Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Apfelimporte von der südlichen Hemisphäre herrschten vor

11. August 2016

Neuseeländische Braeburn, Royal Gala und Jazz sowie chilenische Pink Lady und Granny Smith befanden sich an der Spitze des Sortiments. Südafrika komplettierte unter anderem mit Golden Delicious und Cripps Pink.

Bildquelle: Shutterstock.com Apfel
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Aus der alten Ernte gab es kontinuierlich einheimische Jonagold und Jonagored sowie italienische Golden Delicious und Granny Smith. Probleme bezüglich der Haltbarkeit führten bei den Abladungen aus Übersee und bei denen aus Europa trotz einer steten Nachfrage zu Verbilligungen. Aus der Kampagne 2016 traten erste französische Delbarestivale in 13-kg-Kisten, optisch ansprechende Primerouge und Early Gold in Erscheinung. Aus Italien kamen speziell Gravensteiner und aus Deutschland Arkcham, Sommerregent und Galmac. Auch auf inländische Delbarestivale und Discovery konnte zugegriffen werden. Das Interesse war insgesamt gedämpft, die Bewertungen blieben häufig konstant.

Birnen
Offerten aus Argentinien, Südafrika und Chile verabschiedeten sich allmählich aus dem Geschäft und hatten nur noch abrundenden Charakter. Der Fokus der Kunden verlagerte sich verstärkt auf die europäischen Produkte: Dr. Jules Guyot aus Frankreich und Spanien sowie Santa Maria aus Italien und der Türkei bestimmten das Geschehen. Williams Christ weiteten ihre Bedeutung aus und stammten mittlerweile aus Italien und Frankreich. Aufgrund begrenzter Unterbringungsmöglichkeiten vergünstigten sie sich im Wochenverlauf oftmals. Einheimische Williams Christ ergänzten im Kaliber 60/65 mm in 10-kg-Holzsteigen das Angebot. Generell konnte der Bedarf ohne Mühe gedeckt werden. Der Verkauf von Dr. Jules Guyot stockte, ihre Notierungen bröckelten meist ab. Türkische Santa Maria verteuerten sich in Hamburg infolge einer hinreichenden Beachtung. In Frankfurt präsentierten sie sich recht grün, weshalb ihr Absatz nicht sehr lebhaft war.

Tafeltrauben
Italien dominierte mit Victoria, Sugraone, Black Magic und Italia die Vermarktung. Spanien schickte vorrangig Superior Seedless und sendete außerdem unter anderem schön ausgefärbte Timpson. Griechenland steuerte hauptsächlich Thompson Seedless, Sunred Seedless und Sugraone zum Sortiment bei. Französische Prime Seedless in 8-kg-Kisten sowie erste Muscat d`Hambourg zu 6,50 € je kg komplettierten die Warenpalette. Die türkische Saison wurde mit ersten Superior Seedless in 4,5- und 7,5-kg- Kisten eröffnet. In München waren sie zu klein, daher stießen sie bloß auf wenig Zuspruch. Die Verfügbarkeit schränkte sich insgesamt ein, was sich aber nicht positiv auf die Bewertungen auswirkte. Im Gegenteil, häufig mussten diese sogar etwas gesenkt werden, da sich das Interesse als zu schwach zeigte.

Erdbeeren
Die Abladungen aus Deutschland begrenzten sich merklich. Dennoch bröckelten die Notierungen meist ab, da infolge von Regenwetter und Ferienzeit der Bedarf doch sehr gering war. Für seltene hinsichtlich ihrer Qualität exklusive Partien stiegen die Preise an. Nach einer kurzen Pause gab es wieder niederländische und belgische Zufuhren, deren Güte in der Regel keine Wünsche offenließ. Polnische Chargen waren in Frankfurt zu teuer und generierten kaum Nachfrage. In München sorgten ihre uneinheitlichen organoleptischen Eigenschaften für eine weite Kursspanne. Auch in Berlin wurde dies beobachtet, allerdings bei den inländischen Produkten, die zwischen 0,60 und 1,70 € je 500-g-Schale kosteten.

Kirschen
Die türkische Saison endete und die europäische Kampagne läuft langsam aus. Es konnte fast ausschließlich auf einheimische Offerten zugegriffen werden, deren Zuflüsse sich erheblich einschränkten. Mancherorts wurden nur noch kleinfallende 26-mm- oder 28-mm-Früchte bereitgestellt. Die Bewertungen für größere Kaliber lagen in Frankfurt bei 6,- bis 7,- € je kg; die hohen Aufrufe verzögerten aber die Unterbringung. Generell konnte das Interesse zwar gestillt werden, trotzdem wurden die Forderungen mengeninduziert häufig heraufgesetzt. Spärliche, das Sortiment abrundende belgische Regina wickelte man in Frankfurt zu 5,- bis 5,50 € je kg rasch ab.

Pfirsiche und Nektarinen
Sich begrenzende italienische und spanische Anlieferungen herrschten vor. Französische Partien ergänzten das Angebot. Türkische Hale Haven präsentierten sich in München hinsichtlich ihrer Qualität hervorragend. In Berlin kosteten Importe aus der Türkei zwischen 5,- und 5,10 € je 3 kg und in Frankfurt ca. 2,10 € je kg. Inländische gelbfleischige Produkte wurden in Frankfurt zu 2,45 € je kg veräußert. Summa summarum zeigte sich die Nachfrage doch recht verhalten, selbst ab Donnerstag enttäuschte sie zuweilen. Sie konnte problemlos befriedigt werden. Ab und an sollten leichte Vergünstigungen den Verkauf anregen, was nicht immer klappte.

Pflaumen
Deutschland hatte das Geschehen mit zahlreichen Varietäten fest im Griff. Erste Bühler Frühzwetschge, Cacaks Fruchtbare und Top gesellten sich zu den bereits etablierten Katinka, Cacaks Schöne und Cacaks Frühe. Lepotica aus Bosnien, Mazedonien, Serbien und Ungarn rundeten die Warenpalette ab. Französische Golden Japan, italienische Black Amber und griechische Black Diamond komplettierten. Insgesamt schränkte sich die Verfügbarkeit zwar ein, sie genügte aber, um das Interesse zu stillen. Der Bedarf hatte sich vergrößert, wurde mancherorts indes als zu schwach eingeschätzt. Die Notierungen sanken oftmals ab, was das Geschäft nicht dauerhaft belebte. Nur in Hamburg kam es zu Verteuerungen für Offerten, deren Güte überzeugte. Obwohl Mirabellen wenig ausgefärbt und zu klein waren, generierten sie örtlich eine freundliche Beachtung.

Kiwis
Neuseeländische Importe beherrschten die Szenerie, chilenische Abladungen ergänzten. Italienische Früchte verabschiedeten sich aus der Vermarktung. Bei einer Versorgung, die sich an den Unterbringungsmöglichkeiten orientierte, veränderten sich die Kurse in der Regel nicht wesentlich.

Zitronen
Die Lage hatte sich nicht gravierend entspannt: Noch immer waren die Zufuhren sehr knapp und reichten selten aus, um den Bedarf zu decken. Oftmals wurden die Forderungen daher erhöht, insbesondere die spanischen Chargen verteuerten sich merklich. Argentinische Anlieferungen dominierten vor spanischen. Partien aus Uruguay und Chile rundeten das Angebot ab.

Bananen
Bei einer Bereitstellung, die meist auf das abgeschwächte Interesse abgestimmt war, veränderten sich die Bewertungen kaum. Ab und an kam es zu Vergünstigungen, die lediglich in München das gesamte Sortiment betrafen. Andernorts tangierten die Verbilligungen vorrangig die Drittmarken.

Blumenkohl
Die Erzeugnisse flossen einzig aus inländischen Anbauregionen zu. Das Angebot war überschaubar; bloß selten hatte es sich etwas ausgedehnt. In der Regel harmonierte es annähernd mit der ferien- oder temperaturinduziert ruhigen Nachfrage. Dennoch blieb man von abschüssigen Preiskorrekturen für gewöhnlich nicht verschont. Damit verbundene Hoffnungen, den Absatz anzukurbeln, wurden nicht erfüllt. Zuweilen ließ die Qualität Wünsche offen. Am Schluss musste der Kunde letztendlich bis zu 8,- € je 6er-Steige bezahlen.

Gurken
Bei der Produktpalette von Schlangengurken komplettierten niederländische und belgische Zugänge die vorherrschenden inländischen Zuflüsse. Eine stete, wenn auch unaufgeregte Nachfrage war anfangs Garant für unveränderte Preise. Jene stiegen ein paar Tage später dann meist sukzessive an. Diese Entwicklung, die hauptsächlich auf knapperen Anlieferungen fußte, konnte nicht für sämtliche Kaliber und Herkünfte in gleichem Maß bestätigt werden. Minigurken vermochten von der Grundströmung zu profitieren. Somit ließen sich in diesem Sektor die Forderungen ebenso häufiger anheben. Die Abladungen stammten monopolartig aus Deutschland, den Verkauf vervollständigend aus den Niederlanden und äußerst spärlich aus der Türkei. Der Vertrieb von Einlegegurken aus dem Inland, den Niederlanden und Polen intensivierte sich mitunter.

Tomaten
Bei Rispentomaten und Runden Tomaten überwogen niederländische, belgische und deutsche Erzeugnisse. Angesichts eines gewissen Mengendrucks und einer belastenden Bandbreite an Reifestadien und einer damit verbundenen Schnittfestigkeit fehlte es den Kursen an Dauerhaftigkeit. Deren ständige Varianz wurde nur selten von länger anhaltender Stabilität durchbrochen; das galt insbesondere für einheimische Partien. Zum Freitag hin verbuchte man sogar verschiedentlich einen Aufwärtstrend. Bei Kirschtomaten waren hervorragende Aufmachungen gesucht, weshalb deren Notierungen vorrangig anziehen konnten. Standardqualität verbilligte sich wohl eher. In diesem Warensegment fanden sich vor allem niederländische, italienische und deutsche Chargen ein. Die belgischen und niederländischen Fleischtomaten konnten ihre Bewertungen in der Regel nicht auf ihrem bisherigen Level fixieren. Nach einer erfolgten Anpassung zeigten sie sich jedoch fortlaufend konstant. Generell brachte das zweigeteilte Wettergeschehen dem wärmeren Süden dank temperaturbedingt verstärkten Interesses bessere Geschäfte als dem kühleren Norden.

Gemüsepaprika
Kontinuierlich herrschten die niederländischen Importe vor, die türkischen und belgischen Ergänzungen komplettierten die Produktpalette. Zudem trafen punktuell und in angewachsenem Maß ungarische Offerten ein. Erneut waren wieder polnische Sendungen in überschaubarer Dosierung vorrätig. Wie gewohnt prägte ein unruhiges Auf und Ab den Handel, das marktweise erheblich divergieren konnte. Zum einen blieben die grünen Früchte ungleich teurer als die übrigen, was auf dem Umfang ihrer Bereitstellung basierte. Zum anderen vergünstigten sie sich wegen einer ausgedehnten Verfügbarkeit. Bei den roten und gelben Sorten mussten die Verkäufer ihre Aufrufe früher oder später reduzieren, da hier die Abladungen den Bedarf meistens überstiegen. Die gelben Kultivare konnten dem bloß vereinzelt entgehen. Die Preise türkischer Zuführungen schwankten mehrheitlich höchst marginal, bewegten sich manchmal dabei leicht nach oben.

Zwiebeln
Ausschließlich aus Spanien zufließende Gemüsezwiebeln wurden in der Regel in einem Rahmen angeliefert, der mit dem der Abnahme korrespondierte. Die Notierungen verharrten somit auf einem stabilen Niveau. Allein in Hamburg brachen sie ein, da dort die Versorgung die Unterbringungsmöglichkeiten überragte. Das Geschäft mit Haushaltsware charakterisierten ausgeweiteten Mengen aus einheimischem Anbau. Intensität von Angebot und Order passten noch nicht genau zusammen, sodass die Vertreiber ihre Forderungen vielfach augenscheinlich verringern mussten. In München war man mit dem Disponieren kleinfallender Erzeugnisse vorsichtig, da es diesen oftmals an genügend trockenen Außenhäuten mangelte. Große Kaliber hingegen gab es hinlänglich. Lediglich im Süden gestalteten italienische und österreichische Partien grundlegend das Geschehen. Die Bewertungen der Artikel aus Italien sanken, die der aus Österreich veränderten sich nicht.
 


Weitere Informationen
Frankfurt
Die Einstandspreise für die überwiegend aus Norddeutschland stammenden Kulturheidelbeeren zogen ab Donnerstag an und konnten am Markt problemlos durchgesetzt werden. Die Qualität von Himbeeren präsentierte sich uneinheitlich, ab Donnerstag kletterten die Kurse für frische Chargen auf bis zu 2,80 € je 250 g. Die Importe von türkischen blauen Feigen dehnten sich sprunghaft aus. Erste italienische Kaktusfeigen trafen ein. Der Herbst naht, was man an einheimischen Hokkaido-Kürbissen ablesen konnte, die zu 1,20 bis 1,40 € je kg umgeschlagen wurden. Chinakohl vergünstigte sich auf 0,90 bis 1,10 € je kg. Spinat und Mangold blieben knapp und teuer. Am Freitag räumten Steinpilze schnell, auch Pfifferlinge wurden freundlicher nachgefragt.
Hamburg
Da der Erntehöhepunkt von Kulturheidelbeeren überschritten war, kam es zu einem eingeschränkten Angebot und die Notierungen stiegen an. Die Zufuhren von Bohnen aus Deutschland nahmen im Wochenverlauf weiter zu, weshalb sie sich verbilligten.
Köln
Durch den fast zweitägigen Dauerregen bis Mittwoch präsentierte sich das Geschäft für Beerenobst recht schleppend. Erste Clementinen aus Südafrika konnten zum Einstandspreis von über 26,- € je 10 kg kaum abgesetzt werden. Das Interesse an knappen Mispeln hielt sich in Grenzen. Für zu üppig vorhandenen Rucola senkte man die Forderungen.
München
Das sommerliche Wetter verstärkte die Nachfrage nach Mangos und Papayas und führte zu Verteuerungen. Für Wassermelonen blieb der Markt weiterhin lebhaft; die Anlieferungen stammten aus Italien, Spanien und Griechenland. Der Höhepunkt der Ernte von einheimischen Kulturheidelbeeren und Himbeeren ist überschritten. Die eingeschränkten Zuflüsse vergünstigten sich dennoch. Brokkoli konnte witterungsinduziert nur langsam umgeschlagen werden. Bohnen wurden kontinuierlich und in ausreichenden Mengen abgeladen. Saisonbedingt verbilligten sich Steinpilze und Pfifferlinge.
Berlin
Die Notierungen für spanische Cantaloupemelonen und Galiamelonen zogen im Wochenverlauf etwas an, da die Offerten am Platz nicht ganz genügten, um den Bedarf abzudecken. Frische Feigen kamen aus Italien und der Türkei. Für die italienischen Früchte mussten ca. 3,- bis 3,50 € je kg und für die türkischen 10,- € je 20 Stück gezahlt werden. Die Preise für Wassermelonen aus Italien und Spanien verharrten hingegen auf bisherigem Niveau.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 31 / 16
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Veröffentlichungsdatum: 11.08.2016

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin