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Schmidt: "Wir wollen Märkte im Iran öffnen"

14. April 2016

Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt reiste am 9. und 10. April 2016 zu politischen Gesprächen in den Iran. Begleitet wurde Schmidt von einer hochrangigen Wirtschaftsdelegation aus dem Landwirtschaftssektor.

Quelle: BMEL/Thomas Köhler/photothek.net
Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt (2. v. li) und sein iranischer Amtskollege Mahmoud Hojjati (3. v. li) bei der Unterzeichnung einer Absichtserklärung zu Veterinärfragen in Teheran, Iran , Quelle: BMEL/Thomas Köhler/photothek.net

Zu den Ergebnissen der Reise erklärt Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt:

"Es ist wichtig, nach Ende der Sanktionen, den politischen Dialog weiter voranzutreiben und Märkte für deutsche Unternehmen im Iran zu öffnen. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit kann auch als Friedensdividende wirken und den Reformflügel im Land stabilisieren helfen. Irans Landwirtschaftsminister Hojjati und Vertreter der iranischen Wirtschaft haben großes Interesse an einer intensiven Zusammenarbeit mit Deutschland im Agrar- und Ernährungssektor bekundet.

Zur besseren Koordinierung der zukünftigen Zusammenarbeit gibt es auf Seiten der deutschen Wirtschaft großes Interesse an einem ständigen Repräsentanten der deutschen Agrarwirtschaft im Iran. Der Repräsentant könnte die Anbahnung von Kontakten wesentlich vereinfachen und noch in diesem Jahr seine Arbeit aufnehmen. Wenn die großen Verbände der deutschen Agrarwirtschaft ihren Beitrag dazu leisten, ist das BMEL bereit, in einer Co-Finanzierung bis zur Hälfte der Kosten für einen Repräsentanten im Iran zu übernehmen.

Als konkretes Ergebnis dieser Reise steht die Unterzeichnung einer Veterinärvereinbarung zwischen Deutschland und dem Iran. Die Veterinärvereinbarung stärkt die Kooperation beider Staaten bei der Bekämpfung von Tierseuchen und vereinfacht deutschen Unternehmen den Export von Tieren und Fleisch in den Iran. Erste konkrete Geschäfte in der Rinderzucht sind bereits vereinbart worden.

Ein dominierendes Thema der Gespräche war die Wasserversorgung und der hohe Verbrauch der ohnehin knappen Ressource durch die iranische Landwirtschaft. Im Wege des Technologie-Transfers könnten wir und unsere Partner den Iran mit Know-how und Technologie bei der Lösung der Probleme mit der Trockenheit in der Landwirtschaft unterstützen. Aufgrund der weltweiten Brisanz des Themas Wasserversorgung steht auch die Berliner Welternährungskonferenz 2017 steht unter dem Titel 'Landwirtschaft und Wasser'."

Quelle: BMEL

Veröffentlichungsdatum: 14.04.2016

Schlagwörter

Deutschland, Iran, Zusammenarbeit, Agrar, Lebensmittelsektor