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EU verstärkt Grenzkontrollen für türkische Zitronen

15. November 2016

Infolge der hohen Zahl von aufgedeckten Fällen der Überschreitung von Pestizidrückstandsmengen in türkischen Zitronen hat die Europäische Kommission am 8. November entschieden, die Importbedingungen zu ändern und die Grenzkontrollen für türkische Zitronen zu verstärken, indem die Häufigkeit von Überprüfungen (einschließlich Laboranalysen) von 10% auf 20% erhöht wurde.

Bildquelle: Shutterstock.com Zitronen
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In der Praxis bedeutet dies, dass 2 LKW von 10 an der europäischen Grenze kontrolliert werden, um die Importerlaubnis zu bekommen. Das neue Kontrollprogramm wird ab 1. Januar 2017 in Kraft treten.

Von Anfang September bis Ende Oktober hat die Europäische Kommission über ihr Schnellwarnsystem für Lebensmittel und Tierfutter (RASFF, Rapid Alert System for Food and Feed) die Mitteilung erhalten, dass Lieferungen türkische Zitronen abgelehnt wurden und nicht in die EU eintreten oder in der EU verkauft werden durften. Die Ablehnung türkischer Zitronen in Griechenland (1 Fall) und Bulgarien (2 Fälle) kam nach der Entdeckung von Chlorpyrifos-Rückständen in Konzentrationen, die mehr als das Doppelte über den Maximalen Rückstandslimits (MRL) lagen, die von der EU-Gesetzgebung festgelegt wurden.

Einschätzung von Ailimpo: EU-Kunden und -Supermärkte sollten sich der potentiellen Gefahren türkischer Zitronen bewusst sein

Die spanische zweigübergreifende Zitronen- und Grapefruitorganisation Ailimpo hat betont, dass „dies eine schnelle, offizielle Kenntnisnahme der Europäischen Kommission bezüglich der Risiken von Zitronen aus der Türkei ist, da die Pestizidgesetzgebung der Gemeinschaft nicht eingehalten wurde.“ Zudem sagte José Antonio García von Ailimpo, dass „diese 5 Gesundheitsalarme, die durch die Datenbasis des RASFF ausgelöst wurden, Defizite in dem offiziellen türkischen Kontrollsystem bestätigen.“

Quelle: Ailimpo

Veröffentlichungsdatum: 15.11.2016

Schlagwörter

ailimpo, Risiken, Handel, EU, Grenzkontrollen, Zitronen