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Der neue Greenpeace-Marktcheck - Lebensmittel-Abfälle: Österreichs Supermärkte

11. April 2016

Im Rahmen der Serie „Nachhaltigkeit im Test“ hat der Greenpeace-Marktcheck die Maßnahmen der Supermärkte zur Vermeidung von Lebensmittelabfällen unter die Lupe genommen. 

Die Ergebnisse. Quelle Greenpeace.
Die Ergebnisse. Quelle Greenpeace.

Der Test zeigt, dass die Supermärkte sehr unterschiedlich aktiv gegen Verschwendung von Lebensmitteln sind. Die Mehrheit der Supermärkte im Test erhielt ein "Gut" für die Erfüllung wesentlicher Maßnahmen. Die Noten „Ausgezeichnet“ und „Sehr gut“ konnte die österreichische Umweltschutzorganisation Greenpeace nicht vergeben.

Die Übersicht der Ergebnisse macht deutlich: Die Supermarktkette Unimarkt mit Sitz in Oberösterreich wurde mit dem besten Gut der Testsieger, auch weil Unimarkt wie Hofer generell auf Angebote wie "1 + 1 gratis" oder "nimm 3, zahl 2" verzichtet. Hofer belegt beim Test den Platz 3 und zwar nach dem Tiroler Unternehmen MPreis, das den guten zweiten Platz erzielt. Auch das Vorarlberger Unternehmem Sutterlüty, Spar und Lidl erhielten für Ihre Initiativen ein Gut. Merkur liegt im Test vor Billa, beide haben die Note Befriedigend. PennyMarkt erhielt als letzter ein Genügend, weil der Supermarkt die abgefragten Kriterien am wenigsten von allen Supermärkten im Test erfüllt.

Die Supermärkte haben viele Möglichkeiten, Lebensmittelabfälle in den Märkten zu vermeiden, aber auch die KonsumentInnen anzuregen, mehr Bewusstsein für diese Problematik zu entwickeln.

Doch nicht nur durch ihr Angebot, sondern auch durch ihre Einkaufspolitik können Supermärkte zu weniger Lebensmittelmüll beitragen. Obst und Gemüse, das nicht den hohen optischen Qualitätsstandards entspricht, kaufen die Händler von den Produzenten oft gar nicht an. Diese werfen es dann entweder weg, ackern es wieder ein oder verarbeiten es, im selteneren Fall, weiter. Jene Supermärkte, die auch optisch nicht einwandfreies Obst oder vergleichbare Produkte anbieten, wurden daher von Greenpeace besser bewertet.

Auch den Umgang der Supermärkte mit Produkten mit Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) fragte Greenpeace ab. Das MHD gibt an, bis zu welchem Zeitpunkt der Hersteller garantieren kann, dass wichtige Eigenschaften wie etwa Farbe, Geruch oder Geschmack des Lebensmittels bei angemessener Lagerung erhalten bleiben. Tatsächlich sind Lebensmittel aber oft weit über das MHD hinaus bedenkenlos genießbar!

Quelle: Greenpeace

Veröffentlichungsdatum: 11.04.2016

Schlagwörter

Greenpeace, Marktcheck, Lebensmittel-Abfälle, Maßnahmen, Supermärkte, Einzelhandel, Nachhaltig