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Deutschland: Feste Preise prägten die Apfelvermarktung

06. Juni 2016

Feste Preise auf relativ hohem Niveau prägten auch in den Monaten April und Mai die Apfelvermarktung. Eine stetige Nachfrage sorgte bis KW 10 für saisontypische Absatzzahlen. Im März ging die abgesetzte Menge dann unter die beiden Vorjahren zurück, in KW 14 wurde mit 2.600 t Tafeläpfel sogar über 1.000 t weniger als in den beiden Vorjahren vermarktet. Dies geht aus dem "Agrarmärkte Aktuell - Mai 2016" des LEL Schwäbisch Gmünd hervor.

Bildquelle: Shutterstock. Apfel Elstar
Bildquelle: Shutterstock.

Wegen der geringen Erntemenge lief Elstar bereits frühzeitig aus. Nach dem Auslaufen von Gala und Braeburn schränkte sich das Sortiment weitestgehend auf die Jonagold-Gruppe, Golden Delicious und Idared ein. Die Vermarktung großkalibriger Äpfel besonders der Jonagold-Gruppe gestaltete sich im April und Mai etwas schwieriger gleichzeitig eröffneten sich durch das sich weiter verengende Sortiment hier und da Absatzmöglichkeiten.

Dagegen gestaltete sich der Absatz von Golden Delicious und Idared problematisch, da der Abfluss nach Osteuropa weiterhin gebremst ist. Man ist bemüht, diese Sorten sowie große Jonagold, die früher ebenfalls nach Osteuropa gingen, auf dem Inlandsmarkt zu platzieren. Der Markt profitiert von der Ernteverzögerung bei Sommerobst infolge der kühlen Witterung und sehr hochpreisiger Forderungen für heimische Erdbeeren.

In der vergangenen Woche wurde ein steigendes Interesse an Überseeware bei gleichzeitig vermindertem Lieferumfang aus Süddeutschland an den Großmärkten beobachtet. Trotzdem wird mit Preisstabilität für heimische Äpfel in der restlichen Saison gerechnet.

In der Obstregion Bodensee wurden von KW 14 bis KW 21 20.300 t Äpfel zu durchschnittlich 47,8 €/dt (+17 % gg. Vj.) vermarktet. Im Vorjahreszeitraum erzielten 30.600 t Äpfel 40,9 €/dt. Im selben Zeitraum flossen über 3.000 t zu 10,7 €/dt in die Mostobstindustrie. Zum 1. Mai 2016 lagerten am Bodensee noch 39.600 t Äpfel, die Hälfte entfiel auf Jonagold, Jonagored und Red Jonaprince. Die Vorräte im Norden Deutschlands beliefen sich auf 52.000 t Äpfel und liegen damit nur um 7 % unter dem Vorjahreswert.

Im April wurden für Bio-Äpfel frei Rampe Großhandel im Schnitt 124 €/dt bezahlt, im Naturkost-Einzelhandel wurden 191 €/dt erzielt. 

Quelle: © LEL Schwäbisch Gmünd

Veröffentlichungsdatum: 06.06.2016

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Deutschland, Preise, Apfelvermarktung, Apfel