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Veggie-Boom in Deutschland: Flexitarier und Vegetarier

19. Mai 2016

Ein gutes Drittel der Haushalte sieht sich als Flexitarier – der Anteil steigt (aus Gesundheitsgründen) mit dem Alter. Bekanntlich sind Kompromissfähigkeit und Flexibilität eine Sache, die man lernen muss. Sie sind – mehr noch als die Vegetarier – die eigentlichen Träger des Veggie-Booms in Deutschland, auch wenn die Vegetarier pro Haushalt deutlich mehr für diese Lebensmittel ausgeben. So der GfK Consumer Index März 2016.

Bildquelle: Shutterstock. Salat mit obst Vegetarisch
Bildquelle: Shutterstock.

Was die Vegetarier-Haushalte angeht, verhält es sich genau andersherum; ihre Zahl ist in den jüngeren Haushalten doppelt bis dreimal so hoch wie in den älteren. Jüngere Menschen sind eben um einiges kompromissloser in ihrer Haltung. Ob sich das mit dem Älterwerden abschleift, ist aber fraglich. Die Vegetarier lassen sich nämlich eher durch ethischmoralische Ansprüche wie Tierwohl und Umweltschutz leiten. Solche Überzeugungen wirft man nicht einfach so über Bord, wenn man älter wird. Der Anteil der Vegetarier wird in den kommenden Jahren daher wohl ebenfalls zunehmen.

Obst und Gemüse: Umsätze gestiegen - gekaufte Menge leicht rückläufig

Obst und Gemüse gehören seit langem schon zu den entscheidenden Wachstumsträgern nicht nur für die Frischware, sondern für FMCG (Fast Moving Consumer Goods) insgesamt. Die Gründe dafür sind allerdings oft sehr unterschiedlich. Während die Umsätze im März 2016 um rund zehn Prozent gestiegen sind, war die gekaufte Menge leicht rückläufig. Da hat auch der frühere Einstieg in die Spargelsaison nichts geholfen. So richtig geht es hier sowieso erst im April los, wenn auch im März die Menge schon wesentlich höher war als im Vorjahresmonat.

Der Mengenrückgang war vor allem den teils deutlich höheren Preisen geschuldet (bei Obst und Gemüse im Schnitt plus 10%). Vor allem für Blumenkohl (+50%), Eisbergsalat (+48%) Paprika (+47%) und Brokkoli (+29%) haben die Verbraucher im März 2016 drastisch mehr bezahlt. So konnten einige Sorten trotz rückläufiger Menge beim Umsatz deutlich zulegen, wie z.B. Paprika (+25%).

Beim Obst sind die Erdbeeren früh in die Saison gestartet; sie wurden bei identischem Preis zum Vorjahres-März zu 3,30€/kg gekauft. Auch die Nachfrage nach Heidelbeeren war höher, aber bei einem Preisabschlag von zwölf Prozent zum März 2015. Rückläufig waren Äpfel mit einem Mengenminus von zehn Prozent, bei allerdings stabilen Umsätzen.

Die generell anhaltend positive Entwicklung von Gemüse korrespondiert in gewisser Weise mit einer negativen bei Fleisch. Die Verbraucher sind zwar lange nicht auf dem Weg in den Vegetarismus, aber sie haben ihren Fleischkonsum zuletzt doch stetig reduziert, wie eingangs in diesem Consumer Index beschrieben wurde. Ein Indiz dafür ist auch die rasante Entwicklung der Gemüse-Chips, die zwar nicht zum Frischgemüse gehören, die aber demselben Trend geschuldet ist, so GfK.

Der vollständige Consumer Index ist hier zum kostenlosen Download verfügbar.

Quelle: GfK

Veröffentlichungsdatum: 19.05.2016

Schlagwörter

Veggie, Boom, Deutschland, Flexitarier, Vegetarier, GfK, Consumer Index