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BioRegio Bayern 2020: Positive Halbzeitbilanz

04. Oktober 2016

Es ist der Bayerische Weg hin zu einer ökologischen Landwirtschaft der Zukunft: Vor vier Jahren wurde auf dem Zentral-Landwirtschaftsfest die Initiative der bayerischen Staatsregierung BioRegio Bayern 2020 der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Auf dem diesjährigen Zentral-Landwirtschaftsfest (ZLF) zieht Josef Wetzstein, Vorsitzender der Landesvereinigung für den ökologischen Landbau in Bayern (LVÖ), eine positive Halbzeitbilanz.

Bildquelle: Shutterstock.com Bio
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"In den letzten vier Jahren wurden entscheidende Impulse für die Weiterentwicklung des ökologischen Landbaus in Bayern gesetzt. Das Erreichte muss jetzt nachhaltig und unumkehrbar fortgesetzt werden. Die Ausweitung des ökologischen Landbaus in Bayern muss auch weiterhin durch strukturelle Maßnahmen in den Bereichen Förderung, Beratung, Aus- und Weiterbildung, Forschung und Marketing forciert werden".

Funktionierende Wertschöpfungsketten und Strukturen sind Grundlage für regionales Bio

BioRegio Bayern 2020: Positive Halbzeitbilanz

"Die Marktentwicklung ist das Entscheidende für die positive Weiterentwicklung des Ökolandbaus. Wir brauchen funktionierende Wertschöpfungsketten zwischen Erzeugern, Verarbeitern und Vermarktern. Um heimischen Bioprodukten den Marktzugang zu erleichtern, müssen die Verarbeitungs- und Vermarktungsstrukturen kontinuierlich ausgebaut werden. Dafür muss auch etwas getan werden, hier müssen die richtigen Rahmenbedingungen gesetzt werden", so LVÖ-Vorsitzender Josef Wetzstein.

Wichtige strukturelle Veränderungen in den letzten vier Jahren angegangen

Genau hier setzt die Initiative BioRegio Bayern 2020 an: Die bayerische Landesregierung hat mit einem ganzheitlichen Maßnahmenpaket bereits Vieles angestoßen. Um die ökologische Land- und Lebensmittelwirtschaft zu stärken, werden seit 2013 verschiedene Maßnahmen in der Aus- und Weiterbildung, Beratung, Forschung, in der Förderung und im Marketing wichtige Elemente. "Diese ganzheitlichen Maßnahmen zusammen bilden einen guten Rückenwind für die Entwicklung des Ökolandbaus", so Wetzstein.

Der Ökolandbau bietet Landwirten konkrete Zukunftsvisionen

Marktbeobachter sind sich sicher: Die Nachfrage nach Bio nimmt weiterhin zu. Das Bio-Marktwachstum hat weiteres Potential. "Die anhaltend gute Marktnachfrage, gute und stabile Erzeugerpreise, partnerschaftliche Kooperationen entlang der Wertschöpfungsketten – die ökologische Landwirtschaft bietet vielen Landwirten konkrete Zukunftsperspektiven", ist Josef Wetzstein überzeugt. Die rund 1.500 Neu-Umsteller in den letzten beiden Jahren stehen hier für sich. Die Ökoproduktion schafft zudem Arbeitsplätze in der Verarbeitung und im Handel.

Gute und konstruktive Zusammenarbeit weiter fortführen

"Wir blicken im Rahmen der Initiative BioRegio Bayern 2020 auf eine vierjährige Zusammenarbeit mit dem Landwirtschaftsministerium zurück, die viel bewirkt hat. Wir haben das Ziel gemeinsam klar vor Augen. Die enge und erfolgreiche Zusammenarbeit mit dem Ministerium werden wir auch zukünftig weiter fortsetzen," so Josef Wetzstein.

"Der Ökolandbau muss auch weiterhin ein Schwerpunkt der bayerischen Agrar- und Förderpolitik bleiben. Die Ausweitung des ökologischen Landbaus in Bayern muss auch weiterhin durch strukturelle Maßnahmen in den Bereichen Förderung, Beratung, Aus- und Weiterbildung, Forschung und Marketing forciert werden", so Josef Wetzstein.

Nächster Schritt: Ausdehnung der Akteure – breiter Gesellschaftspakt!

Zukünftig müssen Biolebensmittel und Ökoproduktion auch verstärkt von anderen Ressorts (zum Beispiel Kultur, Wirtschaft, Umwelt und Gesundheit) bearbeitet werden. "Hierzu wollen wir den Gesellschaftspakt für den Ökolandbau – eine Art Runder Tisch mit interessierten Verbänden und Organisationen - weiter vorantreiben. Hierin bekennen sich Staat, Handel, Ernährungswirtschaft und Verbände klar zum Ökolandbau und unterstützen ihn konkret. Hier wollen wir noch mehr Mitstreiter gewinnen – aus der ganzen Bandbreite der Gesellschaft," so Wetzstein.

Quelle: oekolandbau.de

Veröffentlichungsdatum: 04.10.2016

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BioRegio Bayern, Halbzeitbilanz, Bio