zogen mengenbedingt an, mussten bloß punktuell stärker zurückgenommen werden; generell lagen sie ziemlich nahe bei denen der italienischen Zuflüsse. Die Einstände der Abladungen aus Italien wurden wegen angewachsener Importe schnell reduziert. 

Lilafarbene Alternativen brachten bis zu 13,- € je 8er- oder 9er-Kiste.

Äpfel
Das Inland prägte mit einem üppigen Sortiment das Geschehen. Unter anderem wurden Elstar, Jonagold und Boskoop angeliefert. Aus Italien stammten vor allem Golden Delicious, Granny Smith und Braeburn. Kleinfallende und ansprechend ausgefärbte Red Chief sowie Red Delicious stießen kurz vor der Adventszeit auf genügend Interesse und verteuerten sich ab und an. Italienische Pink Lady trafen inzwischen in unterschiedlichen Kalibern ein und wurden mitunter flott umgeschlagen. Aus Frankreich kamen mit Jazz und Royal Gala speziell Clubvarietäten. Die Niederlande rundeten mit Cox Orange die Warenpalette ab. Die Unterbringungsmöglichkeiten standen mit der Versorgung meist im Einklang, sodass sich die bisherigen Notierungen nicht wesentlich bewegten. Hin und wieder senkte man die Forderungen, was sich anschließend positiv auf den Verkauf auswirkte. In Köln waren deutlichere Verbilligungen zu sehen, was seine Ursache in der gedämpften Order hatte.

Tafeltrauben
Türkische Sultana und italienische Italia bestimmten die Szenerie, in der Importe aus Übersee eine immer wichtigere Rolle einnahmen. Erste peruanische Red Globe gesellten sich zu Thompson Seedless und Crimson Seedless gleicher Herkunft. Aus Brasilien wurden neben Thompson Seedless und Crimson Seedless mittlerweile Arra zugeführt. In München tauchten Crimson Seedless aus dem Libanon auf. Der Fokus der Kunden befand sich indes dauerhaft bei den europäischen Chargen, da diese merklich günstiger als die Partien aus der südlichen Hemisphäre waren. Überzeugte die Qualität, konnten die Verkäufer die Aufrufe infolge einer freundlichen Nachfrage erhöht werden. Dies galt in München insbesondere für französische Alphonse Lavallée, deren Präsenz sich vermindert hatte. Auch türkische Sultana kosteten hier mehr als zuvor. In Berlin hob man die Bewertungen für brasilianische Offerten wegen eines verstärkten Bedarfes an.

Kiwis
Italien dominierte vor Neuseeland und Griechenland. Die Anlieferungen von französischen Früchten wuchsen an: Obwohl sie inzwischen auf verschiedenen Märkten eintrafen, hatten sie insgesamt lediglich abrundenden Charakter. Generell war ein ruhiges Geschäft zu verzeichnen. In Köln musste man die Preise aufgrund eingeschränkter Unterbringungsmöglichkeiten senken. In Hamburg kam es bei den beliebten neuseeländischen Produkten hingegen zu Verteuerungen. Ansonsten veränderten sich die Notierungen nicht wesentlich. Griechische und neuseeländische Abladungen generierten in Berlin gütebedingt nur wenig Beachtung.

Orangen
Navelina prägten das Geschehen; sie stammten aus Spanien, Griechenland, Italien und der Türkei. Letzte südafrikanische Valencia Late vermochten hinsichtlich ihrer Qualität nicht zu überzeugen und stießen daher kaum auf Interesse. Zu hohe Temperaturen bremsten den Absatz, der sich auch mit Vergünstigungen bloß selten beschleunigen ließ. Insbesondere kleinere Kaliber und Offerten mit mangelhaftem Aroma verbilligten sich. Die italienischen, in der Regel unbehandelten Partien wurden zumindest in Frankfurt freundlich nachgefragt.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Clementinen kamen überwiegend aus Spanien; mit Blatt aufgemachte italienische hatten nur komplettierenden Charakter. Clemenules schmeckten zwar, dennoch konnten die Notierungen ihr bisheriges Niveau nicht immer halten, da der Bedarf zu gering ausfiel. Konditionsprobleme waren bei Oronules zu erkennen, was sich selbstredend negativ auf den Verkauf auswirkte. In Frankfurt wurden 2,3-kg-Kisten flott untergebracht, während sich Netzware zum Ladenhüter entwickelte. Bei Satsumas gab die Türkei den Ton an; Spanien spielte die zweite Geige. In München trafen zudem kroatische Anlieferungen ein. Die Bewertungen tendierten in unterschiedliche Richtungen, häufig in Abhängigkeit von der Frische der Produkte. In Hamburg etablierte sich eine breite Kursspanne. In Frankfurt senkten die Händler die Aufrufe, woraufhin sich der Umschlag positiver gestaltete. In München wurden erste spärliche Mengen von italienischen Mandarinen bereitgestellt, die deutlich teurer als Clementinen gleichen Ursprungs waren.

Zitronen
Spanische Chargen herrschten vor, türkische ergänzten. In München traten griechische Partien auf, die hinsichtlich ihrer Qualität durchaus überzeugten und aufgrund ihres niedrigen Preises schnell veräußert wurden. Insgesamt zeigte sich das Interesse freundlich. Angebotsinduziert konnten Vergünstigungen allerdings nicht durchgängig vermieden werden, was insbesondere die spanischen Offerten tangierte. In München reichte man indes höhere Einstandsforderungen für türkische Importe an die Kunden weiter. 

Bananen
Für gewöhnlich wurde die Bereitstellung an die Nachfrage angepasst. Die Notierungen veränderten sich daher in der Regel nicht wesentlich. In Köln beachtete man vermehrt Zweit- und Drittmarken und vernachlässigte die teurere Erstmarke. In Hamburg verbilligten sich manche Zweitmarken leicht. In München bröckelten die Kurse für das komplette Sortiment, obwohl sich der Bedarf nach dem Ende der Herbstferien etwas vergrößerte.

Gemüsepaprika
Die spanischen Zufuhren bauten ihre Dominanz aus. Die Wichtigkeit niederländischer Importe schrumpfte augenscheinlich, belgische versanken in Bedeutungslosigkeit. Türkische Abladungen ergänzten fortlaufend den Handel in kaum verändertem Umfang. Die überschaubare Verfügbarkeit ermöglichte mindestens stabile, oftmals sogar ansteigende Notierungen. Manchmal waren die aber nicht von Dauer, sodass sie zum Wochenende hin wieder absackten. Markenprodukte verteuerten sich um bis zu 2,- € je 5-kg-Karton. Kleinere G-Kaliber aus Spanien kosteten bloß 7,- €. Größere GG-Sortierungen erzielten hingegen zum Teil bis zu 11,- € je 5-kg-Karton. Marokkanische rote Spitzpaprika waren punktuell als Sonderposten zu 5,- € je 5 kg zu haben, während sie sonstwo am höchsten aufgerufen wurden. Ab und an vergünstigten sich türkische Chargen, da man sie über dem Maß des Bedarfs angeboten hatte.

Salat
Bei Eissalat ist die mitteleuropäische Saison beendet. Er stammte inzwischen ausschließlich aus Spanien. Die Verfügbarkeit hatte sich ausgedehnt. Parallel dazu fiel das Interesse nicht besonders befriedigend aus. Blieben die Bewertungen zu Beginn der Woche oftmals stabil, brachen sie bald darauf, spätestens am Freitag hingegen ein. Einzig in München strebten sie dank Konkurrenzlosigkeit der spanischen Chargen nach oben. Kopfsalat aus Deutschland ging in einer verringerten, überschaubaren Quantität zu. Die Anlieferungen aus Unterglas-Anbau waren klein. Eine intensivierte Bereitstellung aus Belgien konnte die Lücke nicht völlig ausfüllen. Die Notierungen stiegen überwiegend deutlich an, hielten sich jedoch nicht lange auf dem gewonnenen Niveau und sackten danach relativ rasch ab. Die italienische Kampagne startete in übersichtlicher Dosierung. Bei Bunten Salaten vergrößerte sich das französische Angebot. Italienische Partien tauchten ebenso vermehrt auf, unterdessen ließen die letzten deutschen aufgrund der nasskalten Witterung von der Güte her zu wünschen übrig. Die Vertreiber konnten ihre Forderungen sukzessive anheben, brauchten sie lediglich selten herabzusetzen. Die rückläufige inländische Ernte wurde bei Endivien durch die expandierende italienische kompensiert. Divergierende Aufmachungen bewirkten dabei merkliche Kursschwankungen. Die Versorgung mit Feldsalat aus Deutschland und Belgien war kontinuierlich knapp. In der Folge etablierten sich meistens erkennbare Verteuerungen.

Gurken
Bei Schlangengurken zeigte sich die Marktsituation etwas angestrengt. Die Erzeugung in den Beneluxstaaten und speziell in Deutschland hatte sich enorm vermindert. Es kamen nur noch marginale Mengen und diese hauptsächlich in schwächeren Kalibern. Die griechischen Zufuhren wuchsen zwar an, konnten aber im Verbund mit den nun vorherrschenden spanischen Importen den Engpass nicht gänzlich entschärfen. Ungeachtet eines recht unaufgeregten Bedarfes kletterten die Preise zunächst augenscheinlich nach oben. Da dies den Verkauf zu sehr entschleunigte, nahm man sie wohlweislich wieder zurück. Die Produktpalette bei Minigurken hatte sich kaum verändert: türkische dominierten, niederländische und spanische komplettierten sie. Einheimische Abladungen konnten bloß punktuell geordert werden. Während die niederländischen Offerten zu Vergünstigungen tendierten, wurden die türkischen von den Händlern ab Donnerstag verschiedentlich höher aufgerufen als zuvor und das trug dem schleppenden Zugriff keineswegs Rechnung.

Zwiebeln
Nach wie vor flossen Gemüsezwiebeln ausschließlich aus Spanien zu. Die Intensität der Nachfrage korrespondierte mit der der Bereitstellung. Aufgrund dessen verharrten die Bewertungen vorrangig auf einem recht konstanten Level. Örtlich bewirkte ein Abfall der Kurse an der Obergrenze der Spanne etwas glattere Geschäftsprozesse. Die Vermarktung von Haushaltsware ging relativ ruhig vonstatten. Die Erzeugnisse stammten fast alleinig aus Deutschland. In München komplettierten österreichische und in Köln niederländische Partien in übersichtlichem Rahmen den Vertrieb. Dank einer genügenden Order brauchte man die Forderungen nicht wesentlich zu modifizieren. Da für die niederländischen Offerten mehr bezahlt werden sollte als für die einheimischen, blieb der Absatz in diesem Sektor sehr unaufgeregt. Rotschalige Varietäten wurden hauptsächlich und in ansprechender Qualität aus Ägypten sowie rudimentär aus den Niederlanden angeliefert.
 


Weitere Informationen
Frankfurt
Die Saison von Grapefruits aus den USA startete am Mittwoch zu 28,- € je 48 Stück. Aprikosen aus Südafrika fanden zu 32,- bis 40,- € je 4,75-kg-Karton Käufer. Chilenische Süßkirschen kosteten je nach Durchmesser zwischen 17,- bis 25,- € je kg und generierten zu diesem Preis nur wenig Beachtung. Deutsche Johannisbeeren waren zu 1,- € je 125-g-Schale zu haben. Nachdem die einheimische Gemüsekampagne sich ihrem Ende entgegen neigte, trafen aus Italien Kohlrabi, Mangold und Staudensellerie ein. Die Niederlande beteiligten sich mit Radieschen. Die Notierungen für Zucchini und Auberginen aus dem Inland sowie für Brokkoli aus Spanien zogen an.
Hamburg
Die Kurse für knappe spanische Zucchini stiegen zur Wochenmitte mengeninduziert an, befanden sich dabei aber unter dem Niveau der ersten italienischen Partien.
Köln
Spärliche Erdbeeren, überwiegend aus Deutschland und den Niederlanden, waren recht teuer: Am Freitag kosteten sie bis zu 5,95 € je 500-g-Schale. Für Himbeeren aus Portugal und Marokko sollte man 15,60 bis 23,90 € je kg zahlen. Johannisbeeren standen noch ausreichend aus einheimischen CA-Lagern zur Verfügung und wurden zu 8,- bis 15,60 € je kg veräußert. Die Preise für übersichtlichen Chicorée pendelten sich bei 12,50 bis 13,50 € je 5 kg ein. Das Interesse an Zucchini und Auberginen konnte nicht immer gestillt werden, was zu anziehenden Bewertungen führte. Grünkohl und Rosenkohl wurden freundlich beachtet.
München
Erste marokkanische Erdbeeren präsentierten sich im Vergleich zu den verbliebenen mitteleuropäischen Produkten wesentlich farb- und aromaintensiver. Das üppige Angebot an Limetten konnte man weiterhin relativ günstig umschlagen. Für italienische Feigen neigte sich die Saison ihrem Ende entgegen, sodass wieder auf Importe aus Übersee zurückgegriffen werden musste. Neben Rettichen offerierte man erste Radieschen und Lauchzwiebeln aus Italien. Italienischer Kohlrabi und Fenchel lösten zunehmend inländische Chargen ab. Für Zucchini konnten gefestigte Aufrufe schwerlich gehalten werden. Knappe Steinpilze wurden kontinuierlich hoch gefordert.
Berlin
Spanische und italienische Kakis kosteten je nach Qualität und Kaliber zwischen 1,40 und 1,70 € je kg. Im Wochenverlauf stiegen die Bewertungen für spanische, italienische und türkische Auberginen und Zucchini deutlich an, da die Zufuhren nicht ausreichten, um den Bedarf vollständig zu decken.
 


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 46 / 16
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Veröffentlichungsdatum: 24.11.2016

Schlagwörter

Blumenkohl, fruchthandel