Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Der Markt war fest in der Hand der inländischen Äpfel

29. September 2016

Elstar und Boskoop hatten die Führung übernommen. Delbarestivale und Co verloren, Cox Orange und Holsteiner Cox gewannen an Präsenz. Rubens trafen in loser Aufmachung ein. Der Umfang an italienischer Ware verstärkte sich.

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
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Die drei Klassiker Royal Gala, Golden Delicious und Granny Smith prägten diesen Sektor. Braeburn startete in die Saison. Die Importe von Red Chief wuchsen an. Bei vereinzelten Chargen wurde Stippigkeit bemängelt. Frankreich schickte neben den etablierten Sorten wie Granny Smith und Royal Gala erstmals Honnycrunch mit Kaliber 80/85 mm in 7-kg-Kartons. Abladungen aus Übersee hatten nur noch marginale Bedeutung. Die Unterbringung insgesamt verlief für gewöhnlich in ruhigen Bahnen. Bei hinlänglicher Beachtung konnten sich die Kurse manchmal auf einem konstanten Level halten. Ihr Trend zeigte aber unmissverständlich nach unten, da sich die Versorgung erkennbar ausgeweitet hatte und den Bedarf augenscheinlich überstieg.

Birnen
Die italienischen Anlieferungen bestimmten den Vertrieb. Abate Fetel, Santa Maria und Williams Christ überwogen. Die deutschen Angebote an Williams Christ, Conference und Alexander Lucas expandierten, die von Clapps Liebling verringerten sich. Die Kampagne von Boscs Flaschenbirne begann mit italienischen und einheimischen Partien. Die Niederlande beteiligten sich mit Conference, Gute Luise und Gellert am Geschehen. Santa Maria aus der Türkei hatten sich örtlich aus dem Geschäft verabschiedet. Williams Christ und Rosemarie aus Spanien interessierten kaum. Das Maß der Zuflüsse harmonierte meistens mit dem der unaufgeregten Order. Die Forderungen unterlagen somit normalerweise keinen wesentlichen Modifikationen.

Erdbeeren
Der Handel mit den einheimischen Offerten ermüdete allmählich. Der Konkurrenz, überschaubar aus den Niederlanden und spärlich aus Belgien, erging es ebenso. Selbst zum Wochenende hin intensivierte sich die Aufnahme bloß ein wenig. Manche sahen sich gezwungen, die Bewertungen zu reduzieren, zumal ab und an Überhänge eine glatte Räumung verhinderten. Aufgrund der sich begrenzenden Verfügbarkeit tendierten die Kurse in der Regel zunächst nach oben. Sie schwächten sich in der Folge zum Freitag hin häufig wieder ab wegen eines ungenügenden Zugriffs. Inländische Standarderzeugnisse kosteten bei schnellerem Absatz bis zu 2,- €, hervorragende Qualität bis zu 2,60 € je 500-g- Schälchen. Aufrufe von bis zu 3,- € je 500 g verzögerten den Umschlag niederländischer Chargen. Kleine belgische Importe verbilligten sich.

Pfirsiche und Nektarinen
Mit schnellen Schritten näherte sich der Abschluss der Kampagne. Die Abladungen aus Spanien und Italien sowie aus Frankreich verringerten sich. Für gewöhnlich resultieren daraus ansteigende Notierungen. Doch parallel zu der eingeschränkten Versorgung hatte sich auch das Interesse vermindert. Also mussten die Vertreiber ihre Forderungen auf bisherigem Niveau belassen.

Pflaumen
Hauszwetschge und Presenta stellten den Hauptteil des Angebotes deutschen Ursprungs. Diverse Formen von Top sowie Elena verloren ähnlich wie President an Bedeutung. Die Zuflüsse aus Tschechien und Polen reduzierten sich. Italienische Stanley ergänzten. Die überschaubar verfügbaren Produkte begegneten einer flotten Nachfrage. Die Bewertungen verharrten fortlaufend auf einem hohen Level. Sie strebten erkennbar nach oben bei Kultivaren mit offensichtlich begrenzten Mengen. Bei abschwächender Güte zeigten sich die Händler kompromissfähig. Osteuropäischen Früchte punkteten, da sie recht günstig verkauft wurden. Italienische und spanische Susinen gab man meistens zu unveränderten Kursen ab.

Kiwis
Nach wie vor beherrschten die neuseeländischen Abladungen den Markt. Die Importe von italienischen Greenlight wuchsen unterdessen spürbar an. Obwohl sich ihre organoleptischen Merkmale verbessert hatten, vermochten sie immer noch nicht sämtliche Kunden zu überzeugen. In verringertem Umfang trafen chilenische Partien ein. Generell orientierten sich die Zufuhren am Bedarf. Die Notierungen bewegten sich ohne große Varianz in den bisherigen Spannen. Selbst die verstärkt zugehenden italienischen Chargen waren kaum billiger als in der Vorwoche.

Zitronen
Mit nahezu unveränderter Präsenz dominierten überseeische Offerten den Handel. Tonangebende argentinische und südafrikanische Früchte wurden durch chilenische und uruguayische ergänzt. Die Zuflüsse an Verna und vor allem an Primofiori aus Spanien verdichteten sich. Aus der Türkei kamen neben den etablierten Meyer-Zitronen inzwischen Enterdonato. Wenngleich man häufig versuchte, die Bereitstellung an die Unterbringungsmöglichkeiten anzupassen, die Bewertungen sackten trotzdem überwiegend ab, da sich die Versorgung am Platz derart ausgedehnt hatte, dass Überhänge drohten. Zudem zwangen Qualitätsunsicherheiten bei der Überseeware zu divergierenden Preislinien.

Bananen
Die Anlieferungen fielen wohldosiert aus. Bei einem hinlänglichen Absatz variierten die Kurse kaum. Bloß bei den Zweit- und Drittmarken kam es in Hamburg zu etwas mehr Bewegung: Sie vergünstigten sich wegen eines zu schleppenden Verkaufs. In Köln hingegen verteuerten sich Erst- und Zweitmarken dank kontinuierlich befriedigender Order.

Blumenkohl
Die Verfügbarkeit inländischer Offerten hatte sich merklich vergrößert. Daneben intensivierten sich die belgischen Zuflüsse. Punktuell konnte auf spanische Abladungen zugegriffen werden. Aufgrund der expandierten Mengen sanken die Preise unisono ab, was zuweilen sogar in richtiggehenden Abstürzen mündete. Zudem wurden niedrigere Einstände am Markt mittels Verbilligungen an die Kunden weitergegeben. In der Folge verbesserte sich ab Mittwoch oftmals das Interesse. Bunte Aufmachungen aus Frankreich mit den Farben Gelb, Grün und Violett in einer Steige kosteten das Doppelte regulärer Ware.

Salat
Eissalat bekam, mit Ausnahme von Hamburg und München, Unterstützung aus den Niederlanden. Bei hinlänglichem Zuspruch schwankten die Kurse in Anbindung an die Versorgung. Meistens brachen sie jedoch ein. Daraufhin erhöhte sich ab und an, insbesondere zum Wochenende hin, die Order. Kopfsalat stammte hauptsächlich aus dem Inland, nachrangig aus Belgien. Zum einen blieben die Bewertungen stabil, zum anderen stiegen sie wegen ungenügender oder fielen angesichts drängender Bereitstellung. Bunte Salate aus dem Inland, obwohl auf manchen Plätzen monopolartig vertreten, wurden zusehends von belgischen Anlieferungen komplettiert. Ausreichende Vertriebsmöglichkeiten garantierten für gewöhnlich unveränderte Forderungen, die bloß bei den belgischen Chargen nach oben tendierten. Ungeachtet eines schnelleren Umschlags mussten bei Endivien und Feldsalat die bisherigen Aufrufe reduziert werden.

Gurken
Deutschland, die Niederlande und Belgien prägten das Geschäft mit deutlich rückläufigen Zufuhren von Schlangengurken. Die Importe aus Spanien wuchsen nicht wesentlich an, deren organoleptischen Merkmale ließen Wünsche offen. Frankreich rundete nur örtlich das Sortiment mit kleinen Kalibern ab. Bei einer überwiegend freundlichen Nachfrage sicherte ein überschaubares Angebot vielfach konstante Notierungen, deren Spannengrenzen gütebedingt divergierten. Aufgrund von Engpässen etablierten sich immer häufiger sukzessive, verschiedentlich auch erst zum Freitag hin leichte Verteuerungen. Minigurken flossen aus inländischem Anbau und von niederländischen Kulturflächen zu. Je nach Kondition der Produkte bewegten sich die Preise auf- oder abwärts. Für türkische Partien musste in der Regel etwas mehr bezahlt werden als in der vorigen KW.

Tomaten
Der Markt war hinlänglich mit Erzeugnissen aus den Niederlanden, Belgien und Deutschland versorgt. Polnische Abladungen komplettierten das Ganze. Ohne große Höhepunkte blieb der Verkauf in seinen bisherigen ruhigen Bahnen. Die Kurse schwankten in enger Anbindung an Bereitstellung und Abnahme. Bei belgischen Rispentomaten und Fleischtomaten sackten sie zusehends ab, bei polnischen Alternativen zogen sie unterdessen vereinzelt an. Kirschtomaten veräußerten die Händler meist zu unveränderten Aufrufen. Generell bremsten angehobene Forderungen den Absatz, also mussten sie bald darauf wieder reduziert werden, um den unfreiwillig verzögerten Zugriff zu beschleunigen. Der allgemeine Trend zeigte dabei trotz dieser zwischenzeitlichen Abweichung nach oben offensichtlich abwärts.

Gemüsepaprika
Die Anlieferungen aus den Niederlanden hatten sich begrenzt. Türkische und polnische Früchte vermochten die Lücke nicht zu schließen. Mit ansteigenden Mengen aus Spanien versuchte man in die Bresche zu springen, was nicht völlig gelang. Ungarische und belgische Chargen halfen aber dabei. Die Verfügbarkeit fiel insgesamt somit überschaubar aus. Der Bedarf konnte daher bei Weitem nicht befriedigt werden. Die Preise bewegten sich steil nach oben, schossen örtlich geradezu durch die Decke. Infolge divergierende Kaliber dehnten sich die Spannen der Notierungen bei spanischen Partien aus. Polnischen Angeboten mangelte es zuweilen an optimaler Qualität. Da sie günstig waren, hatte sie dennoch beachtliche Chancen. Türkische Importe wurden vielfach zu kaum modifizierten Bewertungen vertrieben. Lediglich in Frankfurt eingetroffene spärliche Offerten aus dem Kosovo initiierten bloß wenig Interesse.

Zwiebeln
Alleinig aus Spanien zugeflossene Gemüsezwiebeln beachtete die Kundschaft meist genügend, um stabile Kurse zu sichern. Manchmal tendierten diese sogar nach oben. Inländische Haushaltsware gelangte in fast unverändertem Maß auf den Markt. Da die Bereitstellung mit der Nachfrage harmonierte, brauchten die Händler ihre Forderungen selten wesentlich zu variieren. Äußerst spärliche Abladungen aus den Niederlanden vernachlässigte man wegen ihrer Güteschwächen. Die Zufuhren aus Österreich hatten sich marginal, die aus Italien merklich verringert.
 


Weitere Informationen
Frankfurt
Einstandsbedingt konnten die spanischen Satsumas wie Okitsu oder Iwasaki mit dem Gößencode 1x zu günstigeren Konditionen angeboten werden. Blutorangen, Tarocco aus Südafrika, räumten flott. Spanien startetet am Mittwoch in die Kampagne von Kakis mit Rojo Brillante und Early Sharon im 2,3-kg-Karton zu 20/24 Stück. Erste Artischocken aus Italien sollten 0,60 € je Stück einer 25er-Aufmachung kosten. Dosierte Mengen deutscher Zucchini konnten sich preislich verbessern. Zudem schickte Spanien neben Belgien ein größeres Kontingent. Die niedrigeren Temperaturen brachten den Absatz bei Kürbissen wie Butternuss- Hokkaido- und Muskatkürbissen richtig in Schwung. Steinpilze litten unter den Auswirkungen der Hitzeperiode der vergangenen Wochen und trafen nur in kleinem Umfang ein. Französische Walnüsse in 5-kg-Kisten waren ab Mittwoch vorrätig.
Hamburg
Erste Kakis, Sharon aus Spanien, erzielten 7,- € je 2,3-kg-Steige mit 16 Stück und 6,50 € mit 18 Stück. Geputzter Rosenkohl aus Norddeutschland verkaufte man zu 2,70 € je kg.
Köln
Granatäpfel aus Spanien wurden zwar genügend bereitgestellt, fanden jedoch nur spärlich Abnehmer. Eine noch schwächere Nachfrage verzeichnete niederländischer Rosenkohl.
München
Erste spanische Satsumas wie Okitsu präsentierten sich nach ihrer Entgrünung recht blass, was den Verkauf vielfach blockierte. Auch nicht entgrünte italienische Miyagawa waren schwer unterzubringen. Bei Orangen war Valencia Late weiterhin die Hauptsorte, vorwiegend aus Südafrika und tageweise ergänzt aus Brasilien und Argentinien. Ihre Preise variierten kaum. Die Saison von Frischfeigen aus der Türkei hatte ihren Höhepunkt überschritten. Für die langsam rückläufigen Mengen wurden die Forderungen angehoben. Die attraktive Schalenfarbe von Granatäpfeln konnte nicht über den meist unzureichenden Reifegrad hinwegtäuschen, wodurch sich die Abgabe verzögerte. Die Kampagne von Kakis startete mit Lieferungen aus Spanien und Italien. Weißkohl und Rotkohl wurden mit anwachsenden Zufuhren oftmals günstiger vermarktet. Trotz des Oktoberfestes war bei Rettichen und Radieschen kein zügiger Absatz zu spüren. Das Angebot an einheimischen Zucchini verringert sich. Die Abladungen von Pfifferlingen fielen nicht sehr groß aus. Besonders knapp waren Steinpilze mit Herkunft Rumänien und Finnland. Sie verteuerten sich deutlich.
Berlin
Erste Kakis, Sharon aus Spanien und Italien, wurden standweise offeriert. Die Bewertungen von italienischen Produkten lagen bei 2,30 bis 2,40 €, die der spanischen bei 3,10 bis 3,20 € je kg. Die Nachfrage hielt sich aber in Grenzen, da die Früchte weder vom Aussehen noch vom Geschmack her überzeugen konnten.
 


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 38 / 16
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Veröffentlichungsdatum: 29.09.2016

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin