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Kartoffeln: Marktinformation Ostdeutschland 18. KW 2016

09. Mai 2016

Bedingt durch den Feiertag wird in Mecklenburg - Vorpommern derzeit von einer sehr guten Vermarktung berichtet. Bei stabilen Preisen macht auch in dieser Woche alterntige deutsche Speiseware bei den Abpackern noch den überwiegenden Teil des Absatzes aus. Neben der Kühlhausware sind immer noch Restbestände aus konventioneller Kistenlagerung auf dem Markt.

Bildquelle: Shutterstock. Kartoffeln
Bildquelle: Shutterstock.

Diese Restbestände werden überwiegend in den kommenden zwei Wochen geräumt, teils werden mehlig kochende Knollen der Ernte 2015 diese Woche letztmalig gepackt. Der Anteil an  ägyptischen Frühkartoffeln im Handel wird von Marktbeteiligten derzeit zwischen 15 und 20% geschätzt. Mit dem Beginn der Spargelernte wird auch wieder die hochpreisigeSorte Sieglinde aus dem italienischen Galantina angeboten. Die restlichen Pflanzkartoffeln werden zügig abgesetzt unter anderem nach Russland und Polen. Schälrohware ist knapp und teuer, weshalb einige Schälkartoffelproduzenten die Preise für geschälte rohe Kartoffeln um 3 bis 5 Cent/kg angehoben haben.

Brandenburg
Das Handelsvolumen von hiesigen alterntigen Speisekartoffeln nimmt spürbar ab. Die Verfügbarkeit deutscher Lagerware ist nicht mehr in allen Kochtypen gegeben. Mehlig kochende und festkochende Lagerkartoffeln sind in der Abpackung zum Teil nicht mehr im Sortiment. Teils stellt der Lebensmittelhandel kommende Woche komplett auf importierte Frühkartoffeln um. Der Anteil ägyptischer Früher im Handel hat inzwischen fast 50 % erreicht. Spanische Frühkartoffeln werden in Kürze erwartet. Die Preise für Kühlhausware liegen zwischen 26 und 28 EUR/dt. Für die Restbestände konventioneller Kistenware werden 22 EUR/dt veranschlagt. Der Absatz im LEH ist derzeit durch den Feiertag stark gestiegen. Für geschälte Kartoffeln sind die Preise vereinzelt bis zu 8 Cent/kg angehoben worden.

Mio Grafik KW 18

Sachsen
Bereits mit Wochenbeginn haben die Bestellungen im Packbereich durch den Feiertag am Donnerstag stark angezogen. Noch deckt das Angebot an alterntiger Speiseware den Bedarf, doch hochwertige Partien werden zunehmend gesucht. Heimische Lagerware, inzwischen überwiegend aus dem Kühllager, spielt nach wie vor eine wichtige Rolle im Umsatzgeschehen der Abpacker. Bis Ende Juni werden die Vorräte voraussichtlich reichen. Der Anteil ausländischer Frühkartoffeln im Absatz steigt langsam an. Die Erzeugerpreise für deutsche Lagerkartoffeln sind im Vergleich zur Vorwoche stabil geblieben. Die Schälkartoffelpreise sind angehoben worden. Schälrohware ist knapp, so dass mehr Geld verlangt wird. Die Auspflanzungen sind noch nicht überall beendet.

Sachsen - Anhalt
Restbestände aus konventioneller Kistenlagerung und Kühlhausware bleiben preislich stabil auf dem Vorwochenniveau. Die Vorräte deutscher Lagerware schrumpfen zunehmend. Hiesige Versandhändler werden spätestens Anfang Juni die Vermarktung alterntiger Speiseware mangels verfügbarer Partien einstellen. Auf dem freien Markt wird hiesige Speiseware gesucht. Vertragsware ist noch verfügbar. Noch laufen Exporte nach Tschechien und Polen. Der Anteil an importierten Frühkartoffeln im Lebensmitteleinzelhandel steigt stetig an. Spanische Frühkartoffeln werden in der 20. Kalenderwoche erwartet. Das Feiertagsgeschehen kurbelt den Absatz im LEH und in den Discountern an. Die Preise für geschälte Kartoffeln wurden aufgrund hoher Rohwarenpreise angehoben. Für die Sorten Agria und Jelly wurden zur Verarbeitung und Schälung 18,5 EUR/dt ab Station gezahlt.

Thüringen
Im Vergleich zur Vorwoche bleiben die Erzeugerpreise unverändert. Das Angebot an frei verfügbarer deutscher Lagerware ist knapp. Versandhändler suchen Speiseware. Heimische Packbetriebe verfügen häufig noch über ausreichend Kartoffeln in saisonüblichen Qualitäten, zumeist aus eigener Lagerhaltung. Der Feiertag in dieser Woche hat den Absatz im Packgeschäft angekurbelt. Das Pflanzkartoffellegen ist noch nicht abgeschlossen. Die Schälkartoffelpreise sind erhöht worden.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 09.05.2016

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Kartoffeln, Marktinformation, Ostdeutschland