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Kartoffeln: Marktinformation Ostdeutschland 15. KW 2016

22. April 2016

Einheimische Speisekartoffeln sind weiterhin gut gefragt. Die Erzeugerpreise für qualitativ hochwertige Kühlhausware haben sich in Mecklenburg-Vorpommern um 2 bis 3 Cent erhöht. Die Versorgung mit Frühkartoffeln erfolgt überwiegend durch Programmware aus Ägypten auf dem zuvor erreichten Preisniveau von 50 bis 54 EUR/dt.

MIO Lallf KW 15 - 16

Der Umsatzanteil hat jedoch nicht wesentlich zugenommen. Das Pflanzkartoffelgeschäft ist derzeit voll im Gang. Der Export nach Russland bleibt aus Kostengründen hinter den Erwartungen zurück. Dynamik entwickeln derzeit Erzeuger beim Auspflanzen von Frühkartoffeln. Besonders auf den leichten Böden sind die Auspflanzungen schon weit vorangekommen.

Brandenburg
Der Speisekartoffelmarkt ist unverändert fest. Das Angebot packfähiger Speiseware aus der heimischen Region reicht nicht mehr aus. Die Versorgungssituation bleibt weiter angespannt. Der Zukauf überregionaler Ware aus konventioneller Kistenlagerung bringt zusätzlich Ware auf den Markt, jedoch wird von anhaltend schwierigen Partien berichtet. Der Anteil importierter Frühkartoffeln nimmt stetig zu. Das Auspflanzen von Frühkartoffeln für die nächste Saison hat begonnen. Die Schälkartoffelpreise haben das Niveau der Vorwoche beibehalten.

Sachsen
Die Marktlage hat sich im Absatz weder mengenmäßig noch in preislicher Hinsicht geändert. Das Angebot an alterntigen Speiskartoffeln ist ausreichend und passt zur ruhigen Nachfrage. Ägyptische Frühkartoffeln ergänzen das Angebot, machen aber nur einen geringen Umsatzanteil aus. Die beginnende Spargelsaison könnte hier für eine Belebung sorgen. Die Auspflanzungen von Frühkartoffeln sind regional unterschiedlich fortgeschritten. Die Forderungen für Schälware bleiben unverändert.

Sachsen-Anhalt
Das Kartoffelgeschäft wird als ruhig bezeichnet. Angebot und Nachfrage halten sich gegenwärtig die Waage. Noch werden umfangreiche Lagerkartoffeln von Packbetrieben gehandelt. Teils wird von recht guten Qualitäten gesprochen, teils nehmen Lager- und Keimdruck zu. Insgesamt wird davon ausgegangen, dass noch bis Ende Mai/Anfang Juni heimische Lagerware in ansprechender Qualtiät offeriert werden kann. Sukzessive erhöht sich der Anteil an Frühkartoffelimporten aus Ägypten. Erste spanische Frühkartoffeln werden derzeit im Handel gelistet. Die Preise für Schäl- und Verarbeitungsware haben sich zur Vorwoche nicht geändert.

Thüringen
Alterntige Speiseware macht weiterhin den Großteil des Packgeschäfts aus. Die am Markt befindlichen deutschen Kartoffeln sind von überwiegend guter Qualität. Mängelerscheinungen treten im saisonüblichen Rahmen auf. Das Preisniveau blieb zur Vorwoche nahezu unverändert. Der Anteil importierter Frühkartoffeln aus Ägypten ist immer noch gering. Die Bezugspreise liegen zwischen 48 und 50 EUR/dt. Der Schälkartoffelmarkt bleibt in der Berichtswoche unberührt von Preisänderungen.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 22.04.2016

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Kartoffeln, Marktinformation. Ostdeutschland