Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Italienische Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ herrschten vor

27. Oktober 2016

Aus Deutschland stammten hauptsächlich Alexander Lucas und Conference, die aber nicht immer flott nachgefragt wurden. Die Niederlande sendeten speziell Gute Luise und Conference und komplettierten mit Vereinsdechantsbirnen.

Bildquelle: Shutterstock.com Birnen
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Aus der Türkei wurden neben Santa Maria auch Deveci angeboten, die ca. 10,- € je 6-kg-Steige kosteten. Insgesamt präsentierte sich das Interesse recht ruhig. Es konnte mühelos gestillt werden, obwohl sich die Verfügbarkeit etwas eingeschränkt hatte. Die Notierungen verharrten häufig auf bisherigem Niveau. In München kletterten sie für italienische Früchte aufwärts. In Köln senkten die Händler hingegen die Aufrufe, in der Hoffnung, das Geschäft so ein bisschen zu beleben, was allerdings nicht durchgehend gelang.

Äpfel
Deutschland dominierte mit sehr vielen Varietäten. An der Spitze der Warenpalette befanden sich Elstar, Boskoop und Cox Orange, die hinteren Plätze nahmen Delbarestivale und erste Cripps Pink ein. In Berlin tauchten ansprechend ausgefärbte inländische Topaz auf, für die man ca. 1,10 € je kg zahlen sollte. In Frankfurt gab es Santana, die man zu 1,80 € je kg umschlug. Einheimische Berlepsch wurden hier inzwischen in gelegter Aufmachung zu stolzen 2,10 € je kg abgewickelt. Italien und Frankreich beteiligten sich vorrangig mit Golden Delicious, Royal Gala und Granny Smith am Geschehen. Bei einem kontinuierlichen Bedarf, den man dank einer angewachsenen Bereitstellung ohne Mühe befriedigen konnte, kam es bezüglich der Bewertungen zu keinen wesentlichen Veränderungen. Zuweilen gewährte man für manche Produkte geringe Vergünstigungen, die sich aber summa summarum im Rahmen hielten.

Tafeltrauben
Türkische Sultana und italienische Italia prägten die Szenerie. Die Zufuhren von griechischen Thompson Seedless ließen leicht nach. Indes wuchsen die Abladungen von italienischen Sugraone und Crimson Seedless an. Französische und spanische Chargen rundeten die Produktpalette ab. Aus der Türkei kamen zudem Antep Karasi und Alphonse Lavallée. Insgesamt hatte sich die Versorgung marginal begrenzt. Da aber auch die Unterbringungsmöglichkeiten limitiert waren, wirkte sich dies nicht grundlegend auf die Bewertungen aus. Hier und da verteuerten sich manche Partien, das Gros des Sortimentes wurde aber zu den bisherigen Forderungen umgeschlagen. In Berlin bröckelten die Kurse für türkische Sultana qualitätsbedingt ab. Auch zu kleine Italia aus Italien mussten Verbilligungen hinnehmen. In Köln wiesen unter anderem griechische Thompson Seedless infolge einer uneinheitlichen Güte eine recht weite Preisspanne auf.

Kiwis
Die italienischen Anlieferungen hatten von der Menge her die neuseeländischen von der Spitze des Angebotes verdrängt; sie wurden inzwischen vermehrt in Abpackungen mit 36 Stück offeriert. Chilenische und griechische Importe ergänzten das Geschehen. Bei einer kontinuierlichen und ruhigen Nachfrage bewegten sich die Notierungen oftmals nur unwesentlich. In München hob man die Aufrufe für italienische Früchte zunächst an, da die Umstellung von Sommervarietäten auf Lagerware erfolgte. Im Wochenverlauf wurden dann aber wieder Vergünstigungen gewährt.

Kleinfruchtige Zitrusfrüchte
Die Zufuhren von Satsumas und Clementinen dehnten sich augenscheinlich aus. Neben Okitsu auf der einen Seite gab es auf der anderen vorrangig Marisol, Clemenrubi und Oronules, die hauptsächlich aus Spanien und Italien kamen. Im Bereich der Mandarinen konnte auf letzte Abladungen aus Chile, Peru und Uruguay zugegriffen werden, die durchaus flott und mit festen Forderungen umgeschlagen wurden. Erste spanische Primosole traten in Frankfurt auf. Insgesamt verbesserte sich im gesamten Sortiment langsam das Interesse. Überzeugte die Qualität, konnte bisweilen von einer flotten Unterbringung gesprochen werden. In Berlin ließen speziell die Clementinen und in Hamburg vor allem die Satsumas hinsichtlich ihres Geschmacks jedoch Wünsche offen. Infolge hoher Einstandspreise verlief der Handel daher mitunter recht spärlich. Rückläufer aus dem LEH hemmten in der Hauptstadt zudem die Vermarktung von Satsumas; selbst kräftige Verbilligungen belebten nicht nachhaltig das Geschäft. Insgesamt zeigten die Bewertungen einen uneinheitlichen Trend; zudem waren weite Kursspannen bei einzelnen Produkten zu beobachten.

Zitronen
Neben dominierenden spanischen Chargen wurden insbesondere türkische bereitgestellt. Früchte aus Übersee verloren an Bedeutung: Da sie konditionell schwächelten, listete man sie mancherorts aus. Die Verfügbarkeit spanischer Partien wuchs an, was sich prompt auf die Notierungen auswirkte, die größtenteils abbröckelten. Immerhin stieg im Gegenzug die Nachfrage und damit auch der Absatz. Türkische Importe waren ebenso von Vergünstigungen betroffen, was aber meist auf das fehlende Aroma zurückzuführen war.

Bananen
Bei einer Versorgung, die man hinreichend auf die Unterbringungsmöglichkeiten abgestimmt hatte, veränderten sich die Bewertungen in der Regel nicht wesentlich. In München verteuerten sich Zweitmarken und Drittmarken infolge eines verbesserten Kundenzugriffs. In Frankfurt, wo das Angebot ab Mittwoch generell freundlicher beachtet wurde, konnten billige Drittmarken recht flott umgeschlagen werden.

Blumenkohl
Deutschland dominierte; Belgien und Polen, letzteres alleinig in Köln, ergänzten. Bei einer eingeschränkten Verfügbarkeit konnte das mäßige Interesse zwar problemlos gestillt werden, dennoch bewegten sich die Kurse in der Regel aufwärts. Einzig in Berlin blieben sie weitgehend konstant. Mit ersten französischen Offerten wird in den nächsten Wochen gerechnet.

Salat
Eissalat stammte vornehmlich aus Deutschland. Die Präsenz spanischer Chargen dehnte sich aber augenscheinlich aus. Niederländische Ware komplettierte in Köln und Frankfurt. In Berlin waren die inländischen Produkte zu leicht, sodass sie kaum Zuspruch generierten. Auch in Hamburg fiel die Nachfrage nach spanischen Produkten sehr schwach aus. Generell veränderten sich die Notierungen nicht wesentlich. Kopfsalat kam vorrangig aus Deutschland und nachgeordnet aus Belgien. Einstandsbedingt sanken die Preise, was sich positiv auf den Absatz auswirkte. Nur in Berlin wurden die Aufrufe infolge einer exklusiven Qualität erhöht. Bei Bunten Salaten griffen die Kunden mitunter gerne zu, lediglich in Frankfurt waren die Händler zu Vergünstigungen gezwungen, da die Unterbringungsmöglichkeiten zu begrenzt waren. Feldsalat räumte kontinuierlich zu den bisherigen Forderungen. Für Endivien musste weniger als zuletzt gezahlt werden.

Tomaten
Rispenofferten und Runde Tomaten hatten ihren Ursprung in den Niederlanden und Belgien. Spanische Früchte gewannen nur minimal an Wichtigkeit. Die Versorgung weitete sich aus; der Bedarf konnte problemlos gedeckt werden. Die Bewertungen verharrten oftmals auf bisherigem Niveau. Belgische und niederländische Fleischtomaten wurden in der Regel genügend beachtet. Die Kurse blieben konstant oder stiegen sogar etwas an. Nur in Frankfurt waren die Partien zu teuer, sodass das Interesse gering war. Die Anlieferungen von italienischen Kirschtomaten wuchsen an. Die Niederlande, Spanien und Deutschland ergänzten dieses Segment mit spärlichen Mengen. Anziehende Preise gründeten auf einer schnellen Abwicklung.

Gemüsepaprika
Die spanischen Abladungen dehnten sich aus. Die Präsenz der reichlichen niederländischen Produkte hatte sich nicht wesentlich verändert. Die Nachfrage konnte mit der zugenommenen Verfügbarkeit nicht Schritt halten: Die Händler mussten ihre Aufrufe senken, trotzdem gelang eine zufriedenstellende Räumung nicht immer. Allein in München kletterten die Notierungen zum Wochenende hin ein wenig aufwärts, nachdem sie zunächst abgebröckelt waren. Einheimische Chargen komplettierten in Frankfurt zu 6,- bis 8,50 € je 5-kg- Karton das Sortiment. Ungarische und türkische spitze Erzeugnisse verteuerten sich mancherorts infolge verbesserter Unterbringungsmöglichkeiten. Die belgischen und polnischen Zufuhren waren recht spärlich.

Zwiebeln
Im Bereich der Haushaltsware dominierte Deutschland. Anlieferungen aus Österreich, Italien und den Niederlanden ergänzten. Gemüsezwiebeln stammten ausschließlich aus Spanien. In beiden Segmenten herrschte ein unaufgeregter Bedarf vor. Das Interesse konnte ohne Probleme gestillt werden. Die Kurse blieben meist stabil. Nur in Köln und Frankfurt schwächten die der einheimischen Haushaltsware etwas ab. Aus Ägypten, Deutschland und den Niederlanden wurden zudem rote Zwiebeln offeriert, die man zu ca. 8,- € je 10-kg-Sack abwickelte.


Weitere Informationen
Frankfurt
Die Nachfrage nach Heidelbeeren wurde zunächst mit Importen aus Übersee gedeckt, ab Mittwoch komplettierten niederländische und sogar wieder einheimische Chargen. Himbeeren kamen aus Belgien, Portugal, Deutschland und den Niederlanden. Die Bewertungen für einheimische und niederländische Erdbeeren verfestigten sich auf 4,- € je 500-g-Schale und für italienische auf 1,70 € je 250 g. Zu üppige Abladungen ließen die Notierungen von Limetten auf 4,- bis 7,50 € je 48/54er-Karton purzeln. Spanische Stangenbohnen brachte man zu stolzen 4,50 € je kg unter. Italienische und marokkanische Partien waren nur unwesentlich günstiger. Die Aufrufe für niederländische rote Peperoni wurden auf bis zu 28,- € je 3-kg-Kiste angehoben. Das Angebot von Rosenkohl wuchs an, trotzdem kostete er bei verstärkter Beachtung mehr als zuvor. Die Verfügbarkeit von Steinpilzen dehnte sich nochmals aus, so fielen die Preise von anfangs über 30,- € je kg auf nun 20,- bis 26,- € je kg. Das kühlere und regnerische Wetter führte zu Qualitätseinbußen beim deutschen Dill.
Hamburg
Bei Pflaumen stachen qualitativ durchaus noch überzeugende einheimische Hauszwetschgen hervor. Formschöne gelegte Sendungen aus Italien und Spanien trafen bedarfsorientiert ein. Die Kurse gerieten kaum in Bewegung. Erste Buschbohnen aus Marokko erweiterten zu 11,50 € je 4 kg das Sortiment. Haselnüsse aus Frankreich in den Größen 22 und 24 mm+ starteten zu 5,95 € je kg in die Saison. Erste frische Mangos aus Peru traten auf. Für die Flugware musste man zwischen 25,- und 27,- € je 5-kg-Kiste zahlen. Zuwächsen spanischer Kakis fehlte es am notwendigen Absatztempo; eine flüssige Räumung vollzog sich nur über Vergünstigungen auf 6,50 bis 8,50 € je 5-kg-Kiste. Die Lagervorräte an glatter und krauser Petersilie aus Italien wurden mittels Verbilligungen schneller abgebaut. Die Forderungen für spärlichen niederländischen und inländischen Rosenkohl erhöhte man sukzessive, was sich negativ auf den Verkauf auswirkte. Die Bewertungen für knappe rumänische Steinpilze kletterten auf 24,50 € je kg, die für polnische sogar auf 29,- € je kg. Aufgrund der positiven Order verteuerten sich Dill und Löwenzahn.
Köln
Niederländische und einheimische Erdbeeren wurden in 250- und 500-g-Schalen veräußert. Bei nasskaltem Wetter war der Zuspruch angesichts der fehlenden Ausfärbung und der geringe Fruchtgröße nur mäßig. Sonstiges Beerenobst stammte überwiegend aus dem Inland. Aus einheimischen Lägern wurden noch Pflaumen, Presenta, bereitgestellt. Die Präsenz von Kakis und Granatäpfeln aus dem Mittelmeerraum dehnte sich deutlich aus. Zucchini aus Deutschland verlor an Wichtigkeit; hier übernahmen belgische und in langsam angestiegenem Maße auch spanische Produkte die Spitze. Das Interesse an Kopfkohl wuchs an. Kürbisse wurden verstärkt angeliefert. Lauch war zumeist nur in überschaubaren Mengen vertreten.
München
Bei Orangen konnten sich südafrikanische und argentinische Valencia Late bei witterungsbedingt nur wenig verbesserten Unterbringungsmöglichkeiten am Platz noch behaupten. Die Notierungen blieben konstant. Mit dem Eintreffen erster spanischer Navelina wird in der nächsten Woche gerechnet. Im auslaufenden Handel mit europäischen Pflaumen konnten rumänische Stanley nochmals Fuß fassen und von der Hochpreisphase inländischer Partien profitieren. Für Erdbeeren lief die Kampagne ebenfalls aus: Spärliche belgische und niederländische Offerten waren einstandsbedingt sehr teuer und räumten nicht komplett. Das Geschäft mit Grapefruits verlagerte sich langsam von Importen von der südlichen Hemisphäre auf israelische und türkische. Für französische und abgemindert auch für italienische Artischocken musste infolge fester Eingangsforderungen mehr als bislang gezahlt werden. Belgischer Chicorée vergünstigte sich im Gegensatz zu niederländischem. Italienischer Spinat ergänzte das Angebot. Das Sortiment von Buschbohnen und Stangenbohnen aus Italien, Spanien, Ägypten und Marokko wurde von küchenfertigen Chargen aus Kenia und Zuckererbsen aus Ägypten, gepackt in 250 g Schalen, abgerundet. Steinpilze und Pfifferlinge waren knapp und kosteten viel.
Berlin
Reges Interesse herrschte an italienischen und spanischen Kakis. Die Kurse differierten stark, immer in Abhängigkeit von Größe und Qualität. Die italienischen Produkte wurden zu 2,10 bis 2,80 € je kg und die spanischen zu 1,50 bis 2,30 € je kg verkauft. Wenig Bedarf generierte peruanischer Spargel, der selbst zu 1,75 € je Bund nur zäh räumte.
 


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 42 / 16
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Veröffentlichungsdatum: 27.10.2016

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin