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In Thüringen ist die Speisekartoffelernte noch nicht abgeschlossen

02. November 2016

Teils haben Niederschläge die Erntearbeiten unterbrochen. Die bereits eingelagerten Speisekartoffeln befinden sich überwiegend noch im Schwitzprozess. Lagerware wird bislang kaum abgepackt. Für die Feldware werden unveränderte Preise gezahlt.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffeln
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Die Qualität dieser Packware ist gut. Nach diversen Werbeaktionen im Handel, die für Absatzbelebung gesorgt haben, ist es jetzt ruhiger geworden. Die Nachfrage hat deutlich nachgelassen. Für Schälware bleiben die Konditionen auf dem Niveau der vergangenen Woche.

Mecklenburg - Vorpommern
Die verbliebenen Feldbestände an Speisekartoffeln werden diese Woche voraussichtlich eingebracht werden können. Regenfälle hatten vorige Woche die Ernte unterbrochen. Hier und da sind noch Stärkekartoffeln zu roden, teils stagniert jedoch der Absatz an heimische Firmen. Die Erzeugerpreise für Feldware sind unverändert auf dem Vorwochenniveau geblieben. Für Lagerware wurden vereinzelt bereits Preiserhöhungen von bis zu 2 EUR/dt beim Lebensmitteleinzelhandel durchgesetzt. Die Einkellerungsaktionen der Direktvermarkter laufen zufriedenstellend bis gut. Packer berichten derzeit von ruhigem Absatz. Der Schälkartoffelabsatz ist durch die Schulferien etwas rückläufig. Die Preise für Schälware verharren auf dem Niveau der vergangenen Woche.

Brandenburg
Die Speisekartoffelernte ist überwiegend beendet. Die Restbestände an Feldware, aber auch schon erste Partien Lagerware, werden noch auf unverändertem Preisniveau gehandelt. Erst nach und nach setzen sich höhere Preise in zähen Verhandlungen mit den Handelsketten durch. Noch ist genug Ware am Markt und die Anzahl der Lieferanten groß. Nach den vielfältigen Werbeaktionen der vergangenen Wochen, die teils sehr gut von den Kunden angenommen wurden, hat die Nachfrage derzeit deutlich nachgelassen. Nach wie vor ist der Bezug mehlig kochender Sorten schwierig. Die Schälkartoffelpreise bleiben stabil.

Sachsen
Speisekartoffeln direkt vom Feld werden zu unveränderten Konditionen vermarktet. Die Regenfälle der vergangenen Woche haben die abschließenden Rodearbeiten etwas verzögert. In einigen Regionen wurden überdurchschnittlich hohe Erträge erzielt. Vereinzelt wird bereits Lagerware, für die ein höherer Preise verlangt wird, abgepackt. Derzeit befinden sich jedoch viele Speisekartoffeln noch im Schwitzprozess. Die Qualität der Feld- und Lagerware ist gut. Die Preise für rohe und gedämpfte Schälware tendieren fest.

Sachsen - Anhalt
Nach wie vor sind die Rodearbeiten hierzulande nicht abgeschlossen. Insbesondere auf den schweren lehmigen Böden behindern Regenfälle den Erntefortgang. So ist weiterhin Feldware im Angebot, deren Preisniveau auf Vorwochenniveau verharrt. Für Lagerware haben die Notierungen mit Wochenbeginn bis zu 3 EUR/dt angezogen, so dass bis zu 17 EUR/dt für vorwiegend festkochende Speiseware und bis zu 19 EUR/dt für festkochende und mehlig kochende durchgeschwitzte Kartoffeln aus dem Lager verlangt werden. Die bereits im Lager befindlichen Knollen befinden sich überwiegend noch im Schwitzprozess. Die Aktionen im Lebensmitteleinzelhandel sind in der vergangenen Woche gut gelaufen. Diese Woche ist der Absatz bislang schwach. Die Schälkartoffelpreise sind fest. Die Rohwarenpreise sind bereits erhöht worden, daher ist bis spätestens Mitte November mit höheren Schälkartoffelpreisen zu rechnen.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 02.11.2016

Schlagwörter

Thüringen, Speisekartoffeln, Ernte, Marktinformation, Ostdeutschland