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MV: Das Preisniveau für deutsche Speiseware ist nach wie vor fest

01. Juni 2016

Die Regale der Handelsketten in Mecklenburg-Vorpommern werden zunehmend mit importierten Frühkartoffeln aufgefüllt. Das Verhältnis alterntiger Kartoffeln zu Frühkartoffeln beträgt aktuell 50/50. Die Lieferung ägyptischer Programmware läuft allmählich aus, Ware wird jedoch noch im Packgeschäft bis Ende Juni verfügbar sein.

Bildquelle: Shutterstock. Kartoffeln
Bildquelle: Shutterstock.

In der Abpackung sind nun auch spanische Importe, die Probleme hinsichtlich Schalenfestigkeit, Fäule und im Kaliber bereiten. Die Preise liegen je nach Sorte zwischen 75 und 80 EUR/dt und damit deutlich über dem Vorjahresniveau. Die zyprischen Sorten Allianz und Alexandra sind mit 72 und 80 EUR/dt ebenfalls hochpreisig im Bezug. Die Pflanzkartoffeln sind überwiegend ausgeliefert, einige Partien werden noch nach Russland exportiert. Die Preise für Schälkartoffel bleiben unverändert auf Vorwochenniveau. Die anhaltende Trockenheit macht vielerorts Beregnung erforderlich.

Quelle: MIO-Lallf KW 21 - 2016
Quelle: MIO-Lallf.

Brandenburg
Die Situation am hiesigen Kartoffelmarkt bleibt angespannt. Die Vermarktung der Vorjahresernte ist nahezu abgeschlossen. Restbestände schwinden rasch und werden zu stabilen Preisen vermarktet. Nicht mehr alle Kochsorten stehen ausreichend zur Verfügung. Packer suchen händeringend Ware. Noch wird das Frühkartoffelgeschäft durch ägyptische und israelische Ware bestimmt. Spanische Offerten sind mengenmäßig in guter Qualität nur schwer zu bekommen. Insgesamt tendieren Frühkartoffelimporte stabil bis fester. Zu geringe Niederschläge der letzten Tage konnten das Wasserdefizit nicht ausgleichen, es muss beregnet werden.

Sachsen
Das Angebot an Speisekartoffeln der alten Ernte ist bei unveränderten Preisen gering. Angebotsware aus dem Mittelmeerraum rückt mehr und mehr in den Fokus der Abpacker. Noch dominieren ägyptische und spanische Frühkartoffeln das Packgeschäft, deren Verfügbarkeit nicht zu reichlich ist. Die Preise für importierte Frühkartoffeln zeigen sich stabil bis leicht steigend. Die Schälkartoffelpreise sind unverändet auf dem Niveau der Vorwoche verblieben. Für Schälrohware werden Preise zwischen 25 und 28 EUR/dt franko genannt.

Sachsen-Anhalt
Das Saisonende naht, es werden nur noch Restmengen deutscher Speiseware zu unveränderten Preisen vermarktet. Marktbeteiligte gehen davon aus, dass sich bis zum endgültigen Ende preislich nichts mehr ändern wird. Der Anteil Frühkartoffeln im Packgeschäft nimmt weiter zu. Der Export ist mangels Warenverfügbarkeit bei teilweise noch bestehender Nachfrage zum Erliegen gekommen. Im Bereich der Verarbeitungsware wird das Angebot an freier Ware ebenfalls als nicht mehr sehr umfangreich eingeschätzt.Steigende Forderungen werden wahrscheinlich mangels Alternativen akzeptiert. Aktuell liegt der Preis für Verarbeitungskartoffeln bei 23 EUR/dt. Die Beschaffung von Schälrohstoff gestaltet sich schwierig, die Preise tendieren stabil bis fester. Einige Schälbetriebe werden in absehbarer Zeit auf Frühkartoffeln umsteigen müssen. Die Kartoffelbestände in der Region sind gut aufgelaufen, es fehlt jedoch an Niederschlägen.

Thüringen
Nur noch geringe Umsatzanteile an alterntigen Speisekartoffeln bestimmen das Packgeschäft. Es bleibt bei unveränderten Preisen. Insbesondere die Vorräte an mehlig kochenden Kartoffeln neigen sich dem Ende. Der Markt wird zunehmend von Frühkartoffeln dominiert, wobei Lieferungen ägyptischer Frühkartoffeln bereits auslaufen. Spanische und israelische Frühkartoffeln werden in dieser Woche abgepackt. Je nach Sorte müssen die Packbetriebe für spanische Ware zwischen 78 bis 80 EUR/dt zahlen. Es wird von durchwachsenen Qualitäten berichtet.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 01.06.2016

Schlagwörter

MV, Preisniveau, Speiseware, Kartoffeln, Marktinformation, Ostdeutschland