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Gemüse: Kleinere Ernte sorgt für höhere Umsätze

08. April 2016

Die deutsche Gemüseproduktion lag 2015 bei fast allen wichtigeren Arten unter Vorjahresniveau. Besonders deutliche Einbußen gab es nach der Gemüseerhebung des Statistischen Bundesamtes bei Kopfkohl, Blumenkohl, Möhren, Zwiebeln, Knollensellerie und Porree. Mit 3,25 Mio. t unterschritt die Freilandernte auch das langjährige Mittel.

Bildquelle: Shutterstock. Kohl
Bildquelle: Shutterstock.

Der von der offiziellen Statistik ausgewiesene Rückgang der Ernte in Gewächshäusern um 9 % auf 146.000 t scheint uns nach den Ergebnissen der Erzeugermärkte etwas überzeichnet, an der Gesamttendenz der Produktion würde sich durch eine Korrektur aber kaum etwas ändern. Der Bund deutscher Champignon und Kulturpilzanbauer (BdC) weist einen Zuwachs der deutschen  Champignonproduktion um knapp 5 % auf 67.000 t aus.

Die Kleinere Inlandsernte konnte durch höhere Importe an frischem Gemüse nur teilweise ausgeglichen werden. Im übrigen Europa waren die Gemüseernten nämlich ebenfalls nicht sehr reichlich. In der Marktbilanz Gemüse 2016 finden Sie bereits die vorläufigen Ergebnisse des Außenhandels mit frischem Gemüse für 2015, die auf ein Rekordniveau bei den deutschen Einfuhren hinweisen. Allerdings betrifft die Einfuhrsteigerung vor allem Fruchtgemüse, bei dem der Selbstversorgungsgrad in Deutschland immer noch sehr niedrig ist. 

Die insgesamt knappere Marktversorgung sorgte bei den meisten Kulturen für höhere Preise. Die deutschen Erzeugermärkte weisen nach der AMI-Marktstatistik bei einem Absatzrückgang um gut 5 % einen Umsatzanstieg um gut fast 11 % auf rund 750 Mio. EUR aus.

Quelle und Copyright: AMI-informiert.de (AMI, 06.04.2016)

Veröffentlichungsdatum: 08.04.2016

Schlagwörter

gemüse, Ernte, Umsätze, fruchthandel