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EU sieht türkische Zitronen infolge von Pestizidrückständen als ein Risiko

06. Oktober 2016

Die europäischen Abnehmer sollten dieses potentielle Risiko von türkischen Zitronen bedenken, berichtete Ailimpo. Die  Mitgliedsstaaten der Europäischen Kommission entschieden im März 2016, türkische Zitronen in Annex 1 der Verordnung (EC) Nr. 669/2009 aufzunehmen, da sie wegen der Präsenz von Pestizidrückständen ein Risikoprodukt sind.

Bildquelle: Shutterstock.com Zitronen
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Aus diesem Grund sollen türkische Zitronen, die seit Anfang der Saison 2016/17 in die EU importiert werden, besonderen Kontrollen unterliegen und durch Kontrollen europäischer Behörden verstärkt werden, einschließlich Laboranalysen.

rasffProdukte in dieser Liste werden periodisch überprüft. Dabei stellt die Einführung der Regelung die Mitteilungen des Schnellwarnsystems der EU (RASFF) in Rechnung.

Die Aufnahme türkischer Zitronen in diese Liste von Risikoprodukten ergab sich infolge der Entdeckung von 10 Lieferungen mit Rückständen von Biphenyl, wobei die Analyse eine Präsenz von bis zu 8,56 mg/kg bestätigte, während die EU-Regelungen für diese Substand Maximale Rückstandsgrenzen (MRL) für Zitronen von 0,01 mg/kg festlegen, berichtete Ailimpo.

Zudem bestätigten aufeinanderfolgende Berichte von dem Lebensmittel- und Veterinäramt der EU (FVO) 2009, 2010, 2011 und 2013 wiederholt Defizite in dem offiziellen türkischen Kontrollsystem bei der Vermarktung und Verwendung von Pflanzenschutzprodukten, von denen viele in der EU verboten sind.

Auch der letzte Bericht von dem USDA, der 2015 über die Zitrusindustrie der Türkei veröffentlicht wurde, bestätigt, dass die großen Herausforderungen der Zitrusexporteure in der Türkei eben diese hohe Präsenz von Pestizidrückständen sowohl vor als auch nach der Ernte war.

Quelle: Ailimpo

Veröffentlichungsdatum: 06.10.2016

Schlagwörter

EU, Türkei, Zitronen, Pestizidrückständen, Risiko, fruchthandel