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Österreich: Noch mehr Konzentration im Lebensmittelhandel

30. Mai 2016

In dem seit zehn Jahren überdurchschnittlich wachsenden Markt gewinnen die Marktführer und Nischenanbieter. In der Mitte wird es hingegen eng, wie RegioData berichtet. Auch Expansion und Übernahmen (Zielpunkt) erhöhen die Marktkonzentration.

Bildquelle: Shutterstock. Supermarkt

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Jährlich werden in Österreich (Österreicher und Touristen) etwa 20 Milliarden Euro für Lebensmittel und lebensmittelnahe Produkte ausgegeben. Seit mehr als zehn Jahren verzeichnet dieser Markt Zuwächse, die zumeist doppelt so hoch sind, wie die jeweilige Inflationsrate. Das liegt nicht hauptsächlich daran, dass die (gleichen) Produkte um so viel teurer werden, sondern daran, dass die Österreicher zu anderen, höherwertigeren Produkten greifen: die Mango, die laktosefreie Milch, die Bio-Freilandeier oder das Meersalz kosten eben mehr als vergleichbare konventionelle Produkte.

Expansion und Übernahmen (Zielpunkt) erhöhen die Marktkonzentration

Der österreichische Lebensmittelhandel weist bereits jetzt eine sehr starke Konzentration auf. Die drei größten Unternehmen (REWE mit 33 %, Spar mit 30 % und Hofer mit 20 %) teilen sich den Markt unter sich auf. Durch die Aufteilung von Zielpunkt-Standorten und durch die eigene Expansion wird diese Konzentration heuer weiter steigen. Hohe Marktkonzentrationen eröffnen aber auch immer den Nischenanbietern Möglichkeiten. In Österreich sind das derzeit die Biound Reformläden (z.B. denn´s, Martin) oder türkische Anbieter (z.B. Aycan, Etsan).

Diskonteranteil steigt weiter

Der Anteil der Diskonter im österreichischen Lebensmittelhandel steigt weiter und liegt derzeit bei etwa 33 %. Verantwortlich dafür ist vor allem die Expansion von Hofer und Lidl. Andererseits verändern die Diskonter ihr Gesicht: Duftende Backshops, noch mehr Bio, ansprechenderes Ambiente und Regionalität erhöhen den durchschnittlichen Einkauf der Kunden.

Internet noch (!) wenig bedeutsam

Der Onlinehandel spielt im Lebensmittelhandel noch wenig Rolle. Der Anteil liegt bei knapp 2 % der gesamten Lebensmittelausgaben. Allerdings sind für die nächsten Jahre deutliche Steigerungsraten zu erwarten: Die wesentlichen Marktteilnehmer haben erst im letzten Jahr begonnen den Online-Vertriebsweg ernst zu nehmen, nicht zuletzt deswegen, weil auch einige Internet-„Pure-Player“ an diesem Kuchen interessiert sind. Allen voran Amazon mit „Amazon-Fresh“

Veröffentlichungsdatum: 30.05.2016

Schlagwörter

Konzentration, Lebensmittelhandel, Einzelhandel, Studie