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EU-Schnellwarnsystem 1. Halbjahr 2016: Ware aus der Türkei (30 %)

09. August 2016

Im ersten Halbjahr 2016 (bis 30.06.2016) wurden über das EU-Schnellwarnsystem (RASFF) insgesamt 90 Meldungen zur Überschreitung von Rückstandshöchstgehalten bei dem Eintritt von O&G in die Mitgliedsstaaten der EU oder von Drittländern gemeldet, wie der Deutsche Fruchthandelsverband e.V. (DFHV) berichtet. 

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32 Meldungen (35 %) betrafen dabei Ware aus der Türkei, darunter allein 30 Meldungen (94 %) „border rejection“, d. h. die Ware wurde bereits bei der Prüfung an der Außengrenze zurückgewiesen, kam also gar nicht auf den Markt.

Des Weiteren entfielen vier Meldungen nicht auf O&G, frisch, (Weinblätter, Rosinen). Vorrangig betrafen die Meldungen Paprika (16 Meldungen). Bei den insgesamt 32 Meldungen handelte es sich in sechs Fällen um unerlaubte Substanzen, d. h. Wirkstoffe, die in der EU nicht genehmigt sind (u. a. Carbendazim/Paprika (2 x), Carbendazin/Granatapfel, Biphenyl/Zitrone, Ethion/Rosinen).

Das EU-Schnellwarnsystem dient dem Informationsaustausch zwischen den Kontrollbehörden in den EU-Mitgliedsstaaten und der EU-Kommission. Auf diese Weise können die Länder schnell und koordiniert handeln, um Risiken für die Verbraucher abzuwenden. Bei der Art der Informationen unterscheidet man zwischen Alert (Warnmeldungen mit Handlungsbedarf), Info (kein Handlungsbedarf) und Border rejection (Grenzzurückweisung bei Einfuhr an der Außengrenze). Die Aktualität der Meldungen ist abhängig von den jeweiligen Mitgliedsstaaten, die die Meldungen an die EU liefern. Vor Jahren waren hier durchaus Meldeverzögerungen von mehreren Tagen bis zu zwei Monaten bekannt.

Quelle: DFHV aktuell 7/2016

Veröffentlichungsdatum: 09.08.2016

Schlagwörter

EU, Schnellwarnsystem, Türkei, RASFF