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Kartoffeln: Marktinformation Ostdeutschland 16. KW 2016

29. April 2016

Die Erzeugerpreise für Speiselagerkartoffeln in Mecklenburg - Vorpommern verharren auf Vorwochenniveau. Nach wie vor werden Kartoffeln aus konventioneller Kistenlagerung und vereinzelt auch aus Haufenlagerung abgepackt. Die derzeit kühlen Nachttemperaturen bis an die Nullgradgrenze begünstigen die Lagerung.

Bildquelle: Shutterstock. Kartoffeln
Bildquelle: Shutterstock.

Der Anteil von Kühlhausware im Packgeschäft nimmt zu. Sie ist zumeist von sehr guter Qualität. Für diese Ware werden Aufschläge von bis zu 2 EUR/dt gezahlt. Packer berichten zum Teil von ruhigem Absatz, andernorts aber auch von guter Nachfrage insbesondere für mehlig kochende Sortentypen. Die Versorgung mit alterntigen Speisekartoffeln ist knapp ausreichend. Der Verkaufsanteil ägyptischer Frühkartoffeln im Discountbereich wird von Packern weiterhin auf 15% geschätzt, im Lebensmitteleinzelhandel auf ungefähr 5%. Die Schälkartoffelpreise wurden vereinzelt leicht angehoben. Andere Schäler wollen aufgrund steigender Rohwarenpreise spätestens Anfang Mai nachziehen. Das Kartoffellegen ist in einigen Betrieben bereits abgeschlossen.

Mio Lallf Grafik KW 16 - 16

Brandenburg
Hiesige Landwirte sind beim Auspflanzen der Kartoffeln. Das Absatzgeschehen ist diese Woche ruhig nachdem vergangene Woche Werbeaktionen im Lebensmitteleinzelhandel liefen. Alterntige heimische Lagerware wird zunehmend knapp. In dieser Woche läuft in einigen Betrieben das Abpacken mehliger und festkochender Speiseware aus der Ernte 2015 aus. Vorwiegend festkochende Kartoffeln aus konventioneller Kistenlagerung werden noch aus Niedersachsen zugekauft, bevor in Kürze auf Kühlhausware orientiert wird. Der Anteil ägyptischer Frühkartoffeln im Packgeschäft steigt an. In einigen Handelsketten erreicht der Umsatzanteil an ägyptischen Importen derzeit bis zu ein Drittel. Anfang Mai sollen spanische Frühkartoffeln gepackt werden. Die Schälkartoffelpreise verharren vielerorts unverändert auf dem Vorwochenniveau, vereinzelt sind die Preise für rohe und gedämpfte Ware angehoben worden.

Sachsen
Das Preisniveau deutscher Speisekartoffeln aus der Ernte 2015 bleibt unverändert auf dem Niveau der vergangenen Woche. Es wird inzwischen vorwiegend heimische Kühlhausware abgepackt, welche teils von sehr guter Qualität ist. Die Nachfrage nach Speisekartoffeln ist ruhig. Der Anteil der Frühkartoffeln in den Handelsketten steigt stetig an. Packer schätzen den Umsatzanteil ägyptischer Importe zum Teil auf 30%. Die Landwirte legen derzeit Kartoffeln. Das Pflanzkartoffelgeschäft läuft entsprechend auf Hochtouren. Vereinzelt wurden die Preise für rohe und gedämpfte Schälware um 10 Cent/kg angehoben.

Sachsen - Anhalt
Das Angebot an frei verfügbaren Speisekartoffeln aus konventioneller Lagerhaltung läuft aus. Hiesige Versandhändler haben teils nur noch Ware für die kommenden zwei Wochen zur Verfügung. Andernorts wird bereits nur noch heimische Kühlhausware kontinuierlich exportiert oder an Vertragspartner im Inland versendet. Am Exportmarkt dominieren die Polen und Tschechen. Die Nachfrage ist hoch. Die Erzeugerpreise für Speisekartoffeln sind überwiegend stabil. Der Anteil an Importware nimmt kontinuierlich zu. Einige Handelsketten setzen zunehmend auf Frühkartoffeln und reduzieren den Anteil hiesiger Lagerkartoffeln. In Kürze wird mit spanischen Frühkartoffeln gerechnet. Vielerorts sind die Landwirte beim Kartoffellegen. Die Schälkartoffelpreise sind vereinzelt angehoben worden, andernorts wird spätestens Anfang Mai mit Preiserhöhungen gerechnet.

Thüringen
Die Erzeugerpreise für heimische Lagerware bleiben überwiegend stabil. Frei verfügbare heimische Speiseware aus konventioneller Kistenlagerung ist kaum noch verfügbar, auch Restbestände aus Niedersachsen sind knapp. Diese Ware ist dieses Jahr rasch veräußert worden, da die Qualitäten frühzeitig nachließen. Kühlhausware aus heimischer Lagerung dominiert am Markt. Es wird noch mindestens 4 Wochen mit ausreichender Warenverfügbarkeit gerechnet. Der Umsatzanteil an ausländischer Importware aus Ägypten wird von Packern teils auf 10% geschätzt, teils haben hiesige Packer keine ägyptischen Frühkartoffeln im Angebot oder bislang nur einen geringen Anteil. Die Preise für ägyptische Importe haben um 2 EUR/dt zugelegt. Die Schälkartoffelpreise sind leicht erhöht worden. Vielerorts sind die Landwirte beim Kartoffelpflanzen.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 29.04.2016

Schlagwörter

Kartoffeln, Marktinformation, Ostdeutschland