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Qualität im Deutsch-Türkischen Biohandel

14. November 2016

Ein Deutsch-Türkischer Ökolandbau-Tag diente als Abschlussveranstaltung für das 5-jährige Kooperationsprojekt "Deutsch-Türkische Zusammenarbeit – Ökologische Landwirtschaft". Mit zahlreichen Maßnahmen wurde die Qualitätssicherung für türkische Bioprodukte verbessert.

Foto: FiBL
Projektkoordinatorin Elisabeth Rüegg und ETO-Präsident Zafer Göynügür freuen sich über den erfolgreichen Abschluss des 5-jährigen Kooperationsprojekts. Foto: FiBL

Die Veranstaltung fand am 20. Oktober 2016 im EXPO Kongresszentrum Antalya / Türkei statt. Die Tagung richtete sich an türkische Akteure im Ökolandbau sowie an alle Expertinnen und Experten und Organisationen, die im Rahmen eines Deutsch-Türkischen Kooperationsprojekts zusammengearbeitet haben. Während eines halbtägigen Symposiums tauschten sich über 100 Fachleute zu Strategien und Entwicklungsmöglichkeiten des ökologischen Landbaus weltweit und in der Türkei aus.

Meilensteine in der Qualitätssicherung

Vertreterinnen und Vertreter des Bundesministeriums für Landwirtschaft und Ernährung sowie vom Türkischen Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Tierhaltung betonten auf der Abschlussver-anstaltung in Antalya die große wirtschaftliche Bedeutung des Bio-Sektors für die Türkei als Produktionsstandort und Deutschland als größtes Importland innerhalb der EU. Projektkoordinatorin Elisabeth Rüegg stellte auf dem Symposium die wichtigsten Projektergebnisse vor. In mehr als 230 Trainings- und Eventtagen wurden breitenwirksam Qualitätsfragen behandelt und Lösungsansätze entwickelt. Rund 4.000 Akteure der gesamten Wertschöpfungskette nahmen daran teil: von der Erzeugerin oder dem Erzeuger über den Handel bis hin zur Politik.

Im Rahmen der Veranstaltungen konnten sich zahlreiche Fachkräfte fortbilden. Zudem gibt es nachhaltige Ergebnisse, die auch über die Projektlaufzeit hinaus Bestand haben: Ein e-Learning-Tool in türkischer, englischer (und zukünftig deutscher) Sprache für alle Handelsbeteiligten in Europa zu vier in der Türkei wichtigen Lieferketten. In diesem werden die einzelnen Schritte der Wertschöpfungskette und typische Qualitätsrisiken vorgestellt. Das e-Learning-Tool ist auf der Homepage des Projektpartners ETO (der Dachverband der ökologischen Landwirtschaftsorganisationen) veröffentlicht. 

Eine Online-Datenbank Betriebsmittel: Die Liste schafft Klarheit für Biolandwirtinnen und Landwirte, Beratungskräften und Kontrollstellen, welche Dünge- und Pflanzenschutzmittel im ökologischen Landbau in der Türkei eingesetzt werden dürfen. Alle darin gelisteten Handelsprodukte wurden von den Fachleuten auf die Eignung für den Einsatz im ökologischen Landbau geprüft. Das Verzeichnis wird vom Projektpartner ETO veröffentlicht. Durch die Kooperation mit der türkischen Job-Plattform CV-Yollar soll dem Fachkräftemangel in der türkischen ökologischen Lebensmittelwirtschaft entgegengewirkt werden. ETO bietet gemeinsam mit CV-Yollar für diesen Bereich eine spezialisierte Jobplattform an.

Quelle: oekolandbau.de/FiBL

Veröffentlichungsdatum: 14.11.2016

Schlagwörter

Qualität, Deutschland, Türkei, Biohandel