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Frühkartoffeln: Erste frische Knollen aus Niedersachsen

02. Mai 2016

In Kürze beginnt die Frühkartoffelsaison in Niedersachsen. Auf dem Hof Holste in Martfeld (Landkreis Diepholz) hat die Ernte der leckeren Knollen schon jetzt begonnen. Dank eines ausgeklügelten Systems aus Vlies, Folie und Bewässerung konnten sich die Kartoffelbestände auch im kalten Frühjahr optimal entwickeln. 

Foto: Andreas Meyer/Landwirtschaftskammer Niedersachsen
Auf dem Hof von Henning Holste in Martfeld (Landkreis Diepholz) wurden bereits die ersten Frühkartoffeln geerntet. Foto: Andreas Meyer/Landwirtschaftskammer Niedersachsen

Nach der frühen Pflanzung Anfang Februar stehen bereits jetzt die ersten Knollen zum Verkauf – zunächst im Hofladen der Familie Holste, kurz danach auf dem Großmarkt in Bremen.

Das Zu- und Abdecken der Kartoffeldämme mit Vlies und Folie sorgt dafür, dass sich die Bestände über Tag nicht zu stark erwärmen und in der Nacht nicht auskühlen. „Das erfordert viel Arbeit und Erfahrung“, erklärt Landwirt Henning Holste.

Während Folie und Vlies von vielen Frühkartoffelanbauern eingesetzt werden, geht Holste bei der Bewässerung neue Wege: Anders als in den vergangenen Jahren hat der Betrieb erstmals auf eine Frostschutzberegnung verzichtet und auf eine Tropfbewässerung gesetzt. „Sie arbeitet wasser- und energiesparend“, so der Martfelder Landwirt. Damit erreicht er genau die Ziele eines von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) getragenen Projektes zur Effizienzsteigerung in der Bewässerung.

Foto: Andreas Meyer/Landwirtschaftskammer Niedersachsen
Auf dem Hof von Henning Holste in Martfeld (Landkreis Diepholz) wurden bereits die ersten Frühkartoffeln geerntet. Foto: Andreas Meyer/Landwirtschaftskammer Niedersachsen

Im letzten Jahr wurden in Niedersachsen 105.000 Hektar Kartoffeln angebaut, davon gut 4.000 Hektar als Frühkartoffeln, ein großer Teil davon unter Folie.

Zur Erklärung: Eine Frostschutzberegnung wird immer dann eingesetzt, wenn Spätfröste die empfindlichen Kartoffelpflanzen gefährden. Das Verfahren, das im Obst- und Gemüsebau weit verbreitet ist, schützt die Pflanzen vor dem Erfrieren. Grund dafür ist die „Kristallisationswärme“, die beim Übergang des Wassers vom flüssigen in den festen Zustand freigesetzt wird.

Die Frostschutzberegnung ist deutlich wasser- und energieintensiver als die Tropfenbewässerung. Hier wird das Wasser nicht breitflächig mit kleinen Regnern verteilt, sondern gelangt über Schläuche, die in den Kartoffeldämmen verlegt werden, direkt an die Pflanzenwurzeln. Allerdings ist bei Frost die wärmende Abdeckung mit Folie erforderlich.
 
Quelle: Landwirtschaftskammer Niedersachsen

Veröffentlichungsdatum: 02.05.2016

Schlagwörter

Frühkartoffeln, Frische, Knollen, Niedersachsen, Landwirt, Martfeld, Vlies, Folie, Tropfbewässerung