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Tafeltrauben: Italien hatte das Geschehen mit zahlreichen Varietäten fest im Griff

04. August 2016

Allen voran gab es Victoria und Black Magic sowie nachrangig Sugraone, Michele Palieri und Crimson Seedless. Die Präsenz von Italia wuchs kräftig an, zu Preisen von bis zu 3,60 € je kg war das Interesse indes eher schwach.

Bildquelle: Shutterstock.com Trauben
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Spanien steuerte speziell Sugraone und Midnight Beauty zum Angebot bei, die in Frankfurt flott untergebracht wurden. Crimson Seedless und Prime Seedless komplettierten. Aus Frankreich stammten Cardinal und aus Griechenland Thompson Seedless. Bei einer ausgeweiteten Versorgung mussten die Aufrufe häufig sukzessive verringert werden, da eine glatte Räumung sonst nicht möglich war. Insbesondere Produkte, deren organoleptischen Eigenschaften nicht restlos überzeugten, vergünstigten sich. Erste türkische Abladungen erwartet man in der 31. KW.

Äpfel
Die Abladungen aus Übersee dominierten, obwohl sich ihre Präsenz langsam begrenzte. Neuseeland steuerte insbesondere Braeburn, Royal Gala und Pink Lady bei, aus Chile stammten speziell Pink Lady und Granny Smith. Argentinien und Südafrika komplettierten mit geringen Anlieferungen. Die Nachfrage wurde problemlos befriedigt, sodass sich die Kurse meist nicht veränderten. Ab und an zogen sie mengenbedingt auch an. Aus der letztjährigen Saison gab es unter anderem inländische Jonagold, Jonagored und Golden Delicious sowie italienische Granny Smith und Golden Delicious. Die Qualität überzeugte weiterhin, sodass die Ware kontinuierlich auf Zuspruch stieß. Die bisherigen Bewertungen wurden für gewöhnlich bestätigt. Die Zufuhren aus der neuen europäischen Ernte wuchsen an, dennoch fiel die Versorgung summa summarum relativ klein aus: Hinzu kamen belgische Jonagold und einheimische Delbarestivale. Deutsche Arkcharm und Sommerregent sowie italienische Gravensteiner gewannen an Wichtigkeit.

Birnen
Die Importe aus Übersee überwogen, die europäischen Chargen waren inzwischen aber schon fast gleichauf. Südafrikanische Packham`s Triumph und Forelle sowie chilenische Abate Fetel herrschten vor. Argentinische Offerten verabschiedeten sich mancherorts aus der Vermarktung. Die Verfügbarkeit von europäischen Früchten dehnte sich aus, was sich negativ auf ihre Notierungen auswirkte. Italienische, spanische und französische Dr. Jules Guyot spielten die Hauptrolle. Italien stellte außerdem Santa Maria, Morettini und erste Williams Christ bereit. Spanische Santa Maria ergänzten das Sortiment. Die Güte der europäischen Partien ließ hier und da Wünsche offen. Türkische Santa Maria waren in Frankfurt mit 2,- € je kg zu teuer und generierten daher kaum Beachtung. In Hamburg kosteten sie 7,50 € je 4,5-kg-Steige und damit etwas weniger als zum letztjährigen Kampagnenstart.

Erdbeeren
Es wurden fast nur inländische Früchte bereitgestellt, polnische ergänzten in Frankfurt und München das Sortiment. Die Verfügbarkeit schränkte sich leicht ein, genügte dennoch, um den Bedarf zu decken. Die hohen Temperaturen beeinträchtigten die Qualität der Offerten negativ, sodass sich die Nachfrage reduzierte. Dies führte zu Beständen, welche sich dann wiederum negativ auf die Notierungen auswirkten. Außerdem öffnete sich aufgrund der uneinheitlichen Güte die Kursspanne. An den verkaufsarmen Tagen brachen die Bewertungen auf bis zu 1,20 € je 500-g-Schale ein. Je näher das Wochenende rückte, desto besser wurden die Partien beachtet, was die Forderungen aber nicht zwangsläufig ansteigen ließ. Bloß in Hamburg kam es bei einer freundlichen Vermarktungssituation und sehr begrenzten Anlieferungen zu Verteuerungen.

Aprikosen
Die Saison neigt sich ihrem Abschluss entgegen, was man an den verringerten Abladungen ablesen konnte. Französische Chargen dominierten vor türkischen. Spanische und italienische Importe waren eine Randerscheinung und mancherorts schlecht ausgefärbt. In Frankfurt und Hamburg trafen zudem inländische Goldrich und Orangered ein, die ab und an unter konditionellen Schwächen litten. Das Interesse zeigte sich gedämpft und harmonierte mit der Versorgung, daher veränderten sich die Preise in der Regel nicht wesentlich. Für türkische Zuckeraprikosen musste man in Frankfurt etwas mehr als zuvor zahlen. In München setzten sich festere Aufrufe für das gesamte Angebot durch, sofern die Güte der Ware überzeugte.

Kirschen
Deutsche Früchte herrschten vor; türkische befanden sich auf dem zweiten Rang. Ergänzenden Charakter hatten griechische und spanische Zufuhren. In Hamburg wurden dunkle, knackige und geschmackvolle Partien aus Belgien offeriert, für die man 4,- bis 6,- € je kg aufwenden musste. Die Anlieferungen schränkten sich generell merklich ein. Die Verfügbarkeit orientierte sich aber an den begrenzten Unterbringungsmöglichkeiten, sodass die Notierungen auf bisherigem Niveau verharrten. Produkte mit kleinerem Durchmesser mussten hier und da mit Vergünstigungen abgegeben werden. Die Qualität türkischer Napoleon ließ Wünsche offen: Die diesjährige Kampagne steht vor ihrem Ende.

Pflaumen
Aus dem Inland kamen mittlerweile Cacaks Schöne, Cacaks Frühe, Hanka, Tegera und Pitestan, die sich zu den etablierten Herman, Katinka und Ruth Gerstetter gesellten. Neu zum Sortiment stießen Cacaks Schöne aus Ungarn hinzu, die in Frankfurt und München die Warenpalette abrundeten. Cacaks Schöne stammten außerdem aus Bosnien, Serbien und Mazedonien und überzeugten meist hinsichtlich ihrer Güte. Italienische, spanische, griechische und französische Abladungen komplettierten mit geringen Mengen. Der Bedarf konnte mit der massiv ausgedehnten Versorgung nicht Schritt halten, weshalb die Händler oftmals gezwungen waren, die Forderungen zu senken. Inzwischen tauchten auch französische Reineclauden auf: in Frankfurt ab Donnerstag; in Köln, wo sie 2,80 € je kg kosteten, ab Freitag. Erste italienische Dro werden für die 31. KW erwartet.

Kiwis
Neuseeländische Importe bestimmten das Geschehen. Chilenische und italienische Produkte ergänzten das Angebot. In Frankfurt traten chilenische, in Italien in 3-kg-Kartons umgepackte Offerten in Erscheinung. Generell verlief das Geschäft ohne große Höhepunkte. Die Kurse veränderten sich nur selten. In München verteuerten sich konkurrenzlose neuseeländische Chargen mit ansprechender Qualität. In Berlin genügte die Verfügbarkeit nicht, um das Interesse völlig zu stillen; die Bewertungen wurden daraufhin heraufgesetzt.

Zitronen
Argentinische Partien überwogen vor südafrikanischen. Früchte aus Uruguay, Spanien und Chile rundeten das Sortiment ab. Die Lage blieb weiter angespannt: Bei einer allerorts knappen Versorgung kletterten die Notierungen häufig aufwärts. Selbst für Erzeugnisse, die unter konditionellen Schwächen litten, wurden die Forderungen angehoben. Und das, obwohl die Nachfrage keineswegs lebhaft war.

Bananen
Die Bereitstellung passte man für gewöhnlich an das gedämpfte Interesse an. In Frankfurt, Berlin und Hamburg veränderten sich die Kurse daher nicht. In Köln vergünstigten sich Zweit- und Drittmarken, da etwas zu viel Ware offeriert wurde. In München sanken die Bewertungen für das gesamte Angebot ein wenig.

 

lumenkohl
Einheimische Chargen hatten den Markt fest im Griff. Neben Ergänzungen aus der Beneluxregion gab es Abladungen aus Polen und Österreich. Verschiedentlich berichtete man von einer verbesserten Qualität. Die Verfügbarkeit der inländischen Ernte wuchs bloß in München merklich an. Ansonsten reichte sie nicht aus, den durchaus unaufgeregten Bedarf genügend zu decken. Die Notierungen zogen überwiegend an, fielen dem entgegen in München natürlich ab. Die Importe aus den Nachbarländern vermochten durch die Verteuerungen bei den einheimischen Erzeugnisse kaum zu profitieren und wurden nicht stärker frequentiert.

Salat
Das Vertriebsgeschehen von Eissalat beherrschten deutsche Offerten, niederländische trafen zudem in Berlin, Frankfurt und Köln ein. Wegen beträchtlicher Zufuhren neigten die Bewertungen zu einer gewissen Schwäche. Sie bewegten sich orientiert am Kopfgewicht in breiter Spanne, blieben einzig in München aufgrund vernünftiger Dosierung auf einem stabilen Level. Für einheimische Ware musste man bis zu 1,- € je 10er-Steige mehr bezahlen als für ausländische. Das Angebot an Kopfsalat umfasste zu zwei Dritteln inländische und zu einem Drittel belgische Partien. Eine etwas launenhafte Nachfrage bewirkte ähnliche Kurse: Nach punktuellem kurzem Aufwärtstrend sanken sie oftmals ab, das galt vorrangig für die der belgischen Zuflüsse, lediglich selten waren sie völlig unverändert. Hier und da hatte man die Zugänge an Bunten Salaten aus Deutschland optimal auf die Unterbringungsmöglichkeiten abgestimmt. Daher variierten die Händler ihre Aufrufe nicht wesentlich. Zum Teil mussten sie diese jedoch zurücknehmen, da die Bereitstellung zu groß war. Bei überaus wenig Interesse driften die Forderungen bei Feldsalat örtlich weiter auseinander. Die Einstände von Chicorée tendierten nach unten.

Gurken
Die deutschen Abladungen prägten das Geschäft mit Schlangengurken, niederländische und belgische ergänzten es. Die Versorgung fiel nicht allzu üppig aus. Das basierte unter anderem auf Wechsel von Anbausätzen inländischer Kulturen. Dies kam freilich dem beruhigten Bedarf entgegen. Die Notierungen schwankten somit vielfach nur unbedeutend. Zum Wochenende hin stiegen sie verstärkt an, da sich der Zugriff verbessert hatte. Gelegentlich auftretende Konditionsmängel bei einheimischen Erzeugnissen versuchte man mittels sukzessiver Vergünstigungen zu bereinigen. Minigurken stammten dominierend aus dem Inland. In Berlin, Frankfurt und Hamburg gelangten auch niederländischen Importe in den Verkauf. Generell mussten die Preise früher oder später, in Hamburg sogar von Montag an fortlaufend reduziert  werden. In Frankfurt kosteten diverse Produkte aus Deutschland am Freitag bloß noch 4,50 € je5-kg-Abpackung.

Tomaten
Rispentomaten und Runde Tomaten flossen dem Markt in leicht abgeschwächtem Maß aus den Niederlanden, Belgien und Deutschland zu. Das trug der Ferienzeit Rechnung. Die stetige und überwiegend freundliche Nachfrage spiegelte sich in mindestens stabilen, in der Regel eher befestigten Kursen wider. Bei den seltenen Chargen geringerer Qualität beschleunigte man den Vertrieb durch entsprechende Verbilligungen. Beliebte Kirschtomaten gingen hauptsächlich aus Italien, den Niederlanden sowie aus Deutschland und Belgien zu. Bei meist genügender Order tendierten die Bewertungen für gewöhnlich nach oben. Punktuell sanken sie aber gerade bei den einheimischen und italienischen Früchten marginal ab. Fleischtomaten wurden gemeinhin aus Belgien zugeführt, örtlich zudem aus den Niederlanden. Außer in Frankfurt konnten sie sich durchweg verteuern. Sonderformen wie Coeur de Boeuf oder Honigtomaten rief man in unveränderter Höhe auf.

Gemüsepaprika
Die breitgefächerte Produktpalette wurde vorrangig mit Anlieferungen aus den Niederlanden bestückt. Daneben trafen belgische und teils rückläufig türkische Offerten ein. In München komplettierten ungarische und in Frankfurt sehr spärlich italienische Importe mit hervorragender Optik, aufgemacht in 5-kg-Holzsteigen. Die Verfügbarkeit roter und gelber Varietäten wuchs merklich an. Die Forderungen mussten sukzessive reduziert werden. Ganz anders war es bei den grünen Kultivaren. Hier schossen die Notierungen buchstäblich durch die Decke. Bei türkischen Angeboten ließ sich eine analoge Entwicklung verzeichnen, jedoch fiel deren Ausprägung etwas moderater aus. Die Bereitstellung von Partien an Californian Wonder aus Bosnien und Herzegowina blieb im musterhaften Umfang. Polnische Sendungen des Kalibers GG erfüllten nicht die Erwartungen der Abnehmer und räumten daher zu langsam.


Weitere Informationen
Frankfurt
Das Angebot an Saftorangen wurde ab Dienstag mit Salustiana aus Uruguay und Valencia Late aus Südafrika ergänzt. Das reichlich offerierte Beerenobst wie Brombeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren vergünstigte sich. Eine Ausnahme bildeten Himbeeren, die in ansprechender Qualität bis zu 2,60 € je 250-g-Schale kosteten. Belgien komplettierte zu 0,80 € je 125-g-Schälchen und Portugal zu 1,60 € je 125 g. Ersten deutschen losen Knollensellerie brachte man zu ca. 1,- € je kg unter. Rote Beete mit Laub wurde zu 4,- € je 5er-Bund und lose aufbereitet zu 3,50 bis 5,- € je 5 kg abgewickelt. Die Erntemengen von Buschbohnen stiegen rasant, damit verbunden waren niedrigere Bewertungen. Stangenbohnen und Dicke Bohnen konnten das Vorwochenniveau bestätigen. Sehr üppig angelieferte grüne Zucchini wurden zu 4,- bis 4,50 € je 5-kg-Kiste vermarktet. Größere Kaliber waren schon ab 3,- € je kg zu haben. Bei den gelben Produkten konnte man höhere Kurse von bis zu 10,- € je 5 kg durchsetzen. Mit ausgedehnter Verfügbarkeit stockte ab Donnerstag der Verkauf von Pfifferlingen.
Hamburg
Einheimische Brombeeren verbilligten sich auf bis zu 1,- € je 250-g-Schale. Orangen aus Simbabwe, Valencia Late in 56er- bis 72er-Abpackungen, eröffneten zu 14,- € je 15-kg-Karton die Saison. Salustiana aus Uruguay wurden zu 15,- € je 105 Stück veräußert. In Kürze sollen Mandarinen, Nadorcott aus Südafrika, erhältlich sein. Deutsche Zucchini platzierte man zu maximal 4,- € je 5 kg.
Köln
Die Preise für einheimische rote und schwarze Johannisbeeren, überwiegend in 500-g-Abpackungen, schwächten sich mengenbedingt sukzessive ab. Kulturheidelbeeren und Waldheidelbeeren hatten ihren Ursprung im Inland und Polen. Melonen aus Südeuropa interessierten bei regnerischer Witterung nur wenig. Der Verkauf von Wassermelonen entwickelte sich auch nicht exorbitant; die Bewertungen verharrten auf bisherigem Niveau. Pastinaken und Petersilienwurzeln kosteten 14,- bis 15,50 € je 5 kg. Die Notierungen für einheimische Stangenbohnen tendierten abwärts. Maschinengeerntete Buschbohnen überzeugten bezüglich ihrer Güte.
München
Bei Himbeeren und Kulturheidelbeeren trafen bereits Spätsorten ein. Immer mehr Ware stammte aus dem mittel- und norddeutschen Anbau. Polnische Ergänzungen präsentierten sich qualitativ stabil, trocken und großfallend, was Verteuerungen begründete. Frischfeigen aus der Türkei und Griechenland komplettierten das italienische Angebot. Die Kurse für verstärkt verfügbaren inländischen Wurzelspinat und Blattspinat gaben nach. Auberginen steuerten auf ihren Saisonhöhepunkt zu, die Offerten aus den Niederlanden, Italien und Deutschland waren zahlreich und mussten billiger untergebracht werden. Ansprechende Buschbohnen und Stangenbohnen wurden infolge gesenkter Aufrufe freundlicher beachtet. Bei eher negativ eingeschätzten Absatzmöglichkeiten disponierte man Brokkoli vorsichtiger und orderte ihn günstiger. Die Anlieferungen von einheimischen Pastinaken nahmen deutlich zu. Die Versorgung von Wurzelpetersilie stieg an. Steinpilze und Pfifferlinge waren genügend vorhanden; mit leicht verringerten Forderungen wurde der Umschlag noch einmal forciert.
Berlin
Die Zufuhren von Kulturheidelbeeren aus Deutschland und Polen wuchsen im Wochenverlauf weiter an. Dadurch bröckelten die Bewertungen auf 1,40 € je 250-g-Schale für inländische und auf 1,30 € je 250 g für polnische Früchte ab. Die Abladungen von französischen Artischocken dehnten sich aus und kosteten ca. 19,50 € je 24er-Steige.
 


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 30 / 16
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Veröffentlichungsdatum: 04.08.2016

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin