Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Deutschland dominierte hauptsächlich mit Elstar, Cox Orange und Boskoop die Szenerie

13. Oktober 2016

Die Bedeutung von Braeburn und Rubinette weitete sich augenscheinlich aus. Die Zuflüsse von Wellant, Honeycrunch und Kanzi verstärkten sich ebenso, wenn auch minimal. Italien schickte speziell Golden Delicious, Royal Gala und Granny Smith. Französische Granny Smith und Royal Gala komplettierten das Angebot. Spärliche Golden Delicious aus Kroatien hatten in München konditionelle Schwächen und generierten daher kaum Zuspruch.

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
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Die Vermarktung verlief spätestens ab Donnerstag ziemlich flott. Meist verbesserte sich die Nachfrage parallel zu der ausgedehnten Verfügbarkeit, sodass man die Forderungen nicht modifizieren musste. Ab und an versuchten die Verkäufer, mithilfe von Vergünstigungen das Interesse zu stimulieren, was sich positiv auf den Absatz auswirkte. In Köln kletterten die Kurse für einheimische Berlepsch auf bis zu 2,80 € je kg, da die Anlieferungen knapp waren. In Hamburg überzeugten inländische Elstar    geschmacklich nicht immer, was sich aber nicht auf die Notierungen niederschlug.

Tafeltrauben
Wie zuvor standen italienische Italia, türkische Sultana und griechische Thompson Seedless an der Spitze der Warenpalette. Italien beteiligte sich außerdem mit zahlreichen anderen Sorten, darunter Michele Palieri, Crimson Seedless und Red Globe, am Geschehen. Französische Alphonse Lavallée, spanische Sugraone und türkische Crimson Seedless ergänzten es. Die Versorgung schränkte sich leicht ein, insbesondere griechische Thompson Seedless verloren erkennbar an Wichtigkeit. Trotzdem genügten die Abladungen, um den Bedarf zu decken, sodass sich hinsichtlich der Bewertungen keine wesentlichen Ver- änderungen ergaben. In Hamburg zeigten sich manche Offerten mit Mängeln bezüglich ihrer Haltbarkeit; in diesen Fällen mussten die Händler die bisherigen Aufrufe senken. In Frankfurt verteuerten sich türkische Sultana hingegen etwas. In München wies diese Varietät eine recht große Preisspanne auf, was auf unterschiedlichen Kalibern und Qualitäten fußte. Dasselbe war in der Hansestadt bei griechischen Thompson Seedless zu beobachten.

Kiwis
Neuseeländische Importe herrschten vor; italienische und chilenische Chargen komplettierten in kleinem Umfang das Sortiment. Die Versorgung wurde hinreichend an die Unterbringungsmöglichkeiten angepasst, sodass sich die Kurse nicht wesentlich bewegten. Hier und da verbilligten die Verkäufer speziell die italienischen Produkte; sie erhofften sich von dieser Maßnahme mehr Schwung für die Vermarktung. Lediglich in Hamburg verteuerten sich die neuseeländischen Offerten etwas.

Zitronen
Neben den dominierenden spanischen, argentinischen und südafrikanischen Partien konnte auf einigen Plätzen auch auf Anlieferungen aus der Türkei, Chile und Uruguay zugegriffen werden. Aus Spanien stammten verstärkt auftretende neuerntige Primofiori, deren Preisspanne sich mancherorts ausweitete. Wegen einer abgeschwächten Nachfrage bröckelten die Notierungen generell ab; in Frankfurt sanken sie recht kräftig. In Hamburg wiesen die Abladungen aus Übersee konditionelle Probleme auf, was sich negativ auf deren Bewertungen auswirkte. Allein in Berlin wurden die Aufrufe für türkische Früchte erhöht, da diese nicht bedarfsdeckend bereitgestellt werden konnten.

Bananen
Die Verfügbarkeit passte man für gewöhnlich an das kontinuierliche Interesse an. Infolgedessen veränderten sich die Kurse nicht gravierend. Lediglich in München stiegen sie aufgrund verbesserter Unterbringungsmöglichkeiten. In Frankfurt hatten es Drittmarken schwer, Beachtung zu generieren, obwohl sie recht günstig waren.

Tomaten
Die Verfügbarkeit des inländischen Sortimentes schränkte sich zusehends ein, ebenso die Zufuhren aus der Beneluxregion. Die Anlieferungen aus Spanien weiteten sich unterdessen nicht wesentlich aus. Es tat sich also eine Lücke auf, die nicht völlig gefüllt werden konnte. Trotz eines stagnierenden Handels etablierten sich aufgrund eines nicht immer hinlänglich zu deckenden Bedarfs für gewöhnlich Verteuerungen. Manchmal basierten diese zudem auf angehobenen Einständen wie z. B. bei belgischer Ware. Insbesondere einheimische Partien wurden mengeninduziert höher aufgerufen als bisher. In München behaupteten sich die Forderungen der Vorwoche. Spanische Runde Tomaten kosteten in Frankfurt so viel wie niederländische, in Hamburg waren sie hingegen merklich billiger als diese. In Köln gewann die Vermarktung erst am Freitag genügend Schwung, um die Preise nach oben zu treiben.

Blumenkohl
Die den Markt bestimmenden ausgedehnten inländischen Zuflüsse wurden durch zuweilen angewachsene belgische ergänzt. Die verdichtete Versorgung traf auf eine verhaltene Nachfrage. Die Notierungen bewegten sich fast einheitlich nach unten. Ausschließlich in München verharrten sie kompromisslos auf dem bisherigen Niveau, da hier die Abnahme befriedigte und die Qualität der Offerten zu überzeugen wusste. Kleine Partien bunter Varietäten aus Frankreich wurden schnell geräumt. Der verwandte grüne Romanesco stammte aus einheimischer Kultur.

Salat
Auch wenn sich die Mengen von Eissalat marginal einschränkten, reichte die Verfügbarkeit problemlos aus, um den Bedarf hinlänglich zu decken. Manchmal hatte sich sogar ein leichter Angebotsdruck aufgebaut. Die Bewertungen schwankten in Anbindung an Frische der Ware und Zugriff der Kunden in einer relativ starren Spanne. Nur in München tendierten sie aufgrund begrenzter Zugänge nach oben. Deutscher Kopfsalat musste sich kontinuierlich belgischer Konkurrenz stellen. Zum einen war das Maß von Zu- und Abfuhr recht ausgeglichen. Das bewirkte konstante Forderungen. Zum anderen zeichneten sich durch einen schleppenden Vertrieb Überhänge ab. Dies mündete unweigerlich in Vergünstigungen. Die einheimischen Bunten Salate erfreuten sich eines steten Handels. Ihre Preise veränderten sich daher kaum. Sie zeigten bei einer glatten Unterbringung überdies einen Trend nach oben. Die niedrigeren Temperaturen initiierten einen verstärkten Absatz bei monopolartig aus Deutschland angelieferten Endivien sowie bei inländischem und belgischem Feldsalat. Beide konnten sich verschiedentlich verteuern.

Gurken
Niederländische und deutsche Früchte prägten das Geschäft mit Schlangengurken. Belgische und spanische Importe komplettierten es. Während sich die Zuflüsse aus dem Beneluxraum ein wenig verringerten, expandierten die Abladungen aus Spanien bloß unbeträchtlich. Ungeachtet eines unaufgeregten Verkaufes konnten die vorrangig stabilen Kurse zum Freitag hin oftmals nach oben klettern. Neben den dominierenden Chargen an Minigurken aus Deutschland gab es welche aus den Niederlanden. Türkische Produkte waren zum Anfang der KW alleinig in Berlin zu finden. Hinsichtlich der Notierungen konnte generell keine große Bewegung ausgemacht werden. Ausschließlich in Köln und Hamburg stiegen diese jedoch sukzessive an.

Gemüsepaprika
Die Bereitstellung niederländischer Chargen fiel kontinuierlich reichlich, wenn auch nicht mehr ganz so üppig aus. Die Importe aus Spanien wuchsen leicht an. Polen komplettierte wie Belgien und Ungarn im rückläufigen Maß das Angebot. Die Intensität der Versorgung überstieg somit die des sich beruhigenden Interesses. In der Folge sanken meistens für sämtliche Farbgruppen die Kurse. Bloß verschiedentlich blieben sie für grüne, noch seltener generell für spanische Früchte auf einem nahezu unveränderten Niveau. Die Vergünstigungen beschleunigten erfreulicherweise zuweilen den Verkauf. Die Zuflüsse aus der Türkei sowie äußerst spärlich aus Marokko notierten bei einer ausgewogenen Order in der Regel relativ konstant. Inländische Offerten spielten einzig in München eine kleine, unbedeutender werdende Rolle. 

Zwiebeln
Gemüsezwiebeln gelangten ausschließlich aus der spanischen Erzeugung in den Handel. Die Dosierung der Abladungen harmonierte für gewöhnlich mit dem Grad der Unterbringungsmöglichkeiten. Die Vertreiber konnten ihre Aufrufe daher auf einem vorrangig stabilen oder lediglich wenig modifizierten Level fixieren. Punktuell zeichneten sich unterdessen Überhänge ab, die man durch niedrigere Bewertungen zu entschärfen versuchte. Haushaltsware ging monopolartig aus deutscher Ernte zu. Örtlich rundeten österreichische Ergänzungen und marginal ausgedehnte italienische Zufuhren die Vermarktung ab. Eine genü- gende Aufnahme sicherte fast überall dauerhafte Forderungen. In Frankfurt musste man die Produkte jedoch etwas billiger abgeben, da hier die Verfügbarkeit der Partien die unaufgeregte Nachfrage merklich überragte.
 


Weitere Informationen
Frankfurt
Das mittlerweile überschaubare Beerenangebot wurde mit italienischen und spanischen Brombeeren und Himbeeren zu 2,- € je 125 g komplettiert. Abgesehen von den reichlicher werdenden Abladungen von Clementinen und Satsumas trafen inzwischen spanische Mandarinen sowie Clementinen in 2,5-kgSteigen zu 3,50 € ein. Italien stieg mit größeren Mengen Satsumas, Myagawa, in das Geschäft mit kleinfruchtigen Zitrusfrüchten ein. Ein deutlicher Zuwachs der Bereitstellung italienischer und spanischer Kakis ließ die Preise purzeln. Neben Walnüssen und Haselnüssen traten französische Maronen in Erscheinung. Die in 5-kg-Holzkisten aufgemachten Esskastanien sollten 6,50 bis 7,- € je kg kosten. Buschbohnen und Stangenbohnen wurden knapper und damit teurer; sie stammten noch immer nur aus einheimischem Anbau. Günstige italienische Auberginen fanden schnell Käufer. Glatte Petersilie aus Italien war ab Donnerstag zu 7,- € je 5 kg zu haben.
Hamburg
Neue spanische Kakis wurden zu 8,- bis 11,- € je 5 kg mit 22 bis 30 Stück veräußert. Rote Pomelos aus Israel generierten zu 14,- € je 9er-Sortierung eine freundliche Beachtung. Für erste Clementinen aus Spanien bezahlte man 15,50 € je 10-kg-Steige.
Köln
Die nahenden Herbstferien in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz waren am Wochenende bereits deutlich zu spüren. Übersichtliche Erdbeeren aus dem Inland und den Niederlanden reichten aus, um das Interesse zu stillen. Das Geschäft mit Himbeeren, Johannisbeeren und Brombeeren verlief eher schleppend. Befriedigend gestaltete sich die Unterbringung von Kürbissen aller Variationen. Weiterhin sehr zurückhaltend war die aufnehmende Hand bei Rosenkohl.
München
Bei Orangen ergänzten argentinische und brasilianische Valencia Late die von südafrikanischen Abladungen dominierte Warenpalette. Die Preise kletterten aufwärts, da sich der Kundenzugriff intensivierte. Das Angebot von Erdbeeren schränkte sich kontinuierlich ein. Bayerische und niederrheinische Offerten zeigten sich am gefälligsten und verzeichneten die höchsten Notierungen. Niederländische Produkte waren überschaubar; belgische standen genügend zur Verfügung und kosteten in etwa so viel wie zuvor. Das herbstliche Wetter zog eine Verbesserung der Absatzmengen von Ananas nach sich, festere Forderungen wurden akzeptiert. Mit den niedrigeren Temperaturen erwachte, wenn auch noch recht zaghaft, die Nachfrage nach kleinfruchtigen Zitrusfrüchten wie Mandarinen und Clementinen. Rosenkohl wurde wegen der kühleren Jahreszeit immer beliebter; den Bedarf deckten niederländische und belgische Importe. Kräuter stammten meist aus Deutschland. Salicornia aus Israel, ein Salzkraut, welches in der gehobenen Fischküche verwendet wird, wurde zu 12,- € je kg gehandelt. Steinpilze aus Osteuropa verkaufte man zu 25,- € je kg und die letzten Partien aus dem Inland zu 30,- € je kg. Für Trüffel sollten 180,- € je kg gezahlt werden.
Berlin
Der Zuspruch für südafrikanische Orangen stieg im Wochenverlauf an. Da die Zufuhren nicht ausreichten, um das Interesse zu stillen, verteuerten sich die Chargen. Für Valencia Late mussten ca.16,- € je 15-kg-Karton angelegt werden. Andere Sorten wurden schwächer bewertet. 
 


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 40 / 16
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Veröffentlichungsdatum: 13.10.2016

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin