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Kartoffeln: Marktinformation Ostdeutschland 35. KW 2016

07. September 2016

Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln in Mecklenburg - Vorpommern haben weiter nachgegeben. Im Vergleich zur Vorwoche wurden sie über alle Sortengruppen um 2 EUR/dt reduziert. Der Absatz der Packbetriebe in Richtung Lebensmitteleinzelhandel und Discounter ist in der vergangenen Woche durch die Hitzewelle deutlich abgeflaut.

Quelle: MIO-Lallf

In der aktuellen Woche laufen hier und da wieder Werbeaktionen im Handel. Die Direktvermarktung ab Hof ist durch die heißen Augusttage teils schlagartig eingebrochen. In den ländlichen Regionen haben aber viele Kunden auch noch Kartoffeln aus dem eigenen Garten vorrätig. Die Qualität der heimischen Knollen ist überwiegend gut, vereinzelt ist Fäulnis aufgetreten. Einige Erzeuger wollen kommende Woche mit der Einlagerung beginnen. Die Schälkartoffelpreise haben knapp das Vorwochenniveau gehalten. Vorwiegend festkochende rohe Schälware wurde leicht nach unten korrigiert.

Brandenburg
Die Preise für Speisekartoffeln wurden nochmals deutlich zurückgenommen. Noch wird vorwiegend bedarfsgerecht für den direkten Absatz geerntet. Vielerorts beginnt die Einlagerung erst in ein bis zwei Wochen. Nicht unüblich zu dieser Jahreszeit und aktuell verstärkt durch die heiße Witterung ist die Absatzsituation der Packer unbefriedigend. Die Qualität der Knollen konnte dennoch gut gehalten werden. Allerdings sind die Kartoffeln häufig kleinfallend und auch der Anteil an grünen Knollen ist teils zu hoch. Auf dem Schälkartoffelmarkt sind die Preise überwiegend stabil geblieben. Es deutet sich eine leicht rückläufige Tendenz an.

Sachsen
Viele heimische Erzeuger haben gerade erst mit der Kartoffelernte begonnen, teils unter trockenheitsbedingt sehr schwierigen Bedingungen. In einigen Regionen ist der Boden sehr klutig, so geht die Ernte nur langsam voran. Hier und da musste das Roden unterbrochen werden, um Beschädigungen an den Kartoffeln zu vermeiden. Die hohen Temperaturen haben die Fäulnisgefahr zusätzlich gesteigert. Durch die aktuelle Hitzewelle ist die Nachfrage nach Speisekartoffeln deutlich zurückgegangen, teils passend zur derzeit geringen verfügbaren Erntemenge aus der Region infolge der widrigen Erntebedingungen. Im Vergleich zur vergangenen Woche sind die Erzeugerpreise rückläufig, vereinzelt wurde das Preisniveau stabil gehalten. Die Preise für Schälware verharren auf Vorwochenniveau.

Sachsen - Anhalt
Am Speisekartoffelmarkt haben die Erzeugerpreise im Vergleich zur Vorwoche um 1 bis 3 EUR/dt weiter nachgegeben. Infolge der Hitzewelle hat der Absatz im Lebensmitteleinzelhandel deutlich nachgelassen. Die Geschäfte des Versandhandels laufen auf Sparflamme. In der Direktvermarktung ab Hof finden ebenfalls kaum Verkäufe statt. Die hohen Temperaturen und ausbleibende Niederschläge haben regional die Ernte der Kartoffeln sehr erschwert. Teils wurde das Roden wegen des hohen Klutenanteils im Erntegut eingestellt. Die Preise für rohe und gedämpfte Schälkartoffeln sind in dieser Woche unverändert geblieben. Für die kommende Woche wurden leichte Preisrücknahmen angekündigt.

Thüringen
Es ist vielerorts zu trocken und zu heiß in der Region. Die Rodebedingungen lassen die Kartoffelernte kaum zu. Der Klutenanteil im Erntegut ist hoch. Heimische Erzeuger haben Probleme, hiesige Packer mit Speiseware zu beliefern. Geringer Absatz im Lebensmitteleinzelhandel infolge der Hitze kann diese Situation etwas abmildern. Preiswerter überregionaler Zukauf ist möglich. Werbeaktionen des LEH setzen die Erzeugerpreise unter Druck. Im Vergleich zur vergangenen Woche sind die Preise für Speisekartoffeln weiter um 2 EUR/dt abgesenkt worden. Die Schälkartoffelpreise sind stabil.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 07.09.2016

Schlagwörter

Kartoffeln, Marktinformation, Ostdeutschland