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Gärtnerische Qualität aus der Region – Eröffnung der Brandenburger Kernobstsaison

14. September 2016

In jedem Jahr begeht der Gartenbauverband Berlin-Brandenburg e. V. in einem seiner Mitgliedsbetriebe den offiziellen Start in die Kernobstsaison. Mit dem letzten Saisonstart des Verbands in diesem Jahr, am Dienstag, dem 13. September, verbinden die Gärtner den Aufruf, auch bei Äpfel und Birnen regional zu kaufen.

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel

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„Unsere Gartenbauer verfügen über ein großartiges Knowhow und mit Blick auf den Metropolenraum um Berlin über gute Vermarktungschancen“, so Agrarstaatssekretärin Schilde. Damit Berliner und Brandenburger noch öfter auf heimische Gartenbauprodukte  zurückgreifen können, wird das Agrarministerium eine Gartenbaukonzeption erarbeiten, die dazu beitragen soll, diesen landwirtschaftlichen Produktionszweig zu stärken.

Neben der Förderung von Investitionen und Vermarktung unterstützt das Land im Rahmen der in dieser EU-Förderperiode neu angebotenen Innovationspartnerschaften (EIP) gerade auch Anträge aus dem Gartenbau: Bewilligt ist bereits das Projekt „Verbesserung der Wassernutzungseffizienz im Obstbau durch ein internetgestütztes Informations- und Beratungssystem“.

Der Apfel ist mit 809 Hektar im Land Brandenburg die dominierende Obstart und bestimmt somit wesentlich das Ergebnis der Gesamtobsternte. Schwerpunktanbaugebiete sind die Landkreise Märkisch-Oderland, Potsdam-Mittelmark sowie die kreisfreie Stadt Frankfurt (Oder).

Die Wertschöpfung aus gartenbaulicher Tätigkeit wird mit mehr als 230 Millionen Euro angegeben. Gartenbaubetriebe sichern mit mehr als 11 Prozent der Beschäftigten in der Primärproduktion sowie den vor- und nachgelagerten Bereichen Arbeit und Einkommen im ländlichen Raum.

In diesem Jahr ist nach Schätzung des Brandenburger Agrar- und Umweltministeriums eine Apfelerntemenge von 25.000 Tonnen (2015: 22.064 Tonnen) zu erwarten. Weiterhin gehen erste vorläufige Prognosen von einem Apfelertrag von 309 Dezitonnen je Hektar aus. Damit wird eine sehr gute Ernte erwartet, jedoch kein Rekordertrag wie 2013 mit  318,3 Dezitonnen je Hektar. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland wurde 2014 mit neun Kilogramm Äpfeln ermittelt.


Steckbrief: Obsthof Meier

Der Obsthof Meier aus Klein Gaglow steht für die Nachwendegeschichte vieler Brandenburger Gartenbaubetriebe. 1990 gegründet von Jörg Meier hat hier inzwischen die nächste Generation die Geschäftsführung übernommen. 2010 übergab Jörg Meier den Obsthof an seinen Sohn Henri. Der Familienbetrieb, der seine Produkte zu 90 Prozent direkt ab Hof umsetzt,  beschäftigt im Gartenbau zwei feste Mitarbeiter und 16 Saisonarbeitskräfte. Im Markt sind sieben Mitarbeiter beschäftigt. Der Betrieb wirtschaftet auf 23 Hektar. Spargel wird auf 14 Hektar angebaut, Äpfel auf 5,5 Hektar, Birnen auf einem halben Hektar. In seinen Obstanlagen bietet Meier eine beachtliche Sortenvielfalt: Bei Äpfeln sind Elstar, Boskoop, Gala, Jonagored, Golden Delicious, Topaz, Breaburn, Rubinette, Fuji im Angebot, bei Birnen Konferenz, Clapps Liebling, Williams Christ. Bezogen auf seine Kulturen rechnet der Betrieb in diesem Jahr mit einer Ernte von 180 Tonnen bei Äpfeln und zehn Tonnen bei Birnen. Im Betrieb wird nach den Umweltstandards der Integrierten kontrollierten Produktion  gewirtschaftet. Seit diesem Jahr sind die Klein Gaglower zudem QS-zertifiziert.

Quelle: mlul brandenburg

Veröffentlichungsdatum: 14.09.2016

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gärtnerisch, Qualität, Region, eröffnung, Brandenburg, Kernobstsaison, Apfel