Wittenberg Gemüse / Elite Frische Service GmbH

Versorgung mit einheimischen und italienischen Erdbeeren wuchs an

12. Mai 2016

Die Präsenz spanischer und niederländischer Partien verringerte sich hingegen. Bosnien und Herzegowina, Belgien und Ungarn rundeten die Warenpalette ab. Insbesondere die spanischen und italienischen Erzeugnisse wiesen hinsichtlich ihrer Haltbarkeit ab und an Mängel auf, was die Kursschere weit öffnete.

Bildquelle: Shutterstock. Erdbeeren Verkauf
Bildquelle: Shutterstock.

Generell tendierten die Bewertungen indes aufwärts, da sich die Unterbringungsmöglichkeiten verbessert hatten: Christi Himmelfahrt, Muttertag sowie die sonnige Witterung beflügelten vor allem zum Wochenende hin das Geschäft.

In Köln und Berlin trafen zu wenige Mengen ein, sodass man den Bedarf nicht vollends decken konnte. Am teuersten waren natürlich einheimische Produkte, für die zuweilen fast 4,- € je 500-g-Schale gezahlt werden mussten. Günstigere niederländische Importe kosteten in Hamburg ca. 3,20 € je 500 g. In Frankfurt wurde bis Dienstag niederländische und belgische Klasse II zu 1,20 bis 2,- € je 500-g-Schale bereitgestellt.

Birnen
Südafrika dominierte mit Packham`s Triumph, Forelle und Abate Fetel das Geschehen. Chile beteiligte sich mit Abate Fetel, Forelle und Flamingo am Geschäft. Südafrika schickte Flamingo und Boscs Flaschenbirne. Argentinien sendete hauptsächlich Abate Fetel. Neuseeländische Doyenné du Comice komplettierten die Warenpalette. Aus Europa stammten lediglich Conference und Abate Fetel, die auf ein stetes Interesse stießen. Da die Versorgung hinlänglich auf die Unterbringungsmöglichkeiten abgestimmt war, veränderten sich die Bewertungen nur selten. Selbstredend mussten für Produkte mit Gütemängeln die bisherigen Forderungen nach unten korrigiert werden, da eine Räumung ansonsten nicht gelungen wäre.

Tafeltrauben
Thompson Seedless aus Chile und Indien sowie Crimson Seedless aus Chile und Südafrika herrschten in einem Sortiment, dass sich allmählich begrenzte, vor. Aus Südafrika kamen zudem unter anderem Dauphine und Barlinka, die oftmals in 8,2-kg-Kartons angeboten wurden, während Chile noch Red Globe in 4,5-kg-Gebinden lieferte. Die Verfügbarkeit schränkte sich ein, was sich aber nicht durchschlagend auf die Notierungen auswirkte, da sich auch die Nachfrage vermindert hatte. Erst ab Freitag, dass sommerhafte Wetter vor Augen, griffen die Kunden mancherorts beherzter zu. Erneut waren einige Chargen von vereinzelten konditionsschwachen Beeren belastet, sodass sich etwa bei Thompson Seedless eine breite Preisspanne etablierte. In Hamburg verbilligten sich dunkelschalige Früchte wie La Rochelle oder Bonheur, da sie nicht genügend Beachtung generierten.

Kiwis
Das Angebot setzte sich aus italienischen, französischen und griechischen Abladungen zusammen. Bezüglich ihrer Kondition schwächelten mancherorts speziell die letztgenannten. Die Nachfrage konnte trotz leicht verminderter Verfügbarkeit problemlos befriedigt werden. Die Forderungen wurden nur selten modifiziert. Nachdem in der 17. KW in Hamburg neuseeländische Goldkiwi in die Saison starteten, führte man diese mittlerweile auch anderen Plätzen zu. Preisbedingt war das Interesse in Köln aber gedämpft. Währenddessen verlief die Abwicklung der Früchte in Frankfurt zu 23,- bis 25,- € je 5,2-kg- Karton flott.

Orangen
Im Segment der Blondorangen dominierten spanische Navelate, Lane Late und Valencia Late. Marokkanische und ägyptische Valencia Late ergänzten ebenso wie griechische Navel. Blutorangen hatten sich fast aus der Vermarktung verabschiedet: Spärliche Salustiana aus Spanien sowie Moro und Tarocco aus Italien rundeten das Sortiment ab. Die Kunden griffen zwar stetig zu, dennoch war nicht von der Hand zu weisen, dass die Kampagne quasi vorüber ist. Die bisherigen Bewertungen veränderten sich bloß selten, hier und da verteuerten sich spanische Valencia Late etwas.

Zitronen
Die Abladungen spanischer Primofiori schränkten sich massiv ein, dafür verstärkten sich die Anlieferungen von Verna. Italienische, südafrikanische und griechische Chargen komplettierten. Der Bedarf konnte nicht immer vollständig gedeckt werden, weshalb die Aufrufe meistens erhöht wurden. Bis zu 40,- € musste man je 15-kg-Kiste zahlen, was aber kaum Auswirkungen auf den Absatz hatte.

Bananen
Für gewöhnlich orientierte sich die Bereitstellung hinlänglich an dem Interesse, sodass sich die Notierungen nicht wesentlich bewegten. Selten kam es zu Vergünstigungen. In Hamburg war hiervon die Erstmarke tangiert, während sich in Berlin die Zweitmarke verbilligte.

Blumenkohl
Die Situation verschärfte sich. Die bisher doch recht übersichtlichen Zufuhren aus Frankreich und Italien begrenzten sich saisonbedingt fortlaufend. Winterblumenkohl aus Deutschland traf in zu kleinen Mengen auf dem Platz ein. Entweder entwickelten sich die Kulturen nicht schnell genug oder der Erntezenit war schon überschritten. Es herrschte überall ein Versorgungsengpass. Dieser trieb die Preise enorm nach oben. Inländische Partien erzielten bis zu 20,- €, französische sogar bis zu 26,- € je 6er-Steige. Über kurz oder lang verminderte dies merklich den Absatz.

Salat
Der monopolartig aus Spanien stammende Eissalat floss in zu geringem Umfang in den Handel. Die wenigen Offerten zum Start der einheimischen Kampagne vermochten die missliche Lage kaum zu verbessern. Die Bewertungen kletterten stufenweise aufwärts. Ergänzungen aus der Türkei überzeugten mit ihrem Einzelgewicht und konnten rasch umgeschlagen werden. Der Sachverhalt bei Kopfsalat war ähnlich heikel. Die Abladungen aus Belgien blieben wie die aus dem Inland kontinuierlich überschaubar. Parallel dazu hatte sich das Interesse intensiviert. Die Forderungen konnten problemlos angehoben werden: bei deutschen Chargen auf bis zu 11,- €, bei belgischen auf bis zu 14,50 € je 12er-Abpackung. Zu leichte Produkte oder solche mit unzureichend kompakten Herzen wurden dementgegen bereits ab 5,- € je 8 Stück veräußert. Die Präsenz von Bunten Salaten hatte sich sukzessive verstärkt. Aufgrund der ausgedehnten Anlieferungen etablierten sich rudimentäre Vergünstigungen. Endivien aus Belgien, Italien und unbeträchtlich aus dem Inland räumten für die Jahreszeit erstaunlich flott, was marginale Verteuerungen initiierte. Die Abnahme von Feldsalat enttäuschte. Romana-Salat aus Süddeutschland konnte wegen seines lockeren Aufbaus nicht mit der freundlich beachteten italienischen Ware konkurrieren.

Gurken
Die einheimischen Schlangengurken punkteten dank ihres Erscheinungsbildes: fest, glatt und von dunkelgrüner Farbe. Ihre Verfügbarkeit weitete sich allmählich aus, ohne irgendwelchen Druck aufkommen zu lassen. Die Importe aus den Niederlanden und Belgien wuchsen ebenfalls an. Zum einen war der Bedarf groß genug, um stabile bis anziehende Notierungen zu sichern. Zum anderen überschritt das Maß des Angebotes das der Nachfrage. Verbilligungen sollten dann die Abgabe optimieren. Minigurken gingen fast gleichbedeutend aus den Niederlanden und dem Inland zu. Die Türkei komplettierte in spärlichem Rahmen. Für gewöhnlich waren die Vertreiber mit ihren Absatzzahlen zufrieden. Das Sortiment wurde zu unveränderten Bedingungen verkauft.

Tomaten
Der Anteil von belgischen und niederländischen Abladungen dehnte sich zusehends aus, der von spanischen schränkte sich zunehmend ein. Dennoch entsprach der Zufluss häufig den Unterbringungsmöglichkeiten. Die Bewertungen lagen daher manchmal auf einem relativ konstanten Niveau. Das Interesse war jedoch nicht immer ausreichend, um die gesamten Mengen zu räumen. Die Händler mussten deshalb ihre bisherigen Aufrufe vermehrt reduzieren. Selbst ein leicht progressiver Zugriff zum Wochenende hin konnte das nicht abwenden. Spanische Chargen wurden oft zu Sonderpreisen veräußert, deutsche hingegen waren zu teuer und generierten somit verschiedentlich bloß unzulängliche Beachtung. Prinzipiell drängten Güteschwächen recht selten zu Vergünstigungen. Örtlich rundeten tunesische Fleischtomaten und Rispentomaten die Produktpalette ab. Vor Muttertag wurden Kirschtomaten lebhafter geordert. Zudem ließen sich dreifarbige Aufmachungen aus Frankreich sowie Honigtomaten und Tasty Tom aus den Niederlanden flott vermarkten. Vereinzelt enttäuschte das Geschäft vor dem Feiertag.

Gemüsepaprika
Die niederländischen Zufuhren herrschten vor. Aus Mitteleuropa kamen zusätzlich und in vergleichbarem Umfang Anlieferungen aus Belgien und Deutschland. Marokko und die Türkei ergänzten. Die Verfügbarkeit harmonisierte überwiegend mit dem Maß des Bedarfs. Die Kurse blieben vielfach stabil. In den wenigen Fällen eines stockenden Vertriebs sollten Verbilligungen den Verkauf beschleunigen. Die Bereitstellung von spitzen Formen variierte platzweise. Sie wurden aber befriedigend nachgefragt. Türkische Angebote, vorrangig Carliston und Biber, trafen hauptsächlich in Blister-Abpackungen ein und gingen in der Regel zeitnah wieder weg. Marokkanische Importe konnten wegen ihrer niedrigen Notierungen schnell umgeschlagen werden.

Spargel
Die Auswirkungen der kalten Witterung waren immer noch zu spüren. Es flossen ungenügende Mengen aus dem Inland zu. Die paar warmen Tage vermochten die Versorgung vor dem Wochenende nicht auskömmlich zu verbessern. Die Kunden orderten zunächst recht besonnen. Die Preise sackten in der Folge bis Mittwoch häufig ab. Am Freitag sprangen sie dementgegen verstärkt nach oben, da sich das Interesse merklich intensiviert hatte. So wurde in Köln schließlich erneut die 10-Euro-Marke für weiße Stangen überschritten. Sonstwo erzielte man eher 8,50 bis 9,50 je kg. Violette Kultivare veräußerten die Händler etwas günstiger. Die Abladungen aus Polen dehnten sich örtlich aus und punkteten hinsichtlich ihrer Qualität. Griechische Partien wurden aufgrund olfaktorischer Mängel und daraus resultierender fehlender Beachtung gelegentlich vom Markt genommen. Ungarische Sendungen waren bloß in München zu finden. Einheimische grüne Chargen hatten mit unverändert gewichtiger spanischer und verringerter italienischer Konkurrenz zu kämpfen; peruanische trat lediglich in Frankfurt auf.

Zwiebeln
Bei den Gemüsezwiebeln dominierte Spanien vor Chile. Im Segment der Haushaltsware beherrschte Neuseeland vor Australien das Geschehen; Deutschland, die Niederlande und Österreich ergänzten. Die Anlieferungen orientierten sich in der Regel an der Nachfrage, sodass die Notierungen oftmals konstant blieben. In Köln überzeugte die Güte spanischer Spring mittlerweile, was zum einen ihren Absatz beschleunigte und zum anderen die Abwicklung der chilenischen Importe bremste. In München verbilligten sich spanische Angebote, dafür musste man für die einheimischen mehr als zuvor bezahlen.
 


Weitere Informationen
Frankfurt
Erste deutsche Himbeeren aus dem geschützten Anbau waren zu 2,20 € je 125-g-Schale ab Mittwoch verfügbar. Die Niederlande bedienten den Bedarf an Brombeeren zu 3,- € je 125 g. Die Zufuhren von italienischen und spanischen Süßkirschen in 26 bis 28 mm stiegen merklich an. Bei umfangreichen Nektarinen und Pfirsichen aus Spanien wurden die Forderungen gesenkt. Erste Früchte aus der Türkei in Sortierung B waren zu 2,20 bis 2,70 € je kg nur schwer unterzubringen. Großfallende Aprikosen, Mogador und Mirlo aus Spanien, kosteten 30,- bis 35,- € je 5-kg-Karton. Standardofferten wurden schon ab 20,- € je 5 kg abgewickelt. Rhabarber war zum Wochenbeginn erntebedingt und durch Aktionen im organisierten LEH knapp, konnte preislich indes davon nicht profitieren. Gut gehende einheimische Radieschen, Lauchzwiebeln und Kohlrabi verdrängten langsam die italienischen. Sehr teure Morcheln aus den USA präsentierten sich zu 75,- € je kg. Günstiger wurden Pfifferlinge, die neben Portugal zwischenzeitlich auch aus Bulgarien bereitstanden.
Hamburg
Infolge des hohen Anteils kleiner und damit wenig beliebter B- und C-Kaliber ohne Aroma verlief der Umschlag für gelbfleischige Pfirsiche und Nektarinen aus Spanien und Marokko schleppend. Für Produkte mit begrenzter Lagerfähigkeit mussten die Bewertungen enorm reduziert werden. Frische Paraguayos von der iberischen Halbinsel schmeckten gut, hatten aber hinsichtlich Ausfärbung und Durchmesser noch Luft nach oben. Sich gegen den negativen Kurstrend zu stemmen, erwies sich bei chilenischen Erzeugnissen als vergebliche Mühe. Himbeeren aus dem beheiztem Anbau der Niederlande eröffneten zu 2,90 € je 200-g-Schale die Saison. Melonen aus Italien und Spanien starteten in vernünftiger Erscheinung in die Kampagne. Für südafrikanische Satsumas bezahlte man 17,- € je 10-kg-Holzkiste. Für Pfifferlinge aus Bulgarien wurden 19,- € je kg verlangt.
Köln
Erste Kirschen aus dem Mittelmeerraum stießen preisbedingt lediglich auf ein geringes Interesse. Exklusive Aprikosen aus Spanien verkauften sich indes trotz fester Forderungen flott. Pfirsiche und Nektarinen aus Spanien und Italien generierten zum Wochenende hin deutlich mehr Nachfrage. Mit zunehmendem Angebot verbilligte sich die Ware, die inzwischen schon in größeren Sortierungen verfügbar war. Erste Paraguayos ergänzten. Inländischer Kohlrabi stand ab Donnerstag bereit. Lauch verteuerte sich sukzessive.
München
Die Importe von Pfirsichen und Nektarinen aus Spanien und Italien wuchsen kontinuierlich an; Marokko komplettierte nur mit kleinen Mengen. Es trafen mittlerweile stattlichere Durchmesser ein. Infolge der ausgeweiteten Versorgung sanken die Notierungen zunächst, um ab Donnerstag wieder anzusteigen. Vereinzelt trübten Partien mit Konditionsschwächen das Bild. Die vorübergehende Eingeschränktheit bei Beerenobst führte zu Kurssprüngen, insbesondere bei Himbeeren. Spanische Kirschen und Aprikosen dehnten ihre Präsenz aus, während italienische bloß abrundeten. Limetten, Avocados und Frischfeigen blieben knapp und die Bewertungen entsprechend hoch. Dagegen vergünstigten sich Ananas. Erster inländischer Kohlrabi trat in Erscheinung. Chinakohl stammte aus Spanien, Polen und Ungarn. Bei Knollensellerie lösten die Niederlande das Inland als Hauptlieferant ab. Die Aufrufe für Pfifferlinge aus Serbien und Bulgarien mussten reduziert werden.
Berlin
Erste Aprikosen aus Spanien und Italien waren am Markt verfügbar. Die Früchte konnten optisch überzeugen, aber geschmacklich enttäuschten sie. Zum Wochenende hin mussten etwa 4,20 bis 4,50 € je kg angelegt werden. Die Abladungen von Pfirsichen und Nektarinen aus Spanien nahmen stetig zu. Auch waren inzwischen standweise italienische Offerten vorhanden. Da die Produkte hinsichtlich ihrer Qualität Wünsche offen ließen, wurden die Preise sukzessive verringert.


Weitere und detaillierte Informationen zu Marktberichte finden Sie über unserem Menüpunkt BLE MARKT- UND PREISBERICHT.

Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 18 / 16
Copyright © fruchtportal.de

Veröffentlichungsdatum: 12.05.2016

Schlagwörter

Erdbeeren, BLE, Marktbericht, Obst, gemüse, Südfrüchte, Großmarkt, Frankfurt a.M., Hamburg, Köln, München, Berlin