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Jazz® als Lieblingsapfel bewertet - Obst an der BEA Messe in Bern

27. Mai 2016

Die Sonderschau „Das Grüne Zentrum trägt Früchte“ an der BEA war ein Erfolg. Die Standbetreuer bekamen täglich viele positive Rückmeldungen von den Besuchern. Die BEA wurde während den zehn Tagen von rund 290‘000 Personen besucht. Agroscope und BESOFrisch betrieben einen Stand mit Apfel-Degustation.
 

JazzTM ENza Apfel
Jazz® Foto Enza 

Während den berühmtesten und schönsten zehn Tagen, Ende April bis Anfang Mai, grassierte wieder das BEA Fieber in Bern. Für die grosse Mehrheit war der des Grünen Zentrums eine Selbstverständlichkeit. Aktiv mitbeteiligt an dieser Sonderschau waren der Schweizer Obstverband (SOV), der Obstverband Besofrisch, das Inforama Oeschberg, Agroscope in Wädenswil, Fructus und die Ramseier AG. Zusätzlich haben die Sponsoren der Früchte, Pflanzen und Materialien beigetragen: Geiser agro.com ag, Baumschule Von Dach, Firmen Hengartner, Kurt Waldis und Andermatt Biocontrol. Bereits ein Jahr zum Voraus hat die Obstbranche das Konzept der Sonderschau gemeinsam mit der BEA erarbeitet. Dabei stand die nationale Dachkommunikation mit Barry und Hans im Vordergrund. Diese Protagonisten waren an der Ausstellung omnipräsent. Ein Highlight war natürlich ein Foto mit dem echten Barry und der Gans!

Jazz®, war der Lieblingsapfel an der BEA 2016

Während den 10 BEA Tagen wurden im Schnitt täglich rund 200 Personen zu neuen Sorten und zum Apfelkonsum befragt. Insgesamt nahmen 2649 Personen an der Befragung teil, wovon knapp zwei Drittel (62%) Frauen waren. Die Befragung wurde von Agroscope in Wädenswil entwickelt. Folgende Apfelsorten wurden degustiert: Scifresh-Jazz®, Milwa-Diwa®, Gradiyel-Goldkiss®, Braeburn, Gala, Cripps Pink-Pink Lady®, Mariella und Rustica. Die BEA-Besucher benoteten die Beliebtheit von angebotenen Apfelschnitzen der jeweils drei Sorten die täglich in verschiedener Zusammensetzung angeboten wurden mit einer Skala von 9 = sehr gut bis 1 = sehr schlecht. Die Probenreihenfolge wechselte alle 1 ½ Stunden, da normalerweise die erste Probe besser ankommt als die Folgenden. Alle Sorten kamen gut an, dennoch lassen sich gesicherte Unterscheide ausmachen.

Am besten bewertet wurde Scifresh-Jazz®, gefolgt von Braeburn, Mariella, Milwa-Diwa® und Cripps Pink-Pink Lady ®. Etwas weniger gut schnitten Rustica, Gala und Gradiyel-Goldkiss® ab. Bei Goldkiss dürfte die Optik mitgespeilt haben, welche Assoziationen zu der nicht mehr sehr belieten Sorte Golden Delicious weckte. Mit geschälten Schnitzen wäre das Ergebnis wohl etwas anders herausgekommen. Die statistischen Analysen ergaben, dass weder Konsumhäufigkeit, noch bevorzugte Konsumgelegenheit (zu Mahlzeiten oder als Zwischenverpflegung) oder Geschlecht der Testpersonen einen bedeutenden Einfluss auf die Bewertung der Sorten hatte. Auch wenn die Sorten „Gala“ und „Rustica“ von weiblichen Teilnehmerinnen tendenziell schlechter und die Sorten „Jazz“ und „Mariella“ eher besser als bei Männern bewertet wurden, so war das Ranking der Sorten bei Männern und Frauen identisch.

Interessanterweise spielte das Alter der Testpersonen eine Rolle; während die Sorte „Jazz“ von allen Altersklassen als die deutlich Beste befunden wurde, waren die Sorten „Gala“ und „Rustica“ tendenziell bei älteren Personen über 60 Jahren beliebter als bei Jüngeren. Die Teilnehmenden konnten an jedem Testtag anhand ihrer Bewertungen in drei Gruppen unterteilt werden, welche vermutlich die individuellen Präferenzen und negativ dazu korrelierte Aspekte widerspiegeln. So konnten an Tagen, an denen Braeburn, Jazz und Diwa getestet wurden, eine Gruppe bestimmt werden, welche Braeburn und Jazz gegenüber Diwa klar bevorzugte, eine andere, welche Diwa und Jazz gegenüber Braeburn bevorzugte, und eine Gruppe, die alle drei Sorten gut beurteilte.

Ergebnisse der Sorten-Degustation an der BEA. Skala von 9 = sehr gut bis 1 = sehr schlecht. Säulen mit unterschiedlichen Buchstaben unterscheiden sich statistisch gesichert)
Ergebnisse der Sorten-Degustation an der BEA. Skala von 9 = sehr gut bis 1 = sehr schlecht. Säulen mit unterschiedlichen Buchstaben unterscheiden sich statistisch gesichert)

Zum Schluss der Degustation und Befragung durften die Besucherinnen und Besucher von den jeweils drei Sorten ihren Lieblingsapfel bestimmen. Dabei ging hervor, dass Jazz® eindeutig der Lieblingsapfel der BEA 2016 war! Es folgten Braeburn und Pink Lady. Die neue Sorte Mariella von Agroscope (Maigold x Arlet) schnitt auch gut ab, Gala und Goldkiss® waren weniger beliebt. Die Agroscope-Sorte Rustica, welche die Schorfresistenz Vf besitzt, wurde besser als Gala beurteilt. Milwa-Diwa® ist im Mittelfeld. Die Früchte von Jazz®, Pink Lady®, Goldkiss®, Gala und Braeburn wurden von der Firma Geiser agro.com ag gelagert und geliefert. Sie waren mit 1-MCP (SmartFresh) behandelt worden. Die Früchte von Mariella und Rustica wurden von Agroscope gelagert und waren nicht mit SmartFresh behandelt worden. 

Der Stammbaum der Schweizer Sorte Milwa-Diwa® wurde an der Sonderschau anschaulich durch Agroscope dargestellt. Auch der Fructus-Stand mit den alten Sorten kam beim Publikum gut an. Ein weiteres Publikumsmagnet waren das Schaumosten und der Apfelschälwettbewerb. Der Schälwettbewerb wurde mit 5,44 Meter von Zbinden Rinaldo, Burgdorf gewonnen. Als 1. Preis gibt es eine Reise für 2 Personen auf den Öpfelchüechliweg inkl. 1 Übernachtung mit HP auf dem Männlichen

Tagesbeispiel zur bevorzugten Apfelsorte (%-Anteil im 1. Rang)
Tagesbeispiel zur bevorzugten Apfelsorte (%-Anteil im 1. Rang)


Jürg Maurer, Inforama Oeschberg und Geschäftsführer Obstverband Besofrisch
Markus Kellerhals, Jonas Inderbitzin, Melanie Abt, Agroscope
 

Veröffentlichungsdatum: 27.05.2016

Schlagwörter

JazzTM, Lieblingsapfel, BEA, Messe, Bern