Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Türkische Sultana, griechische Thompson Seedless und italienische Italia bestimmten das Geschäft

06. Oktober 2016

Italien stellte daneben unter anderem Michele Palieri, Red Globe und Crimson Seedless bereit. Die Präsenz von Victoria nahm beständig ab.

Bildquelle: Shutterstock.com Tafeltrauben
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Frankreich beteiligte sich speziell mit Alphonse Lavallée und Spanien mit Crimson Seedless am regen Treiben. Die Versorgung wuchs an und überragte mancherorts die Unterbringungsmöglichkeiten. Daher wiesen die Notierungen häufig einen abschüssigen Trend auf, was sich wiederum positiv auf den Absatz auswirkte. Hinsichtlich der Qualität waren kaum Mängel auszumachen: Optisch, geschmacklich und konditionell überzeugten die meisten Offerten, was das Interesse ebenso stimulierte. 

Äpfel
Deutschland prägte mit zahlreichen Varietäten die Szenerie: Elstar, Boskoop und Cox Orange dominierten. Erste Berlepsch kosteten in Frankfurt 1,50 € je kg. In München tauchten Topaz auf, die das Sortiment komplettierten. Aus Italien kamen speziell Golden Delicious, Royal Gala und Granny Smith. Frankreich schickte Granny Smith und Royal Gala; die Präsenz von Braeburn weitete sich aus. Obwohl sich das Interesse leicht verbessert hatte, überragte die ausgedehnte Verfügbarkeit verschiedentlich die Unterbringungsmöglichkeiten. Daher mussten vor allem die inländischen Chargen hier und da mit Vergünstigungen verkauft werden. Hauptsächlich für die kleineren Kaliber wurden die Bewertungen gesenkt. Aus Übersee gab es nur noch spärliche Mengen; Pink Lady und Braeburn aus Neuseeland und Chile verloren kontinuierlich an Wichtigkeit und stießen kaum auf Beachtung.

Birnen
Italien hatte das Geschehen fest im Griff: Vorneweg befanden sich Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ an der Spitze der Warenpalette, Boscs Flaschenbirne folgten nach. Aus Deutschland stammten vorrangig Williams Christ, Conference und Alexander Lucas. Spanische und französische Williams Christ sowie niederländische Conference und Gellert rundeten die Vermarktung ab. Aufgrund bedarfsgerechter Anlieferungen und eines insbesondere vor dem Wochenschluss stetigen Handels bestätigten die Kurse oftmals ihr bisheriges Niveau. Lediglich für Früchte mit geringem Durchmesser mussten Verbilligungen gewährt werden. Bloß in Köln generierte das gesamte Angebot trotz ansprechender Güte selten genügend Nachfrage. Türkische Santa Maria verteuerten sich in Hamburg auf maximal 1,65 € je kg. 

Erdbeeren
Das Saisonende rückt näher, es gab bloß noch überschaubare Abladungen. Einheimische Partien dominierten dabei, niederländische, belgische und polnische ergänzten mit kleinen Mengen. Trotz nur geringer Zufuhren fiel ab und an die Verfügbarkeit zu üppig aus, sodass eine Räumung nicht immer gelang. Selbst gewährte Vergünstigungen ließen die Kunden nicht intensiver zugreifen. In München konnte die untere Preisgrenze minimal angehoben werden, da sich die Güte der Produkte leicht verbessert hatte.

Pfirsiche und Nektarinen
Die Kampagne näherte sich ihrem Schlusspunkt: Sowohl Nachfrage als auch Anlieferungen schränkten sich spürbar ein. Da sich beides in etwa die Waage hielt, verharrten die Bewertungen auf bisherigem Niveau. Lediglich für qualitativ mangelbehaftete Ware mussten die Verkäufer die Aufrufe gesenkt werden. Versorgt wurden die Märkte mit Chargen aus Spanien, Italien und Frankreich.

Kiwis
Im Vergleich zur Vorwoche hatte sich nicht viel verändert: Dominierend traten die neuseeländischen Importe auf, flankiert von italienischen und chilenischen Offerten. Die Früchte aus Italien überzeugten hinsichtlich ihrer Güte nicht restlos, daher beachtete man sie nur ruhig. Da die Verfügbarkeit hinreichend mit dem steten Interesse harmonierte, gerieten die Notierungen nicht wesentlich in Bewegung.

Zitronen
Die Präsenz spanischer Partien wuchs deutlich an. Außerdem standen vorherrschend argentinische und südafrikanische Abladungen parat. Produkte aus Chile, der Türkei, Uruguay und Griechenland ergänzten; die aus Italien waren meist mit Blatt aufgemacht. In Frankfurt trafen albanische Chargen ein, die selbst zu 15,- € je 8 kg kaum auf Zuspruch stießen. Generell mussten die Preise infolge der ausgedehnten Bereitstellung nach unten korrigiert werden, wenn man eine Räumung erzielen wollte.

Bananen
Den Markt prägte ein ruhiges Geschäft. Die Versorgung war ausreichend, bloß punktuell begrenzte sich die Zufuhr von Drittmarken. Man hatte in der Regel das Angebot genügend auf die Nachfrage abgestimmt. Die Bewertungen verharrten daher für gewöhnlich auf einem stabilen Level. Ausschließ- lich in Köln konnten vereinzelt die Forderungen für Zweit- oder Drittmarken angehoben werden.

Blumenkohl
Die deutlich vorherrschenden inländischen Produkte wurden in überschaubarem Umfang aus Belgien ergänzt. Die Verfügbarkeit hatte sich ein wenig ausgedehnt. Das Interesse verbesserte sich zwar, doch die warme Witterung verhinderte wirklich befriedigende Platzierungen. Mit etwas Glück konnte man die Preise konstant halten, meistens sackten diese nämlich ab. Wollten die Händler ihre Aufrufe wegen des minimal gesteigerten Absatzes erhöhen, so war dies nicht von langer Dauer und sie mussten auf das ursprüngliche, kundenfreundlichere Niveau zurückgehen. Frankreich sendete übersichtliche Mengen an bunten Offerten.

Gurken
Das näher rückende Saisonende von mitteleuropäischen Schlangengurken machte sich bemerkbar. Die vorherrschende Ware aus inländischen Kulturen verringerte sich ebenso wie die aus der Beneluxregion. Sporadisch traten französische Importe auf. Spanien versuchte verstärkt Fuß zu fassen, doch die Güte der Produkte vermochte weiterhin nicht wirklich zu imponieren. Teils war die Versorgung ausgeglichen, teils konnte das Interesse nicht völlig gestillt werden. So erklärte sich auch die Bandbreite der Notierungen von stabil bis einmalig oder sukzessive anziehend. Kraft des ungenügenden Zugriffs brauchten die Kunden für die spanischen folierten Artikel kaum mehr zu bezahlen, eher weniger. Das Geschäft mit Minigurken prägten einheimische und niederländische Chargen. Türkische Partien spielten eine untergeordnete Rolle in Berlin und München.

Tomaten
Rispentomaten und Runde Tomaten aus den Niederlanden, Belgien und Deutschland demonstrierten ein ambivalentes Verhalten. Einerseits verzeichneten sie Kursgewinne wegen übersichtlicher Bereitstellung oder hervorragender Qualität, andererseits verbilligten sie sich infolge drängender Mengen, die zu schleppend abgenommen wurden. Bei zu weichen Früchten benötigten die Händler eine entsprechende Kompromissfähigkeit. Französische Offerten in 10-kg-Steigen rundeten das Angebot ab. Fleischtomaten stammten hauptsächlich aus Belgien und den Niederlanden. Spanische Abladungen tauchten in Frankfurt nur punktuell auf. Aufgrund unzulänglicher Beachtung sanken in diesem Sektor die Preise überwiegend ab. Das änderte sich spätestens am Freitag, wo ihnen oft einen Sprung nach oben gelang. Der Verkauf von Kirschtomaten basierte vorrangig auf niederländischen, italienischen und einheimischen Anlieferungen. Bei einer befriedigenden Umschlagsgeschwindigkeit erfreuten sich die Bewertungen einer gewissen Konstanz, die recht häufig in einem ansteigenden Trend mündete.

Gemüsepaprika
Die spanischen Zuflüsse hatten sich zwar ausgeweitet, aber nicht über die Maßen, sodass die niederländischen Importe fortlaufend vorherrschten. Die Präsenz der belgischen Chargen variierte kaum, die der polnischen und ungarischen verringert sich marginal. Italien startete in spärlichem Umfang in die Kampagne. Die Notierungen zeigten ein sehr uneinheitliches Bild. Unter vielen Schwankungen neigten sie generell zu Schwäche. Nach diversen Hochs sackten sie für gewöhnlich wieder ab. Je nach Markt und Herkunft der Partien tendierten entgegen der allgemeinen Entwicklung jeweils einzelne Farben verstärkt nach oben, gemeinhin erst am Freitag. Bei einigen Erzeugnissen wie z. B. aus der Türkei oder aus Deutschland blieben die Aufrufe der Vertreiber durchaus auch stabil. Polnische und spanische Produkte lockten die Kunden an, da sie erheblich günstiger als die Konkurrenz aus dem Beneluxraum waren. Dass ihre organoleptischen Merkmale unterdessen nicht immer ausreichten, schien dabei keine große Rolle zu spielen.

Zwiebeln
Ausschließlich aus Spanien wurden Gemüsezwiebeln angeliefert; in einem Rahmen, der zu dem unaufgeregten Interesse passte. Daher verharrten die Bewertungen auf einem recht konstanten Niveau. Lediglich in München konnten sie sich ein wenig befestigten. Die Versorgung mit einheimischer Haushaltsware wuchs erkennbar an. Bei meist genügender Nachfrage tätigten die Händler ihre Geschäfte zu den bisherigen Bedingungen. Bloß in Berlin mündeten die verdichteten Mengen in stufenweisen Verbilligungen. Örtlich musste wegen intensiveren Zugriffs etwas mehr bezahlt werden. Auf manchen Plätzen komplettierten niederländische oder italienische und österreichische Abladungen das Sortiment. 
 


Weitere Informationen
Frankfurt
Verstärkt wurden kleine Zitrusfrüchte zugeführt. So waren neben Satsumas wie Okitsu und Iwasaki aus Spanien sowie Mandarinen wie Nadorcott, Mor, Or, und Orri aus Argentinien, Peru und Südafrika ab Donnerstag Clementinen der Varietät Clemenrubi aus Spanien vorrätig. Im Wochenverlauf beobachtete man eine deutliche Zunahme des Angebotes an Granatäpfeln aus der Türkei. Sie kosteten je nach Kaliber 1,80 bis 2,20 € je kg. Die ersten Halloween-Kürbisse flossen ab Montag zu. Während die in Großboxen aufgemachten Offerten zu einem Stückpreis von 2,50 bis 3,- € veräußert wurden, sollten im Einzelverkauf bis zu 5,50 € ausgegeben werden. Bemalte Exemplare brachten zwischen 7,- und 17,50 € je Stück. Pfifferlinge waren durchaus reichlich, aber bedarfsorientiert zu 7,50 bis 11,- € je kg verfügbar. Steinpilze hingegen musste man am Montag suchen, sodass hier der Kurs auf 35,- € je kg kletterte.
Hamburg
Niederländischer Rosenkohl wurde zu 7,- bis 7,75 € je 5 kg abgewickelt. Wegen der günstigen spanischen Zucchini zu 3,75 bis 4,- € je 5 kg gerieten die letzten Erntegänge an deutscher Ware unter Druck. Auberginen aus Spanien waren zu niedrigen Einständen von 7,- bis 7,50 € je 5 kg, die aus dem Beneluxraum zu Konditionen von 9,- bis 9,75 € je 5 kg zu haben. Erste lose Möhren aus Italien riefen die Händler mit 0,56 € je kg auf. Rotkohl aus dem regionalen Anbau startete schwach in die Saison zu 0,35 € je kg, Weißkohl zu 0,25 € je kg.
Köln
Hauptsächlich aus spanischen Kulturen stammende Kakis wurden zumindest zum Wochenende hin in größeren Mengen bereitgestellt und sie waren auch recht flott absetzbar. Die Bewertungen von Chicorée aus Belgien befestigten sich zum Freitag hin.
München
Erste spanische als Clemenrubi bezeichnete Clementinen trafen ein. Für diese wie für die spanischen Satsumas Okitsu und Iwasaki bestand aufgrund des spätsommerlichen Wetters eher wenig Interesse, für letztere zudem wegen erkennbarer Entgrünungsschäden. Das Geschäft mit Orangen gestaltete sich witterungsbedingt kontinuierlich schwierig. Qualitativ ansprechende Ware aus Südafrika, Argentinien und Brasilien notierte anhaltend stabil. Für die rasch zunehmenden Importe an spanischen Kakis gaben die Preise deutlich nach. Erste türkische und griechische Quitten ergänzten das von bislang spärlichen inländischen und französischen Offerten bestückte Sortiment. Chicorée wurde zu anziehenden Kursen vermarktet. Inländische Auberginen waren nur noch in kleinem Umfang vertreten. Spanische Zucchini substituierten stagnierende inländische Zuflüsse. Artischocken schickte Italien. Neben minimalen Zufuhren an belgischem Rosenkohl wurden niederländische Erzeugnisse umgeschlagen. Stangensellerie und Brokkoli aus Spanien machten sich bemerkbar. Steinpilze blieben knapp und teuer.
Berlin
Orangen waren weiterhin in geringen Maßen aus Südafrika verfügbar. Sie wurden konstant nachgefragt und die Händler riefen 15,- bis 15,50 € je 15-kg-Karton auf. Erste italienische Zucchini zum Wochenende hin generierten zu Bewertungen von 0,75 € je kg kaum Bedarf. 
 


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 39 / 16
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Veröffentlichungsdatum: 06.10.2016

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin