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Sachsen: Erzeugerpreise bleiben fest gestimmt

19. Oktober 2016

Die Preise für rohe und gedämpfte Kartoffeln bleiben unverändert auf dem Niveau der vergangenen Woche. Infolge steigender Rohwarenpreise werden Preiserhöhungen für Schälware erwartet. Die Speisekartoffelernte ist noch nicht beendet. Regional wurden infolge günstiger Niederschlagsverteilung überdurchschnittlich hohe Erträge erzielt. Die Lagerhäuser sind bereits voll. Der Absatz ist schwierig.

Bildquelle: Shutterstock.com Karotffeln
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Mecklenburg - Vorpommern
Im Lebensmitteleinzelhandel und in der Direktvermarktung ab Hof laufen nach wie vor Bevorratungsaktionen, die von den Konsumenten gut angenommen werden. Die Aktionsware wird zumeist auf niedrigem Preisniveau bezogen. Für normale Packware, welche derzeit noch überwiegend direkt vom Acker kommt, werden höhere Erzeugerpreise von bis zu 2 EUR/dt für die nächste Woche anvisiert. Für durchgeschwitzte Lagerware wird ein weiterer Preisanstieg erwartet. Einige Kartoffelproduzenten haben die Speiseernte bereits beenden können. Andernorts wird das Roden von Speiseware noch bis zu 14 Tage erfordern. Die Rodebedingungen sind gut. Die Erträge sind durchschnittlich. Die Qualitäten streuen stark. Vereinzelt tritt Fäulnis auf. Aber auch von Drahtwurmbefall und mechanischen Beschädigungen wird berichtet. Die Schälkartoffelpreise verharren auf Vorwochenniveau.

Brandenburg
Die Speisekartoffelernte ist in einigen Betrieben bereits beendet, andernorts werden die Rodearbeiten noch bis zu zwei Wochen andauern. Auf einigen leichten sandigen Böden sind die späten Sorten im Ertrag stark abgefallen. Dieser liegt infolge der langen Trockenheit deutlich unter dem üblichen Durchschnitt. Die Kartoffeln sind sehr kleinfallend. Die Regenfälle der vergangenen Woche haben inzwischen zu Fäulnisbefall in Bezugsware für die Verpackung geführt. Die Erzeugerpreise bleiben unverändert auf Vorwochenniveau. Für Werbeaktionen, die fast ununterbrochen laufen, wird preiswerte überregionale Ware geordert. Durchgeschwitzte Lagerware ist noch nicht im Angebot. Der Bezug von mehlig kochenden Sorten ist problematisch. Die Preise für Schälware bleiben stabil, vereinzelt werden unter dem Druck der Mitbewerber Preisnachlässe gewährt.

Sachsen - Anhalt
Erst war es zu trocken, nun ist es häufig zu nass zum Roden. Die Erntearbeiten schleppen sich dahin und werden vielerorts noch mindestens 14 Tage andauern. Die ersten Landwirte haben die Kartoffelernte abgeschlossen. Die Erträge fallen regional sehr unterschiedlich aus. Es wird eine durchschnittliche Erntemenge erwartet. Wie sich die Kartoffelqualitäten letztendlich im Lagerungsprozess entwickeln, ist fraglich. Die Erzeugerpreise tendieren fest. Werbeaktionen im Lebensmitteleinzelhandel bringen nicht immer den gewünschten Erfolg. Großgebinde zu Niedrigpreisen werden von den Kunden zunehmend ignoriert. Die Schälkartoffelpreise bleiben überwiegend stabil. Herbstaktionen mit Niedrigpreisen verbreiten Unruhe am Markt. Steigende Rohwarenpreise setzen Zeichen für höhere Schälkartoffelpreise.

Thüringen
Die Einkellerungsaktionen sind zum Teil bereits abgeschlossen. Entsprechend spärlich läuft der nachfolgende Absatz. Andernorts werden nach wie vor insbesondere Großgebinde von 25 kg gut vermarktet. Die Erntearbeiten sind noch nicht zu Ende. Erst war es zu trocken, nun ist es häufig zu nass. So geht das Roden nur langsam voran. Die Kartoffelqualität ist überwiegend gut. Qualitätsminderungen wie Wurm- und Schneckenfraß sind gut auslesbar. Die Erzeugerpreise für Speiseware und auch die Schälkartoffelpreise tendieren stabil auf dem Niveau der Vorwoche.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 19.10.2016

Schlagwörter

Kartoffeln, Marktinformation, Ostdeutschland