Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH
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Äpfel: Anlieferungen aus Übersee überholten langsam aber sicher die aus Europa

19. Mai 2016

Neuseeland bestimmte mit Royal Gala, Cox Orange und Jazz das Geschehen. Chile beteiligte sich unter anderem mit Elstar und Royal Gala an der Vermarktung. Aus Südafrika kamen erste Granny Smith, Pink Lady und Royal Gala.

Bildquelle: Shutterstock. Apfel
Bildquelle: Shutterstock.

Im Segment der europäischen Offerten prägten einheimische Jonagold und Elstar sowie italienische Granny Smith und Golden Delicious die Szenerie. Generell stießen die Früchte aus Europa durchaus noch auf Zuspruch, da sie keine konditionellen Mängel aufwiesen. Das Interesse konnte mühelos gestillt werden. Die Kurse blieben oftmals konstant, ab und an sackten sie mengeninduziert etwas ab. In Frankfurt wurden die Aufrufe für einheimische Chargen erhöht. In Berlin verbilligten sich indes die Importe aus der südlichen Hemisphäre, da diese zu umfangreich angeboten wurden.

Birnen
Südafrika dominierte mit Packham`s Triumph, Abate Fetel und Forelle. Dahinter reihte sich Chile mit Abate Fetel und Forelle ein. Argentinien rundete mit Packham`s Triumph das Sortiment ab. Europäische Partien, italienische Abate Fetel sowie niederländische und belgische Conference, ergänzten. Insgesamt war ein recht kontinuierliches und unaufgeregtes Geschäft zu beobachten, indem die Nachfrage ohne Probleme befriedigt werden konnte. Hinsichtlich der Preise waren keine wesentlichen Veränderungen auszumachen. Südafrikanische Forelle wurden in Frankfurt zu knapp 2,20 € je kg nur wenig gekauft, da die Sortierung 80/85 mm den Kunden zu groß erschien.

Tafeltrauben
Thompson Seedless und Crimson Seedless herrschten vor und stammten aus Chile und Südafrika. Südafrikanische Barlinka, Dauphine und Bonheur komplettierten ebenso wie chilenische Red Globe. Thompson Seedless kamen außerdem noch aus Indien. In Frankfurt trafen zudem ägyptische Prime Seedless und israelische Early Sweet ein. Für gewöhnlich wurde das unaufgeregte Interesse problemlos gestillt, sodass die bisherigen Forderungen nicht modifiziert werden mussten. Lediglich bei Erzeugnissen mit qualitativen Mängeln mussten die Händler Zugeständnisse machen. In München verteuerte sich derweil konditionsstarke Ware.

Erdbeeren
Die Präsenz einheimischer Chargen dehnte sich enorm aus. Demgegenüber verloren Italien und Spanien an Bedeutung. Niederländische Produkte belegten im reichhaltigen Sortiment den zweiten Rang. Griechenland, Ungarn und Belgien ergänzten. Die Partien überzeugten hinsichtlich ihrer Güte nicht immer, was die Preisspanne vergrößerte. Infolge der angewachsenen Verfügbarkeit waren die Verkäufer häufig gezwungen, ihre Aufrufe zu reduzieren, da die Unterbringungsmöglichkeiten auf dem Niveau der 18. KW verharrten. Dies betraf insbesondere die spanischen und italienischen Offerten. Selbst das Pfingstgeschäft führte nicht überall zu einer angestiegenen Nachfrage. Nur in München zogen die Notierungen ab Mittwoch an, da der Bedarf nicht völlig gedeckt werden konnte.

Aprikosen
Spanische und italienische Produkte dominierten augenscheinlich. Die Saison startete inzwischen durch, was sich an den verstärkten Abladungen absehen ließ. Die Qualität überzeugte nicht immer, so waren manche Früchte noch zu hell. Geschmacklich gab es kaum Grund zu klagen, weshalb die Vermarktung insgesamt doch recht befriedigend verlief. Die Kursspanne lag zwischen ca. 2,50 und 5,75 € je kg, immer abhängig von Ausfärbung, Aroma und Größe. Griechische und türkische Zufuhren komplettierten, wobei speziell Letztgenannte hinsichtlich ihrer Güte Mängel aufwiesen und daher nur schwer umzuschlagen waren.

Pfirsiche und Nektarinen
Die Präsenz spanischer und italienischer Anlieferungen wuchs erheblich an. Offerten aus der Türkei, Chile und Marokko komplettierten. Sowohl die Durchmesser als auch die Güte der Erzeugnisse verbesserten sich sukzessive, sodass sich auch die Unterbringungsmöglichkeiten ausweiteten. In Hamburg waren die Kunden mit der angebotenen Ware nicht zufrieden, da hier die Sortierung und auch der Geschmack Wünsche offenließen. In Köln, München und Berlin war das Interesse witterungsbedingt zu schwach, sodass die Händler gezwungen waren, die Forderungen zu senken, wenn sie eine Räumung erreichen wollten. Immerhin regte dies den Verkauf an.

Kiwis
Italien herrscht vor; Frankreich und Griechenland ergänzten. Bei einer Versorgung, die sich in der Regel an der steten Nachfrage orientierte, veränderten sich die Notierungen nicht wesentlich. Mancherorts verteuerten sich italienische Partien ein wenig. Aus Neuseeland kamen weiterhin Goldkiwis, die ca. 20,- € je 5,6-kg-Kiste kosteten.

Zitronen
Der Bedarf konnte mit den spanischen Zufuhren kaum gedeckt werden, sodass die Notierungen stark anzogen. Dies wirkte sich wiederum auf das Interesse aus, dass sich anschließend abschwächte. Griechische, italienische und südafrikanische Importe hatten ergänzenden Charakter und beteiligten sich lediglich mit geringen Mengen am Geschäft.

Bananen
Es war ein recht ereignisarmes Geschehen zu beobachten. Die Früchte generierten genügend, wenn auch nur wenig Zuspruch. Da man die Bereitstellung auf die Nachfrage abstimmte, kamen die Notierungen kaum in Bewegung.

Blumenkohl
Deutschland hatte sich dank ausgedehnter Abladungen an die Spitze des Sortimentes gesetzt. Die Präsenz französischer Offerten schränkte sich hingegen ein. Italien und Belgien rundeten das Angebot ab. Das Interesse war nicht besonders stark ausgeprägt und konnte mit Leichtigkeit gestillt werden. Infolge der angewachsenen Zufuhren bröckelten die Bewertungen oftmals ab. Lediglich in Berlin verharrten sie auf dem Niveau der Vorwoche, da hier die Verfügbarkeit nicht ausreichte, um den Bedarf problemlos zu decken.

Gurken
Deutschland dominierte vor den Niederlanden und Belgien. Die Versorgung weitete sich aus. Die Nachfrage hingegen blieb auf bisherigem Level. Bestände konnten dennoch vermieden werden. In Frankfurt erhöhten die Händler ihre Aufrufe, was dem Absatz nicht schadete. In Hamburg quittierten die Kunden vorangegangene Verteuerungen indes mit einer merklichen Kaufzurückhaltung. Selbst anschließende Vergünstigungen regten das Geschäft anschließend nicht mehr an. In Köln, Berlin und München verharrten die Notierungen auf bisherigem Niveau, da hier die Nachfrage hinreichend gedeckt werden konnte. Im Segment der Minigurken beherrschte das Inland vor den Niederlanden und der Türkei das Geschehen. Bei einer kontinuierlichen Vermarktung blieben die Kurse meist stabil.

Tomaten
Die Niederlande und Belgien bestimmten das Geschehen. Einheimische, italienische und spanische Früchte komplettierten das Sortiment, welches sich insgesamt ausgedehnt hatte. Die Präsenz spanischer Offerten begrenzte sich dem Saisonzeitpunkt entsprechend derweil, die entstandene Lücke wurde aber mit niederländischen und belgischen Partien ausgeglichen. Aufgrund deren verstärkter Verfügbarkeit bröckelten die Notierungen oftmals ab. Vor allem Rispentomaten waren hiervon betroffen. Die Vergünstigungen belebten das Geschäft, sodass die Unterbringung zum Wochenende hin schneller vonstattenging. Inländische Chargen überzeugten hinsichtlich ihrer Ausfärbung vollends und konnten die bisherigen Bewertungen für gewöhnlich bestätigen.

Gemüsepaprika
Niederländische und türkische Importe herrschten vor; belgische und einheimische ergänzten. Generell konnte die Nachfrage trotz eingeschränkter Versorgung problemlos befriedigt werden. Die Kurse zogen dennoch oftmals an, insbesondere inländische und niederländische Zufuhren verteuerten sich sukzessive. Türkische Anlieferungen verbilligten sich hingegen mengenbedingt oftmals, da sie summa summarum zu wenig Beachtung generierten. In Hamburg wiesen die Preise einen uneinheitlichen Trend auf: Zunächst ansteigend, sanken sie wieder ab um anschließend wieder aufwärts zu klettern. Letztlich musste für alle Farbgruppen ca. 12,50 € je 5-kg-Kolli gezahlt werden. Hier stießen türkische Erzeugnisse aufgrund geringer Aufrufe auf eine positive Resonanz.

Spargel
Deutschland prägte mit großem Vorsprung die Szenerie; die Niederlande und Polen komplettierten im Bereich der violetten und weißen Stangen. Eine massive Ausweitung der Abladungen wirkte sich negativ auf die Bewertungen aus, die kontinuierlich in den Keller rutschten. Von Montag bis Freitag halbierten sich vielerorts die Notierungen. Doch selbst am Ende der Woche, die Pfingstfeiertage vor Augen, verbesserten sich die Unterbringungsmöglichkeiten nicht durchgehend. Eine Räumung gelang nicht immer. Das Geschäft mit Grünspargel lief etwas angenehmer, dennoch bröckelten die Notierungen oftmals ab. Deutschland dominierte; Spanien, Ungarn, Italien und Polen rundeten das Angebot mit spärlichen Mengen ab.

Zwiebeln
Im Segment der Haushaltsware bestimmte Neuseeland vor Australien den Handel. Europäische Chargen komplettierten. Erste ägyptische Importe trafen in München ein. Bei Gemüsezwiebeln herrschte Spanien von Chile vor. Türkische Offerten ergänzten in München und Frankfurt das Geschehen, waren ab und an allerdings ungleichmäßig sortiert und generierten daher nur wenig Aufmerksamkeit. Für gewöhnlich wurde die Bereitstellung auf das kontinuierliche Interesse abgestimmt, sodass die Verkäufer nur wenig Anlass hatten, an den bisherigen Aufrufen etwas zu verändern.
 


Weitere Informationen
Frankfurt
Spanische Kirschen wurden oftmals in 26 bis 28 mm offeriert. Am Montag und Donnerstag trafen spanische kleinfallende Früchte in 24 mm zu 10,- bis 12,- € je 2-kg-Karton ein. Eine Partie Early Big in 30 mm war trotz Forderungen von 28,- bis 30,- € je 2-kg-Kiste sofort verkauft. Am Dienstag traten wieder italienische Chargen in Erscheinung. Spanische, portugiesische und niederländische Himbeeren verteuerten sich sehr deutlich. Für chilenische Johannisbeeren sollten bis zu 6,- € je 125-g-Schälchen gezahlt werden. Neben saftigen und süßen italienischen Orangen, Sanguinelli aus Italien und Spanien, lieferte auch die Türkei zur Wochenmitte nochmals Washington Navel in 5/6er-Aufmachung. Limetten machten einen riesigen Preissprung auf 16,- bis 20,- € je 4-kg-Karton. Frankreich ergänzte den Handel mit grünen Zucchini mit 9-kg-Kisten zu 14,- €. Sehr schöne runde gelbe und hellgrüne Produkte gleicher Herkunft wurden zu 14,- bis 16,- € je 5 kg platziert. Zügiger Absatz bei Auberginen aus Belgien und den Niederlanden, hier wurde das Angebot im Schwerpunkt auf 10-kg-Mehrwegverpackung umgestellt. Spanischer und portugiesischer Chinakohl war knapp. Da durch den Regen in den Anbaugebieten weniger spanische Möhren bereitstanden, erhöhten sich die italienischen Zufuhren. Mit 12,50 bis 15,- € je kg waren bulgarische Pfifferlinge recht günstig; sie generierten rege Nachfrage.
Hamburg
Spanische und italienische Kirschen, Early Bigi und Gorgia in 24 bis 28 mm+ stießen zu 7,- bis 11,- € je kg auf Interesse. Lagerware, die zusehends von der Norm abwich, verbilligte sich. Das herrliche Wetter kurbelte das Geschäft von kernlosen Wassermelonen aus Spanien an, was sich auch in den Kursen widerspiegelte. Orangen aus Südafrika, Navel, feierten ihre Premiere zu 40er bis 56 Stück zu 16,- € je 15-kg- Packstück. In der 20. KW werden Pflaumen der Sorte Red Beaut von spanischen Plantagen erwartet. Frischer Chinakohl aus dem Inland kostete 0,85 € je kg. Aufgrund einer glatten Unterbringung wurden die Aufrufe für spanische Zucchini angehoben.
Köln
Johannisbeeren blieben weiterhin begrenzt. Brombeeren und Himbeeren standen überwiegend aus dem Inland und den Niederlanden zur Verfügung. Preisbedingt wurden aber noch eher übersichtliche Mengen aufgenommen. Die Zufuhren an spanischen Kirschen nahmen weiter zu, sukzessive passten sich die Notierungen an. Ananas waren weiterhin knapp. Pfifferlinge aus Osteuropa erhöhten langsam ihre Präsenz.
München
Das Geschäft mit Süßkirschen kam nicht so recht in Schwung. Spanische Produkte dominierten und wurden von italienischen, sporadisch von griechischen und ersten türkischen Importen ergänzt. Die Preise bröckelten spürbar ab. Reichlichere spanische und marokkanische Stangenbohnen vergünstigten sich. Das Angebot an Buschbohnen blieb dagegen übersichtlich; für die italienischen Chargen, die in verschiedenen Qualitätsstufen angeliefert wurden, ergab sich eine entsprechend breite Kursspanne. Bei inländischem Wirsing und insbesondere bei Rotkohl wurde die Warendecke zusehend dünner und die Bewertungen zogen an; auch Pastinaken und Petersilienwurzeln standen bei weit fortgeschrittener Saison nur noch in geringeren Mengen zur Verfügung. Indes war die Versorgung mit inländischem Weißkohl noch sichergestellt; Komplettierungen an neuerntigen Offerten aus Italien fanden eher wenig Beachtung. Erster Chinakohl aus der Pfalz rundete das mit spanischen, ungarischen und polnischen Zufuhren bestückte Sortiment ab. Neben Pfifferlingen, die deutlich billiger wurden, trafen erste Steinpilze aus der Balkanregion ein.
Berlin
Neben spanischen Himbeeren zu ca. 1,80 bis 2,30 € je 125-g-Schale waren im Wochenverlauf auch erste einheimische vorhanden. Hier lagen die Forderungen bei 2,30 € je 125 g. Erste inländische Brombeeren kosteten 2,- € je 125-g-Schale. Für spanische und französische Kulturheidelbeeren bezahlte man 1,40 € je 125 g. Die Abladungen von spanischen und italienischen Kirschen wuchsen sukzessive an. Aber auch mit gesenkten Aufrufen verharrte das Interesse auf niedrigem Niveau.
 


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 19 / 16
Copyright © fruchtportal.de

Veröffentlichungsdatum: 19.05.2016

Schlagwörter

Äpfel, Anlieferungen, Übersee, Europa