Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Nachhaltige Landwirtschaft: Deutschland und China wollen Zusammenarbeit ausbauen

15. Juni 2016

Deutschland und China wollen im Bereich der nachhaltigen Landwirtschaft verstärkt zusammenarbeiten. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten der Parlamentarische Staatssekretär Peter Bleser und Chinas Agrarminister Agrarminister Han Changfu im Rahmen der 4. Deutsch-Chinesischen Regierungskonsultationen am 13. Juni 2016 in Peking.

Peter Bleser und Chinas Vize-Agrarminister Qu Dongyu
Parlamentarische Staatssekretär Peter Bleser und Chinas Vize-Agrarminister Qu Dongyu. Quelle: Ministry of Agriculture, P.R.of China

"Deutschland ist und bleibt ein starker Partner, um Chinas Weg zu einer nachhaltigen, umweltschonenden und modernen Landwirtschaft zu unterstützen", erklärte der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Peter Bleser, in der Großen Halle des Volkes, im Plenum der Konsultationen. Diese fanden unter Vorsitz von Bundeskanzlerin Angela Merkel und des chinesischen Ministerpräsidenten Li in konstruktiver Atmosphäre statt.

In einer gemeinsamen Erklärung kündigten beide Staaten zum Abschluss ihrer Konsultationen mit Blick auf das Themenfeld Agrar - und Ernährung an, ihre Zusammenarbeit in Bereichen wie umweltgerechte und ressourcenschonende Anbauverfahren und tiergerechte Tierhaltung, Aufsicht über Qualität und Sicherheit landwirtschaftlicher Erzeugnisse und Agrarpolitik weiter vertiefen zu wollen. Als zentrale Plattform hierfür soll das im Vorjahr eröffnete Deutsch-Chinesische Agrarzentrum (DCZ) dienen. Beide Länder begrüßten in ihrer Erklärung insbesondere Fortschritte bei der bilateralen Zusammenarbeit in der nachhaltigen Landwirtschaft, im Bioenergie- und Forstbereich sowie in der Lebensmittelsicherheit. Zugleich wird ein verbesserter Marktzugang für hochwertige Lebensmittel angestrebt. Auch die bereits etablierte Forschungszusammenarbeit zu Agrar-, Forst- und Ernährungsthemen soll weiter vertieft werden.

Agrarzentrum ist Aushängeschild lebendiger Kooperation

Bleser würdigte das DCZ als ein "Aushängeschild für die enge und lebendige Kooperation beider Länder". Chinas Landwirtschaftsminister Han Changfu bezeichnete die erfolgreichen und intensiven deutsch-chinesischen Beziehungen im Agrarbereich als Modell für eine agrarpolitische Zusammenarbeit zwischen China und anderen EU-Mitgliedsstaaten. Um ihre bilateralen Beziehungen zu bekräftigen, unterzeichneten Bleser und Han eine Absichtserklärung zur künftigen Kooperation im Bereich der nachhaltigen Entwicklung der chinesischen Landwirtschaft.

Hintergrund

Die Deutsch-Chinesischen Regierungskonsultationen finden planmäßig alle zwei Jahre statt. Als besonders wichtiger Meilenstein der agrarpolitischen Zusammenarbeit gilt das Jahr 2013, in dem die Regierungschefs beider Länder den Anstoß gaben, ihre Zusammenarbeit in der Landwirtschaft zu intensivieren. Dieses Bekenntnis zur Stärkung der bilateralen Zusammenarbeit führte zur Gründung des durch Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt und seinem Amtskollegen Han im März 2015 eröffneten DCZ. 

Als Dialogplattform bringt das Zentrum seither Politik, Wissenschaft und Wirtschaft zusammen und dient als zentrale Anlauf-, Informations- und Koordinierungsstelle für die bilaterale Kooperation im Agrar- und Ernährungsbereich zwischen beiden Ländern. Das DCZ trägt schon jetzt mit Beratungs- und Vernetzungsangeboten für politische und wirtschaftliche Entscheidungsträger beider Länder mit zur Modernisierung der chinesischen Landwirtschaft und zur Bewältigung von Herausforderungen für die Ernährungssicherung bei. So organisierte das DCZ beispielsweise im November 2015 erstmals eine Deutsch-Chinesischen Agrarwoche in Peking.

Die deutsch-chinesische Zusammenarbeit im Agrarbereich hat sich in den vergangenen Jahren fest etabliert. Formate dieser Zusammenarbeit sind u.a. die jährlichen Treffen der bilateralen Arbeitsgruppe Agrar- und Ernährungspolitik auf Vizeministerebene und ein regelmäßiger Dialog der Agrarminister beider Länder.

Quelle: BMEL

Veröffentlichungsdatum: 15.06.2016

Schlagwörter

Nachhaltig, Landwirtschaft, Deutschland, China