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Kirschen: Die Türkei bestimmte vor Spanien und Italien das Geschehen

30. Juni 2016

Die Präsenz einheimischer Früchte wuchs an; Carmen und Bellise wurden im Kaliber 26 mm+ angeliefert. Erste Van aus Bulgarien trafen in Hamburg ein.

Bildquelle: Shutterstock. kirschen
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Türkische Napoleon wiesen oftmals die bei den Kunden beliebten Größen 30 mm+ und 32 mm+ auf, sodass sie auf hinreichend Beachtung stießen. Infolge einer ausgeweiteten Verfügbarkeit waren die Händler meist gezwungen, von ihren Forderungen abzurücken und sie zu reduzieren. Selbst mängelfreie Erzeugnisse verbilligten sich häufig. Ergänzt wurde die Warenpalette von französischen, ungarischen und österreichischen Abladungen, die nur eine kleine Rolle spielten.

Äpfel
Neuseeländische, chilenische und südafrikanische Importe bestimmten das Geschehen und dehnten ihre Präsenz aus. Viele Sorten standen bereit, vorrangig Royal Gala, Braeburn, Granny Smith und Pink Lady. Abladungen aus Argentinien rundeten die Warenpalette ab. Das ruhige und stete Interesse wurde problemlos gestillt, sodass sich die Kurse nicht wesentlich veränderten. Europa verabschiedete sich langsam aus dem Geschäft, manche Varietäten waren nicht mehr verfügbar. Dennoch konnte kontinuierlich auf einheimische und italienische Früchte zugegriffen werden. Hier herrschten Jonagold, Elstar und Granny Smith vor. Sofern die Güte keine Wünsche offenließ, verlief die Unterbringung störungsfrei zu den bisherigen Bewertungen.

Birnen
Den unaufgeregten Handel prägten südafrikanische Zufuhren: Packham`s Triumph, Forelle und Abate Fetel überwogen. Chile beteiligte sich hauptsächlich mit Abate Fetel, Packham`s Triumph und Forelle an der Vermarktung. Aus Argentinien kamen unter anderem Anjou, die in Frankfurt und München das Angebot ergänzten. Conference aus den Niederlanden und Belgien büßten erkennbar an Wichtigkeit ein, sie überzeugten aber weiterhin hinsichtlich ihrer Kondition. Generell konnte die schwache Nachfrage ohne Mühe befriedigt werden. Bezüglich der Notierungen machte man keine gravierenden Bewegungen aus.

Tafeltrauben
Italienische Black Magic und Victoria beherrschten die Szenerie. Italien stellte neben Sugraone auch Sublima Seedless bereit, die ziemlich teuer waren. Erste spanische Früchte, Superior Seedless und Sugraone trafen in Frankfurt und Hamburg ein. Das Sortiment komplettierten verschiedene, in sehr geringen Mengen angelieferte Varietäten: zum Beispiel Sugraone und Flame Seedless aus Ägypten, Red Globe aus Chile und Thompson Seedless aus Indien. Infolge der angewachsenen Abladungen konnten die Forderungen nicht immer bestätigt werden, insbesondere die italienischen Chargen vergünstigten sich nach und nach. Dies beschleunigte den Abverkauf indes nicht durchgängig.

Erdbeeren
Es gab ausschließlich inländische Offerten, deren Präsenz sich ausdehnte. Der Bedarf hielt mit der angestiegenen Verfügbarkeit nicht Schritt, sodass die Kurse insgesamt sukzessive absanken. Verbesserte Unterbringungsmöglichkeiten und damit verbunden anziehende Bewertungen waren lediglich zum Wochenende hin auszumachen. Eine weite Preisspanne konnte in Köln und München beobachtet werden, wo die Partien eine uneinheitliche Qualität aufwiesen. Zwischen 0,40 und 1,50 € je 500-g- Schale musste man hier bezahlen. Generell gelang eine Räumung der Lagervorräte nicht völlig, da die Zufuhren zu umfangreich waren.

Aprikosen
Wie zuvor dominierte Spanien vor Frankreich und Italien. Die Türkei und Griechenland komplettierten. Ungarische Chargen rundeten in München das Angebot ab. Hinsichtlich Ausfärbung und Durchmesser blieben kaum Wünsche offen. Summa summarum genügte die Versorgung, um das Interesse zu stillen; mancherorts fiel sie recht üppig aus. Die Nachfrage war relativ positiv, sodass sich nur selten Bestände bildeten. Die bisherigen Aufrufe wurden vielfach bestätigt. Wenig Zuspruch generierten zu blasse griechische Produkte. In Frankfurt konnten italienische Rubista indes flott abgesetzt werden. Exklusive Orange Red kosteten in Hamburg bis zu 16,- € je 5-kg-Verpackung.

Pfirsiche und Nektarinen
Spanische Zufuhren überwogen vor italienischen. Französische Offerten kamen in einem ansteigenden Maß auf die Plätze. Die Türkei und Griechenland komplettierten. Mit den höheren Temperaturen verbesserten sich mancherorts die Unterbringungsmöglichkeiten, so fiel die Nachfrage in Frankfurt und München freundlicher aus. In Köln und Berlin hingegen war das Interesse eher schwach. Aufgrund einer ausgedehnten Versorgung bröckelten die Kurse vielfach sukzessive ab, was sich nicht forcierend auf den Absatz auswirkte. Während französische Chargen hinsichtlich ihres Geschmacks ab und an Wünsche offenließen, fanden spanische und italienische Partien diesbezüglich mehr Anhänger.

Kiwis
Langsam, aber sicher endet die europäische Saison; auf den Märkten waren nur noch wenige italienische Produkte vertreten. Neuseeland prägte das Geschäft, welches von Chile abgerundet wurde. Bei einem kontinuierlichen Bedarf und einer darauf abgestimmten Bereitstellung veränderten sich die Notierungen nicht wesentlich.

Zitronen
Auch in dieser Woche war hinsichtlich der Verfügbarkeit keine Entspannung zu erkennen: Die Anlieferungen reichten weiterhin nicht aus, um das Interesse komplett zu stillen. Die Forderungen wurden daraufhin ab und an erhöht. Spanische und argentinische Chargen herrschten vor; südafrikanische und erste marokkanische ergänzten das Angebot.

Bananen
Da sich die Versorgung an den Unterbringungsmöglichkeiten orientierte, waren Kursveränderungen eine absolute Ausnahme. Lediglich in Frankfurt verteuerte sich ein wenig die Erstmarke. Die Nachfrage präsentierte sich meist freundlich, bloß in München eher begrenzt.

Blumenkohl
Infolge der Wetterkapriolen flossen die einheimischen Partien bloß in ungenügendem Maß zu. Dadurch wurde für vereinzelte Importe aus Frankreich oder Polen der Marktzugang erleichtert. Der Bedarf konnte nicht hinlänglich gedeckt werden. Generell zogen die Preise daher stufenweise auf bis zu 9,- € je 6er-Steige an. Dieser Prozess schmälerte dabei keineswegs einschneidend das Interesse. 8er- Aufmachungen von inländischem Romanesco stellten zu 13,50 € je Kollo keine wirkliche Alternative dar.

Salat
Etwas mehr als zwei Drittel der Zufuhren an Kopfsalat stammten aus Deutschland, der Rest aus Belgien. Das üppige Angebot traf auf eine überwiegend freundliche Nachfrage. Die Bewertungen verharrten somit auf einem stabilen Niveau. Lediglich bei den belgischen Chargen sackten sie verschiedentlich ab, wobei sie punktuell am Freitag wieder nach oben tendierten. Eissalat wurde in beträchtlichen Mengen angeliefert: vorrangig aus dem Inland und zudem aus den Niederlanden. Die Absatzmöglichkeiten reichten nicht aus, um eine glatte Räumung zu erzielen. Die Forderungen blieben selten unverändert, mussten meist reduziert werden. Bei Bunten Salaten harmonierte die Intensität der Versorgung besser mit der der Abnahme. Insofern konnte man oftmals marginale Verteuerungen etablieren. Feldsalat spielte nur noch am Rande eine Rolle. Bei einem ausgeglichenen Vertrieb variierten die Kurse kaum.

Gurken
Die dominierenden einheimischen Abladungen an Schlangengurken wurden durch niederländische und belgische ergänzt. Generell waren die Händler mit dem Geschäft zufrieden. Nachdem die Notierungen am Montag leicht abrutschten, hielten sie sich folgend auf konstantem Level. Vor dem Wochenende machten sie unterdessen häufig einen Sprung nach oben, was auf einer begrenzteren Bereitstellung und gestiegenen Einständen basierte. Das galt dann für sämtliche Herkünfte. Minigurken gelangten nahezu paritätisch aus Deutschland und den Niederlanden in den Verkauf. Auch wenn sie schnell umgeschlagen werden konnten, baute sich wegen der bedeutenden Zugänge doch allmählich ein Abgabedruck auf. Dem versuchte man in der Regel mittels Vergünstigungen zu entkommen.

Tomaten
Rispentomaten und Runde Tomaten flossen hauptsächlich aus den Niederlanden und Belgien zu. Inländische Erzeugnisse gewannen zusehends an Wichtigkeit, kosteten aber kontinuierlich wesentlich mehr als die Konkurrenz. Für gewöhnlich schmolzen die Überhänge nur schleppend ab. Die Forderungen brachen spätestens Dienstag ein. Am Donnerstag oder Freitag strebten sie dank besser dosierter Zufuhren oder verdichteten Bedarfs freilich aufwärts. Von einem wetterbedingten wirklich ultimativen Nachfrageschub konnte dabei kaum die Rede sein. Fleischtomaten aus Belgien und den Niederlanden generierten meist genügend Interesse, weshalb die Bewertungen selten modifiziert wurden. Kirschtomaten trafen vorrangig aus den Niederlanden und Italien ein. Deutschland und Belgien komplettierten das Sortiment. Vielmals verbilligten sich die Partien zu Beginn der 25. KW oder verteuerten sich zu deren Abschluss. Punktuell waren spanische Früchte zu 5,- € je 9x250-g-Schälchen vorrätig.

Zwiebeln
Die Partien an vorherrschenden spanischen Gemüsezwiebeln rundeten chilenische und punktuell türkische Zuflüsse ab. Generell harmonisierten der Grad der Versorgung und die Unterbringungsmöglichkeiten miteinander. Für gewöhnlich blieben die Notierungen daher stabil; ab und an tendierten sie zum Freitag hin abwärts. Das Geschäft mit Haushaltsware wurde vorrangig mit neuseeländischen, rückläufig mit australischen Chargen getätigt. Besonnene Zufuhren konnten zeitnah vertrieben werden und erzielten somit relativ konstante Bewertungen. Ob der Wechsel von den überseeischen zu den einheimischen Produkten gelingt, ist abzuwarten. Die inländische Saison soll voraussichtlich Anfang Juli starten.
 


Weitere Informationen
Frankfurt
Die Mengen von deutschen Himbeeren wurden ausgedehnt. Da nur wenige inländische Heidelbeeren vorrätig waren, hatten italienische Importe eine Vermarktungschance. Johannisbeeren und Brombeeren aus Portugal dienten als Ergänzung zu einheimischer Erzeugung. Erste deutsche Sauerkirschen in 10x500-g-Packungen wurden zu 25,- € offeriert. Das Erntevolumen von Lauchzwiebeln und Radieschen ging durch die Regenfälle der letzten Wochen merklich zurück: Preisanhebungen waren die Folge. Die Anlieferungen von deutschen grünen Zucchini nahmen stetig zu, sodass diese sich nahezu täglich verbilligten und ab 4,- € je 5 kg abgegeben werden mussten. So wollte man sich aufbauenden Beständen vorbeugen. Auberginen aus der Pfalz komplettierten zu 6,- € je 5 kg das dominierende belgische und niederländische Angebot. Erste polnische kleine und feine Sortierungen von Pfifferlingen wurden zu 11,- € je kg, bulgarische schon ab 6,50 € je kg verkauft. Steinpilze räumten noch langsam und kosteten je nach Aufbereitung 18,- bis 22,50 € je kg. Dill in Bündeln vergünstigte sich, da er recht kurz geschnitten war.
Hamburg
Knappe regionale Brombeeren liefen gut. Frische Pflaumen, Black Amber spanischer Herkunft zu 12,- € je 5-kg-Karton umgeschlagen, sahen hervorragend aus. Einen vielversprechenden Start legten gleichmäßig aufgemachte inländische Buschbohnen zu 4,30 € je kg hin. Auberginen aus den Niederlanden und Belgien deckten nicht genügend die Nachfrage; sie verteuerten sich sukzessive.
Köln
Waldbeeren aus Polen sowie einheimische Stachelbeeren läuteten ihre Saison ein. Die Präsenz von Johannisbeeren wuchs an. Für Rhabarber endete mit dem 24.06. die offizielle Kampagne. Neben rheinischen Restpartien war noch standweise niederländische Ware vorhanden. Zucchini wurden hauptsächlich aus Belgien und den Niederlanden importiert. Neuerntige Pastinaken und Petersilienwurzeln kosteten 14,- bis 15,- € je 5 kg. Brokkoli punktete nicht immer hinsichtlich seiner Qualität. Mit verbesserter Bereitstellung von Frühkohl gaben dessen Preise nach. Lauch blieb versorgungsbedingt recht fest bewertet.
München
Das einheimische Beerenangebot weitete sich aus. Neben Himbeeren wurden Brombeeren, Johannisbeeren und zunehmende Mengen an Stachelbeeren vertrieben. Spanische und österreichische Heidelbeeren ergänzten inländische. Frische grüne und blaue Feigen aus Süditalien waren inzwischen üppiger vorrätig.
Berlin
Die Nachfrage für Wassermelonen aus Spanien, Italien und Griechenland verstärkte sich deutlich. Da die Verfügbarkeit am Markt nicht ausreichte, zogen die Preise an. Bis zum Wochenende konnten die Zufuhren nicht gesteigert werden. Kernarme Früchte kosteten etwa 0,70 bis 0,80 € je kg. Die Zuflüsse an südafrikanischen Navelorangen intensivierten sich sukzessive. Von den Kursen her lagen sie mit 15,50 bis 16,- € je 15-kg-Karton leicht über den Restbeständen aus der spanischen Produktion.
 


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 25 / 16
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Veröffentlichungsdatum: 30.06.2016

Schlagwörter

Kirschen, Türkei, Spanien, Italien