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Südtirol, eine reiche Apfelblüte als gutes Vorzeichen für die Interpoma 2016

09. Mai 2016

Das milde Klima hat sowohl in den Talgründen als auch in höheren Lagen eine reiche Apfelblüte begünstigt. „Die Voraussetzungen für einen hervorragenden Fruchtansatz sind alle erfüllt” , bestätigt der Agronom Wolfgang Drahorad.


IPO

„Die Apfelblüte in den Talgründen begann Anfang April und ist nun beendet. Sie setzte im Vergleich zum Durchschnitt um etwa 6 Tage verfrüht ein. In den Apfelgärten in 800 Metern Höhe ist die Apfelblüte dagegen noch in vollem Gang. Das milde Wetter begünstigte die Befruchtungen und die Apfelbäume blühten in diesem Jahr wirklich üppig“. Wolfgang Drahorad, Agronom und Teaching Assistant des Studiengangs Agrarwissenschaften und Agrartechnologie der Freien Universität Bozen, zeichnet im schon fortgeschrittenen Frühling ein sehr positives Bild der Südtiroler Apfelgärten.

Allesamt Aspekte, die auf einen guten Verlauf der weiteren phänologischen Phasen hoffen lassen, begonnen bei der Fruchtansatzbildung, die sehr vielversprechend ist. „Im Talgrund hat das Ausdünnen des Fruchtbestands bereits begonnen. Somit sind alle Voraussetzungen für ein gutes Gedeihen der Früchte gegeben“.

Apfelbluete

Ein weiteres Kennzeichen dieses Jahrgangs war das völlige Ausbleiben von Nachtfrost in der Blütephase. „Dies ist für Südtirol eher ungewöhnlich. Dennoch muss man bis Mitte Mai immer damit rechnen. Frost kann die Blüten schädigen und allgemein die Qualität und Quantität der Früchte beeinträchtigen“.

Hinsichtlich der Krankheitserreger gab es bislang keine größeren Probleme. „Die Niederschläge waren bisher in der Norm und daher auch die Maßnahmen gegen Apfelschorf“. Drahorad betont einen weiteren wichtigen Aspekt, die Vegetation der Apfelbäume: „In diesem Jahr war sie sehr gut und üppig. Insgesamt können wir mit dem Verlauf dieser Saison wirklich sehr zufrieden sein“.      

Mehr als ermutigende Voraussetzungen also für den Südtiroler Apfelanbau, dessen wichtigste Akteure sich gemeinsam mit Apfelerzeugern aus der ganzen Welt auf der nächsten Ausgabe der Interpoma, die vom 24. bis 26. November 2016 in der Messe Bozen stattfindet, einfinden werden. Eine Veranstaltung von internationalem Rang, die auch Gelegenheit für eine Bestandsaufnahme der Situation des Apfelverkaufs bietet, der zu diesem Zeitpunkt auf Hochtouren laufen wird.

Wie gewohnt wird an den drei Messetagen auch der traditionelle internationale Kongress „Der Apfel in der Welt“ stattfinden, bei dem gut zwanzig Redner über brandaktuelle Themen im Apfelsektor sprechen werden. „In diesem Jahr gibt es eine interessante Neuheit – bestätigt der Koordinator des Kongresses Kurt Werth – Aufgrund der Bedeutung des Themas und des hochentwickelten Know-hows unserer Baumschulbetriebe bringen wir erstmals das Thema der Baumschulen auf den Kongress, erläutern die neuen Erfahrungen bei den Vermehrungsmethoden, die Anbautechniken und die Qualität der Pflanzen”.

Der erste Vortrag des dritten Kongresstages (Samstag 26. November) ist den Baumschulen und den Neuheiten aus Wissenschaft, Forschung und Technik gewidmet: es folgen zwei weitere technische Vorträge zu den Themen „Unterschiedliche Baumschnittsysteme und Züchtungsarten bei Apfelbäumen” und “Programmierte Bewässerung im Südtiroler Obstbau”.

Im zweiten Teil des Tages rücken dagegen Themen aus Wissenschaft und Forschung in den Fokus und es werden einige höchst aktuelle Projekte vorgestellt, die sich mit der Zukunft des Apfelanbaus befassen: „EUFRUIT: das europäische Themennetzwerk zur Innovation im Obstanbau“, ein europäisches Projekt mit dem Ziel der Vereinfachung des Zugangs zu Wissen und der Verbreitung der bestehenden Forschung und des Innovationspotentials zum Vorteil des Obst- und Gemüsesektors und der Verbraucher; „MONALISA - Überwachung der Hauptfaktoren der alpinen Umwelt: die Qualität des Apfels im Blickpunkt von Wissenschaft und Technologie”, mit dem Ziel, das Verständnis der wesentlichen Umweltprozesse durch innovative Überwachungstechnologien zu verbessern sowie „Drohnen in Obstgärten: Forschung und Entwicklung ferngesteuerter Luftfahrzeuge in der modernen Landwirtschaft”. 

IPO Kongress

Die ersten beiden Kongresstage sind dagegen den Themen „Der Apfelmarkt im Wandel“ (Donnerstag 24. November), wobei es hauptsächlich um die Bedürfnisse der Märkte und nachhaltigen Obstanbau geht, sowie „Das Wort dem Konsumenten“ (Freitag 25. November) gewidmet, wobei die den Kauf eines Apfels beeinflussenden Hauptfaktoren untersucht werden. 

Für weitere Informationen: Interpoma/Messe Bozen

www.interpoma.it
Facebook: www.facebook.com/Interpoma
LinkedIn: www.linkedin.com/company/interpoma-cultvation-storage-&-marketing-of-the-apple
Live-Channel Youtube Interpoma: www.youtube.com/interpoma 
 

Veröffentlichungsdatum: 09.05.2016

Schlagwörter

Südtirol, Apfelblüte, Vorzeichen, Interpoma, Messe