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Birnen: Südafrika herrschte mit vielen Varietäten vor, speziell mit Packham`s Triumph und Forelle

07. Juli 2016

Boscs Flaschenbirne verabschiedeten sich langsam aus der Vermarktung. Chile und Argentinien beteiligten sich überwiegend mit Abate Fetel und Packham`s Triumph. Conference aus den Niederlanden und Belgien rundeten das Sortiment ab. 

Bildquelle: Shutterstock. Birnen
Bildquelle: Shutterstock.

Die Verfügbarkeit orientierte sich oftmals am steten Interesse, das mancherorts enttäuschte. Die Forderungen der Vorwoche wurden aufrecht erhalten, ab und an für vereinzelte Chargen mengeninduziert sogar ein wenig angehoben.

Äpfel
Die Importe aus Übersee hatten das Geschehen fest im Griff. Neuseeland stellte insbesondere Braeburn und Royal Gala bereit. Aus Chile und Südafrika stammten hauptsächlich Pink Lady und Royal Gala. Erste Kanzi aus Südafrika und Neuseeland komplettierten das Angebot. Das Geschäft verlief ohne größere Höhepunkte. Die ausgeweitete Versorgung genügte in der Regel, um die Nachfrage zu befriedigen, sodass sich das Kursniveau für gewöhnlich kaum bewegte. Die Kunden konzentrierten sich inzwischen klar auf die Zufuhren der südlichen Hemisphäre, das europäische Segment wurde von ihnen mittlerweile etwas vernachlässigt. Diesen Bereich dominierte kontinuierlich Deutschland vor Italien, Frankreich und den Niederlanden. Aus Polen kamen Tenroy, die in Frankfurt lediglich 1,- € je kg kosteten. Die Bewertungen verharrten meist auf bisherigem Level, bloß in Berlin kletterten sie leicht aufwärts.

Tafeltrauben
Italienische Black Magic und Victoria prägten das Geschehen. Da sich ihre Präsenz ausweitete, konnten die bisherigen Bewertungen nicht immer bestätigt werden. Aus Italien kamen außerdem Sugraone, die das Angebot ergänzten. Spanien sendete ebenfalls Sugraone sowie Festival Seedless und Midnight Beauty, die in Frankfurt flott räumten. Ägyptische Flame Seedless und Sugraone generierten häufig eine freundliche Beachtung. Chilenische, israelische und marokkanische Importe spielten nur eine kleine Rolle. Auch brasilianische Victoria und Crimson Seedless flossen bloß in einem spärlichen Rahmen zu. Summa summarum tendierten die Notierungen abwärts, da die Nachfrage für die angewachsenen Anlieferungen schlichtweg zu schwach war.

Aprikosen
Günstige spanische Früchte dominierten vor teuren französischen. Italienische Abladungen belegten hinter türkischen Sekerpare, welche auf hinreichend Zuspruch stießen, den vierten Rang. Ungewohnt große ungarische und österreichische Offerten überzeugten in München hinsichtlich ihres Geschmacks. Hier wiesen griechische Bebeco erneut eine ungenügende Ausfärbung auf, was sich selbstredend negativ auf ihren Absatz auswirkte. Insgesamt hatte sich die Versorgung merklich ausgedehnt, was die Händler oftmals zwang, ihre Forderungen zu reduzieren, wenn sie Bestände vermeiden wollten. In Hamburg mussten die Kunden für exklusive französische Partien indes mehr als bislang zahlen.

Kirschen
Während die Anlieferungen aus der Türkei und Deutschland kräftig anwuchsen, schränkte sich die Präsenz italienischer und griechischer Chargen erheblich ein. Auch wenn Spanien ein wenig an Wichtigkeit verlor, spielte es dennoch eine bedeutende Rolle. In Hamburg trafen einige Importe aus dem Osten Europas ein, etwa aus Slowenien, Ungarn und Bulgarien. Die Abnehmer favorisierten Produkte mit einem Durchmesser ab 28 mm+, kleinere Kaliber wurden selten gesucht und konnten nur mit Verbilligungen untergebracht werden. Das Interesse war anfangs getrübt, da die Käufer aufgrund der feucht-warmen Witterung der Kondition der angebotenen Ware misstrauten. Meist bröckelten die Preise mengenbedingt ab. Je näher das Wochenende rückte, desto flotter entwickelte sich der Zugriff, sodass ab und an die Aufrufe wieder erhöht werden konnten. In Frankfurt erschwerten Rückläufer aus dem LEH die Vermarktung türkischer Napoleon, die bezüglich ihrer Qualität generell Wünsche offen ließen. Griechische Ferrovia zeigten sich in München mit verbesserter Güte, genierten aber kaum Beachtung, sodass ihre Kurse stabil blieben. Erste polnische Zufuhren kosteten lediglich 3,- bis 3,50 € je kg.

Pfirsiche und Nektarinen
Spanien und Italien bestimmten die Szenerie vor Frankreich und der Türkei. Die Abladungen dehnten sich aus, parallel dazu verharrte die Nachfrage auf bisherigem Niveau. Darauf folgten oftmals sinkende Forderungen. In Hamburg konnten die Bewertungen trotz gedämpften Zuspruchs mit Hilfe einer dosierten Bereitstellung aufrecht erhalten werden. In Frankfurt verteuerten sich indes exklusive Früchte aus Frankreich auf bis zu 14,- € je Karton mit 22 bis 24 Stück. In München hatten manche Offerten gespaltene Steine, was den Absatz bremste. Spanische Paraguayos räumten in Frankfurt schnell, in München hingegen eher langsam; die Kunden schienen schon eine gewisse Sättigung vorzuweisen.

Kiwis
Neuseeland herrschte vor, Chile ergänzte. Die Kondition der italienischen Partien überzeugte noch immer, sodass die Produkte weiterhin verkauft werden konnten. Summa summarum orientierte sich die Versorgung an den Unterbringungsmöglichkeiten, sodass die Kurse in der Regel stabil blieben. Nur hier und da zogen diese leicht an.

Zitronen
Auch in dieser Woche hatte sich die Verfügbarkeit nicht merklich verbessert. Argentinische und spanische Importe wurden zu fast gleichen Teilen angeliefert; südafrikanische komplettierten. Der Bedarf konnte trotz der knappen Abladungen hinreichend gedeckt werden, was für gewöhnlich zu konstanten Notierungen führte. Wenn sich diese veränderten, dann bloß marginal.

Bananen
Die Nachfrage schwächelte ein wenig; offensichtlich befanden sich zu dieser Jahreszeit andere Obstsorten im Fokus der Kunden. In der Regel passte man die Bereitstellung auf den verminderten Zugriff an, sodass sich die Preise nicht wesentlich bewegten. Lediglich in München tendierten die Bewertungen etwas abwärts.

Blumenkohl
Der Markt wurde fast ausschließlich mit inländischen Erzeugnissen beliefert. Die eingeschränkten Erntevolumen reichten vielfach nicht aus, um den steten Bedarf völlig zu befriedigen. Die Kurse, deren Spannengrenzen sich zusehends einander näherten, stiegen überwiegend an. Kurz vor dem Wochenende fielen sie jedoch gelegentlich wieder ab, da sich das Interesse entschleunigt hatte. Einzig in Hamburg trafen die Abladungen so massiv ein, dass man generell mit Vergünstigungen arbeiten musste. Polnische Ergänzungen konnten hier ihre bisherigen profitablen Einstände nicht halten.

Salat
Dominierender Kopfsalat aus dem Inland wurde hauptsächlich mit belgischen Zugängen konfrontiert. Offerten aus einheimischer Freilandkultur litten häufig an Mängeln durch Verschmutzungen oder Blattkrankheiten. Die belgische Konkurrenz aus dem Glashaus hatte diesen Nachteil nicht. Die Versorgung schrumpfte oftmals. Die Notierungen verharrten somit meistens auf einem recht konstanten Level, bewegten sich örtlich sogar leicht bis offensichtlich nach oben. Das Geschäft mit Eissalat divergierte in zwei Strömungen: Die Zufuhren verknappten sich. Folglich zogen die Bewertungen vornehmlich an. Dem entgegen musste man sie verschiedentlich reduzieren, da die Bereitstellung die Unterbringungsmöglichkeiten überragte. Die Ware stammte vorrangig aus dem Inland, weniger bedeutend aus den Niederlanden. Die Preise von stattlich vorrätigen Bunten Salaten variierten auf niedriger Basis. Manchmal tendierten sie nach oben, selten nach unten. Die Wichtigkeit von Feldsalat schwächte sich ab. Dessen ungeachtet konnte er sich punktuell verteuern.

Gurken
Die vorherrschenden inländischen Schlangengurken wurden durch niederländische und belgische Zuflüsse komplettiert. Die Verfügbarkeit hatte sich verringert. Zeitgleich dazu weitete sich der Zugriff erkennbar aus. Die Kurse stiegen einstands- oder nachfragebedingt merklich an oder explodierten platzweise geradezu zum Wochenende hin. Im Extremfall wurden für einheimische Produkte Aufschläge von bis zu 40 % verzeichnet. Diese waren bei den Mitstreitern aus Belgien oder den Niederlanden nicht so drastisch ausgeprägt. Selbst Krumme Gurken partizipierten von dieser Entwicklung und man rief sie höher auf als bisher. Postwendend schmälerte sich vielfach empfindlich der Zuspruch. Zwei Drittel des Angebotes von Minigurken beruhten auf deutschem Anbau, ein Drittel resultierte aus niederländischen Importen. Die kontinuierlich üppig eintreffenden Mengen zwangen die Händler gemeinhin zu Verbilligungen. Zuweilen blieben einheimische Erzeugnisse davon verschont.

Tomaten
Bei Rispentomaten und Runden Tomaten dominierten fortlaufend niederländische, belgische und inländische Abladungen. Die Zufuhren aus der Beneluxregion reichten nicht völlig aus, um das freundliche Interesse hinlänglich zu stillen. Die Forderungen bewegten sich sukzessive nach oben. Bloß bei den verstärkt auftretenden inländischen Offerten musste man sie in der Regel reduzieren; dennoch lagen sie andauernd deutlich über denen der Konkurrenz. Kirschtomaten stammten vorrangig und in leicht abgestuftem Umfang aus den Niederlanden, Italien sowie aus Deutschland. Bei einer lebhaften Aufnahme etablierten sich für gewöhnlich graduelle Verteuerungen. Einzig die italienischen Chargen vergünstigten sich häufiger. Fleischtomaten gingen dem Geschäft aus Belgien und den Niederlanden zu. Da sie stets befriedigend räumten, verharrten ihre Notierungen mindestens auf einem konstanten Level, tendierten in der Mehrzahl aber nach oben.

Gemüsepaprika
Die Ertragsverluste durch die Unwetter in den Niederlanden und Belgien machten sich durch die eingeschränkte Bereitstellung augenfällig. Der Bedarf konnten nicht genügend gedeckt werden. Die Preise trieben für sämtliche Farbgruppen ansehnlich nach oben, teilweise zudem einstandsbedingt. Am meisten betroffen von dieser Entwicklung waren die grünen Kultivare. Topqualität kostete zum Schluss bis zu 18,50 € je 5-kg-Karton. Deutsche Produkte, allein in München eine Rolle spielend, profitierten von dieser Marktströmung und wurden ebenso höher aufgerufen. Die Kurse türkischer und marokkanischer Importe stiegen mit etwas abgeschwächter Intensität einerseits auch an, neigten andererseits jedoch verschiedentlich zu einer gewissen Stabilität. Marginale Zuflüsse von gelben Früchten aus Ungarn, von roten aus Marokko und von grünen aus Polen rundeten erstmalig das Sortiment ab.

Zwiebeln
Gemüsezwiebeln kamen hauptsächlich aus Spanien. Wegen ihrer verdichteten Präsenz mussten die Forderungen in der Regel reduziert werden. Chilenische Zufuhren komplettierten neben spärlichen türkischen in rückläufigem Maß das Angebot, fehlten partiell schon völlig im Geschäft. Bei Haushaltsware ging, erkennbar an der sich verringernden Versorgung, die Übersee-Kampagne ihrem Ende entgegen. Zum Freitag hin bewegten sich die Bewertungen daher öfters aufwärts. Italien startete mit hervorragender Güte in die Saison. Da man diese Sendungen zusätzlich wesentlich billiger als die der Konkurrenz aus Neuseeland umschlug, wechselten die Kunden gerne und schnell zu den europäischen Erzeugnissen. Einheimische Ernte soll ab der 27. KW verfügbar sein.
 


Weitere Informationen
Frankfurt
Deutsche Pflaumen, Ruth Gerstetter in 10-kg-Holzsteigen, wurden am Montag zu 27,50 € vorrangig an Bäckereien verkauft. An den Folgetagen war das stolze Preislevel nicht zu halten, die Kurse fielen bis Freitag auf 22,- bis 24,- € je 10 kg. Susinen aus Spanien und Italien räumten recht flott. Das einheimische Beerensortiment dehnte sich stetig aus, so konnten ab Dienstag schwarze Johannisbeeren zu 3,- bis 4,- € je 500 g vermarktet werden. Die Mengen von Heidelbeeren blieben anfänglich übersichtlich und teuer, sodass italienische und kroatische Chargen als Alternative gehandelt wurden. Ab Donnerstag wuchsen die Abladungen an, woraufhin man die Aufrufe senkte. Sehr reichliche Himbeeren vergünstigten sich auf 0,90 € je 250-g-Schälchen. Die wenigen inländischen Brombeeren ergänzten polnische und niederländische. Erste kleine polnische Waldheidelbeeren in 500-g-Spankörbchen fanden rasche Aufnahme. Das Interesse an Hokkaido-Kürbissen deckten spanische Produkte zu 14,- € je 6 Stück ab. Die Notierungen für Kopfkohl neigten zur Schwäche, die für lose Möhren wurden auf hohem Niveau bestätigt. Brokkoli traf dosiert ein und kostete je nach Aufmachung 8,- bis 12,- € je 5-kg-Karton. Die Anlieferungen von einheimischen Buschbohnen und Stangenbohnen verstärkten sich allmählich. Gelbe Wachsbohnen gab es ab Donnerstag. Für weißrussische Pfifferlinge mussten bis zu 12,50 € je kg gezahlt werden.
Hamburg
Erste süddeutsche Pflaumen, Ruth Gerstetter, wurden zur Verfügung gestellt. Die noch recht junge Ware generierte bereits freundlichen Zuspruch. Ungarische Ruth Gerstetter waren etwas billiger als inländische. Bei Heidelbeeren vollzog sich der Wechsel vom geschützten Anbau hin zu Freilanderzeugnissen. Norddeutsche Buschbohnen traten mittlerweile in Erscheinung.
Köln
Das Angebot von Waldbeeren aus Polen sowie von einheimischen grünen und roten Stachelbeeren wuchs rasant an. Auf inländischen Rhabarber konnte trotz des offiziellen Saisonendes am 24.06. kontinuierlich zugegriffen werden. Der Bedarf an Spargel wurde mit spärlichen Zufuhren gedeckt, sodass die Bewertungen ihr bisheriges Niveau bestätigten. Während einheimische Stangenbohnen schon ziemlich häufig am Platz waren, blieb der Anteil an Buschbohnen überschaubar. Wachsbohnen stammten vorrangig aus Polen.
München
Am Montag trafen erste ungarische Zwetschgen der Sorte Herman ein, die sich recht jung präsentierten und deshalb kaum beachtet wurden. Badische Ruth Gerstetter eröffneten zu gewohnt hohen Forderungen. Die Warenpalette mit süddeutschen Beeren weitete sich aus; kroatische Kulturheidelbeeren und polnische Waldheidelbeeren ergänzten. Wassermelonen aus dem Mittelmeerraum fanden eine freundliche Aufnahme. Spargel gab es in nicht unerheblichen Mengen insbesondere vom Gäuboden. Die Unterbringung gestaltete sich auch mit merklichen Vergünstigungen schwierig, da das Interesse sehr schwach war. Die Anlieferungen von inländischen Frischerbsen sowie Buschbohnen und Stangenbohnen dehnten sich deutlich aus, wobei hier der feuchtwarmen Witterung qualitativ und somit auch preislich Tribut gezollt werden musste. Alternativ konnte man noch billigere italienische Buschbohnen ordern. Die Notierungen für französische Artischocken tendierten nach dem Kampagnenende der italienischen und spanischen Partien kräftig aufwärts. Inzwischen traten Hokkaido-Kürbisse aus Spanien und Italien in Erscheinung.
Berlin
Für spärlichen einheimischen Spargel mussten etwa 6,- € je kg gezahlt werden. Im kleinen Umfang waren Auberginen aus Deutschland erhältlich. Mit ca. 2,25 € je kg kosteten sie viel mehr als die Importe aus den Niederlanden, der Türkei und Italien. Gut nachgefragt wurden im Wochenverlauf Pfifferlinge aus diversen osteuropäischen Ländern. Die Kurse lagen bei 8,- bis 11,- € je kg, je nach Herkunftsland und Beschaffenheit der Erzeugnisse.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 26 / 16 - Obst - Gemüse - Südfrüchte
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Veröffentlichungsdatum: 07.07.2016

Schlagwörter

BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin, Birnen