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Bayer CropScience Deutschland in Sonderkulturen sehr gut aufgestellt

19. April 2016

2015 war für Bayer ein sehr erfolgreiches Jahr. „Bayer hat seine Marktposition in Deutschland sowohl im Ackerbau als auch bei Sonderkulturen ausgebaut. Wir haben im Marktanteil weiter zugelegt“, sagte der Geschäftsführer von Bayer CropScience Deutschland, Dr. Helmut Schramm, gleich zu Beginn des Jahres-Pressegesprächs des Unternehmens in Deidesheim. 

Bildquelle: Shutterstock. Erdbeerfeld
Bildquelle: Shutterstock.

Bayer hat nach der wirtschaftlichen und rechtlichen Trennung von Covestro die Weichen für eine erfolgreiche Entwicklung als Life-Science-Unternehmen gestellt. Der Konzern hat das Portfolio in den vergangenen Jahren deutlich zugunsten der Life Sciences-Bereiche Gesundheit und Agrarwirtschaft weiterentwickelt. Bayer ist nun in einer sehr starken Position, in der es sich ganz auf diese Geschäfte fokussieren kann.

„Ziel der neuen Organisation mit den drei Divisionen Pharmaceuticals, Consumer Health und Crop Science ist es, die strategische Ausrichtung von Bayer als führendem Life-Science-Unternehmen weiter zu etablieren und uns mit noch mehr Innovationskraft, einer Stärkung der Kundenorientierung und ausgeprägter Geschäftsprozess-Exzellenz gegenüber dem Wettbewerb noch schlagkräftiger aufzustellen.“, sagte Dr. Schramm.

Die Kernaufgabe der Landwirtschaft ist nach wie vor die Produktion von Nahrungsmitteln in ausreichender Menge mit hohen Qualitäten. Und das zu bezahlbaren Preisen. Dies unterstützt Bayer aktiv mit seinen Innovationen. Extensivierung ist kein probates Mittel, den globalen Herausforderungen zu begegnen.

Der Pflanzenschutzbranche, aber auch der gesamten Landwirtschaft, bereitet die restriktive Zulassungspraxis große Probleme. “Den deutschen Landwirten fällt die wirksame Bekämpfung von Schadinsekten und Pflanzenkrankheiten wegen fehlender Produktzulassungen immer schwerer“, brachte Dr. Schramm die zunehmend prekäre Situation auf den Punkt.

Pflanzenschutzmarkt in Sonderkulturen – Rückblick 2015 und Ausblick 2016

„Das Jahr 2015 war geprägt von einer ausgeprägten Hitze- und Trockenheitsphase, die den Kulturen teilweise stark zusetzte. Trotz der knappen Wasserversorgung waren die Naturalerträge befriedigend bis gut. Die Preisentwicklung in einzelnen Bereichen (z. B. Fasswein) verhinderte jedoch teilweise zufriedenstellende Ergebnisse. Eine positive wirtschaftliche Entwicklung nahm der Hopfen, auch einzelne Gemüsearten entwickelten sich preislich unter trockenheitsbedingten Angebotsverknappungen positiv“, sagte Georg Beer, Vertriebsteamleiter Sonderkulturen, zu Beginn seines Vortrags.

Bayer konnte in 2015 erfolgreich zwei neue Produkte einführen: Luna® Sensation in Erdbeeren, Spargel, Salat und Buschbohnen sowie Movento® SC im Zuge einer Notfallgenehmigung in Äpfeln und Erdbeeren. In gewohnt bewährter Intensität und Qualität wurden die Anwender beraten und auf vielfältige Weise informiert (Winterveranstaltungen, Felderbegehungen, Demozentren, WetterAktuell und Betriebsbesuche). Die Bayer-Werkzeuge mit Blick auf den Gewässer- und Anwenderschutz zur Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft (Phytobac®, Easy Flow®) wurden der Praxis vorgestellt.

Ein teilweise schwacher Befallsdruck führte zu verminderten Anwendungen, sodass der Markt um circa vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückging, nachdem zuvor ein mehrjähriger Anstieg zu verzeichnen war. In diesem schwierigen Marktumfeld konnte Bayer seinen Marktanteil im Sonderkulturgeschäft signifikant steigern.

Für das Jahr 2016 geht Beer von stabilen Anbauflächen aus, bei Hopfen erwartet er eine Ausdehnung um etwa 1.000 Hektar. Dagegen dürfte der Erdbeeranbau im Freiland etwas zurückgehen.

Bayer hat mit der Vertriebsübernahme von Contans® WG ein Biologika in sein Portfolio aufgenommen. Ansonsten verfolgt das Unternehmen in allen Kulturen das Ziel, den Einsatz seiner innovativen Produkte auszuweiten. In Hopfen sieht Beer mit dem Wegfall einer Wettbewerbslösung neue Chancen für das Akarizid Envidor®, das neben den hervorstechenden biologischen Leistungen auch mit der US- und Japan-Toleranz aufwarten kann, was für den Export von Hopfen unerlässlich ist.

„Mittelfristig wird in unserem Leistungsangebot das Konzept der „Integrierten Kulturlösungen“ eine größere Rolle spielen“, so Beer. „Dabei geht es um die intelligente Verknüpfung von Biologikas mit klassischen Pflanzenschutzprodukten in den Spritzfolgen und -strategien. Damit verknüpfen wir die Erwartung, dass es noch besser gelingt, bisher nur unzureichend bekämpfbare Erreger zu kontrollieren, sodass die Ernteverluste auf dem Feld und im Lager oder während des Transportes vermindert und die Qualitätsparameter verbessert werden können. Auch die Einhaltung von Rückstandshöchstwerten fällt damit möglicherweise leichter. Ein wichtiger Aspekt ist aber auch das Resistenzmanagement, das gerade bei Erregern, die in einer Spritzfolge bekämpft werden müssen, mit zusätzlich eingebauten Biologikas sicherer wird. Am Bespiel der Pilzbekämpfung im Salat und in Buschbohnen werden Möglichkeiten aufgezeigt, die bereits praxistauglich sind.

Beer fasst die Situation in Deutschland für Bayer in den Sonderkulturmärkten wie folgt zusammen: 
„Bayer CropScience Deutschland hat in 2015 seine Marktposition auf Basis des Produktverbrauchs in den Sonderkulturen ausgebaut. Im Jahr 2015 gab es mit Luna® Sensation in Erdbeeren, Spargel, Salaten und Buschbohnen und Movento® SC in Apfel und Erdbeeren („Notfallgenehmigungen“) zwei bedeutende Neueinführungen. In 2016 übernimmt Bayer den Vertrieb von Contans® WG und kombiniert dieses biologische Fungizid mit klassischen Fungiziden im Sinne von „Integrierten Lösungen“. Mittelfristig wird unser Angebot an „Integrierten Lösungen“ für die Sonderkulturen deutlich zunehmen.“

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Veröffentlichungsdatum: 19.04.2016

Schlagwörter

Bayer Cropscience, Deutschland, Sonderkulturen