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Kartoffeln: Marktinformation Ostdeutschland 29. KW 2016

27. Juli 2016

Das Angebot an heimischen Frühkartoffeln nimmt spürbar zu. Importware ist kaum noch im Handel zu finden. Derzeit werden noch einige Partien aus der Pfalz abgepackt. Sie decken vor allem den Premiumbereich festkochender und mehlig kochender Sorten ab. Vereinzelt ist noch Ware aus dem Breisgau in der Abpackung.

Bildquelle: Shutterstock.com Kartoffeln
Bildquelle: Shutterstock.com

Das Preisniveau für Breisgauer Speisekartoffeln wurde im Vergleich zur Vorwoche um 5 EUR/t zurückgenommen. Für festschalige Packkartoffeln aus dem Raum Burgdorf in Niedersachsen werden diese Woche für vorwiegend festkochende Sorten Forderungen von 44 EUR/dt und für festkochende und mehlig kochende Sortentypen 46 EUR/dt ab Erzeuger genannt. Packer beziehen Speiseware aus Sachsen-Anhalt derzeit auf einem Niveau zwischen 41 und 44 EUR/dt franco. Das erhöhte Aufkommen setzt die Preise unter Druck.

Quelle: MIO-Lallf KW 29 - 2016

Ab kommender Woche werden auch Packer aus Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg festschalige Frühkartoffeln aus dem Vertragsanbau vor Ort beziehen. Speiseware aus Sachsen ist ebenfalls bereits verfügbar. Hier sowie in einigen Regionen von Sachsen-Anhalt sind die schweren Böden durch fehlenden Niederschlag teilweise zu hart zum Roden. Das Erntegut enthält viele Kluten. Speiseware aus Niedersachsen hat aufgrund der hohen Nachfrage zuletzt teils deutlich an Qualität eingebüßt. Es wurde vereinzelt kaum packfähige sehr losschalige Ware geliefert. Pfälzer Speiseware ist nach wie vor qualitativ sehr unterschiedlich. Die Nachfrage am Markt wird als normal bis gut beschrieben. In einigen Feriengebieten ist der Absatz allerdings auch sehr verhalten.

Die letzten Speisekartoffeln der Ernte 2015 sind diese Woche geschält worden. Schälbetriebe mit Kartoffelanbau haben ihr Sortiment auf eigene Frühkartoffeln umgestellt. In diesen Schälbetrieben ist das Preisniveau unverändert beibehalten worden. Für Rohware auf dem freien Markt werden weiterhin franco Preise zwischen 18 und 23 EUR/dt angegeben. Die Nachfrage nach Schälrohstoff ist gering. Größere Schälbetriebe ohne eigenen Kartoffelanbau haben die Preise für geschälte Kartoffeln um 3 bis 5 Cent/kg gesenkt. Mit dem Beginn der Ferienzeit ist der Absatz von Schälkartoffeln vielerorts deutlich zurückgegangen, teils wird der Rückgang in den Urlaubsregionen durch steigenden Bedarf in der Gastronomie aufgefangen.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 27.07.2016

Schlagwörter

Kartoffeln, Marktinformation, Ostdeutschland