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MV: Erzeugerpreise für Speisekartoffeln im Vergleich zur Vorwoche um 2 EUR/dt rückläufig

31. August 2016

Teils haben hiesige Packer in Mecklenburg - Vorpommern das Preisniveau der vergangenen Woche beibehalten. Die Packware wird überwiegend aus der heimischen Region bezogen. Nach wie vor wird die frühe Sorte Solist abgepackt, die Vorräte sind noch nicht erschöpft.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffeln
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Die Erträge, Qualitäten und Größenverteilung sind größtenteils gut bis sehr gut, nur vereinzelt wird von Schorf berichtet. Der Umsatz der Packbetriebe läuft auf einem für die Jahreszeit normalen Niveau. In Tourismusregionen ist der Umsatz höher. Die Ernte der Pflanzkartoffeln läuft auf Hochtouren. Anfang September beginnt die Einlagerung. Derzeit werden vielerorts Kartoffeln für die hiesige Verarbeitung von küchenfertigen Kartoffelprodukten und für die Stärkeindustrie gerodet. Die Schälkartoffelpreise sind stabil, noch sind Schulferien.

Brandenburg
Nach dem Ende der Frühkartoffelsaison geben die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln weiter nach. Zurzeit sind viele Erzeuger am Markt, jeder will verkaufen. Für diese Woche sind noch hohe Temperaturen von über 30 °C angesagt, so dass Qualitätsprobleme befürchtet werden. Die Anschlusssorten sind teils noch nicht ganz festschalig. Für vorwiegend festkochende Sorten werden Erzeugerpreise zwischen 14 und 18 EUR7dt genannt. Für mehlig kochende und festkochende Sortentypen kommen 2 EUR/dt mehr zur Auszahlung. Nach dem in der vergangenen Woche im LEH Werbeaktionen zur Belebung der Kartoffelvermarktung liefen, herrscht diese Woche Absatzflaute. Die Preise für Schälkartoffeln verharren auf Vorwochenniveau. Noch ist der Absatz ferienbedingt schwach.

Mio LALLF KW 34/16

Sachsen
Hierzulande liegen die Erzeugerpreise für vorwiegend festkochende Sorten zwischen 14 und 18 EUR/dt. Für festkochende und mehlig kochende Sorten können 2 EUR/dt mehr erzielt werden. Im Vergleich zur Vorwoche sind die Erzeugerpreise im Schnitt um 2 EUR/dt zurückgenommen worden. In der vergangenen Woche liefen vielerorts Werbeaktionen im Lebensmitteleinzelhandel, welche den Absatz beflügelten. In dieser Woche ist es wieder saisontypisch ruhig. In der Direktvermarktung ab Hof werden vorwiegend kleine Gebindegrößen angeboten. Größere Mengen werden erst mit Beginn der Einlagerung Anfang September vermarktet. Die Kartoffelqualität ist überwiegend gut. Die Restbestände der Frühkartoffelsorte Solist sind vereinzelt mit Fäulnis befallen. Die Schälkartoffelpreise konnten sich im Vergleich zur Vorwoche behaupten. Die Preise kommen jedoch zunehmend unter Druck. Derzeit drängen wieder Schäler auf den Markt, welche zeitweise bei hohen Rohstoffpreisen ausgesetzt hatten.

Sachsen - Anhalt
Bei vielerorts ruhigem Absatz, der mitunter durch Werbungen im LEH angefacht wird, geben die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln weiter nach. Das Angebot ist derzeit größer als die Nachfrage, was aber zu dieser Zeit nicht ungewöhnlich ist. Die Erzeugerpreise sind im Vergleich zur vergangenen Woche um 2 bis 3 EUR/dt gesunken. Die genannte Preisdifferenz ist groß. Restpartien der Frühkartoffelsorte Solist werden vereinzelt zu wesentlich niedrigeren Konditionen verkauft. Im Versandhandel wird saisontypisch noch wenig Ware bewegt. Packbetriebe beziehen zunächst Ware von nahe liegende Landwirten. Die Kartoffelqualität ist gut. Vergangene Woche musste das Roden auf den schweren Böden wegen zu hohem Klutenanteil infolge Trockenheit regional eingestellt werden. Die Schälkartoffelpreise sind stabil.

Thüringen
Die Erzeugerpreise auf dem Schälkartoffelmarkt tendieren diese Woche 1 bis 2 EUR/dt schwächer als in der Vorwoche, teils wurden die Auszahlungspreise auf dem Vorwochenniveau gehalten. Vereinzelt werden die Preise noch unterboten, insbesondere bei der Vermarktung der Restpartien der frühen Sorte Solist. Bei schwachem Absatz ist derzeit das Angebot an Speiseware höher als die Nachfrage. Werbeaktionen beleben wochenweise das Geschäft. Das Versandhandelsgeschäft geht erst verhalten los. Die Haupternte und somit die Einlagerung wird in zwei Wochen beginnen. Die Qualität der bislang geernteten Speiseware ist überwiegend gut. Die Preise für geschälte Kartoffeln sind unverändert.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 31.08.2016

Schlagwörter

Marktinformation, Ostdeutschland, Erzeugerpreise, Kartoffeln