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Kartoffeln: Marktinformation Ostdeutschland 13. KW 2016

08. April 2016

Zu den Osterfeiertagen hat sich das Umsatzvolumen hiesiger Packbetrieben in Mecklenburg - Vorpommern kräftig erhöht. Sowohl deutsche Lagerware als auch importierte Frühkartoffeln wurden sehr gut abgesetzt. Der Marktanteil der ägyptischen Frühen wird von den Packern derzeit auf 15% geschätzt.

Mio Lallf KW 13 / 16

Die Speisekartoffelpreise haben sich gegenüber der Vorwoche nicht verändert, teils wurden die Preise bereits im Voraus bis zur 14. Kalenderwoche mit dem Lebensmitteleinzelhandel festgezurrt. Die Reste aus den Flächenlägern sind geräumt. Noch ist ausreichend alterntige Speisekartoffeln vorrätig, aber ob die Ware noch bis zum Anschluss an die neue einheimische Ernte ausreicht, ist fraglich. Die Schälkartoffelpreise halten da Niveau der vergangenen Woche.

Brandenburg
An den Speisekartoffelpreisen hat sich nach Ostern keine Änderung ergeben. Die Nachfrage hatte zum Osterfest unerwartet stark angezogen, mehr als zu Weihnachten. Hiesige Packer können die Versorgung mit heimischer Speiseware kaum noch gewährleisten. Die Qualität der Speiseware ist schlecht, insbesondere nach dem Waschen. Ende der Woche wird im Premiumbereich daher teils auf ägyptische Frühkartoffeln umgestellt. Der Anteil ausländischer Frühkartoffeln in den Handelsketten nimmt deutlich zu. Qualitativ hochwertige Ware ist knapp. Heimische Lagerkartoffeln werden überwiegend im Discountbereich vermarktet. Schälkartoffelproduzenten müssen, mangels eigener Vorräte infolge geringer Erntemengen aus 2015, inzwischen vorzeitig zukaufen. Die Schälkartoffelpreise sind stabil. Kommende Woche werden Frühkartoffeln gepflanzt.

Sachsen
Die Umsätze zum Ostergeschäft lagen unter den Erwartungen hiesiger Packer. Es wurde noch überwiegend alterntige deutsche Speiseware guter Qualität gehandelt. Viele Handelsketten haben inzwischen auch ägyptische Frühkartoffeln gelistet, der Umsatzanteil ist aber noch gering. Das Preisniveau für heimische Lagerware liegt stabil auf dem Niveau der vergangenen Woche. Die Schälkartoffelpreise verbleiben ebenfalls auf Vorwochenniveau. In der vorigen Woche haben wenige hiesige Schälkartoffelproduzenten die Preise für geschälte und gedämpfte Ware erhöht. Die höheren Preise werden nach und nach durchgesetzt.

Sachsen - Anhalt
Heimische Versandhändler und Packer berichten von sehr gutem Umsatz vor den Osterfeiertagen. Die Nachfrage war höher als zum Weihnachtsfest und hält teils weiter auf hohem Niveau an. Die Anfragen aus dem In- und Ausland reißen nicht ab. Rumänische und ungarische Anfragen können mitunter nicht bedient werden, da hiesige Preisvorstellungen nicht akzeptiert werden. Teils reicht die vorhandene Menge an Speisekartoffeln nicht mehr aus. Insbesondere Qualitätsware ist knapp. Preisaufschläge für Speiseware aus dem Kühlhaus werden demnächst am Markt erwartet. Die Speisekartoffelpreise liegen knapp über dem Vorwochenniveau. Die Preise für rohe und gedämpfte Schälware sind fest.

Thüringen
Hiesige Packer und Versandhändler berichten übereinstimmend von einem sehr guten Umsatz zum Osterfest, teils besser als zu den Weihnachtsfeiertagen. Das Preisniveau für Speiseware wurde teils um 2 EUR/dt angehoben. Die Preisspanne ist infolge der sehr unterschiedlichen Qualitäten, die zurzeit am Markt sind, sehr groß. Für qualitativ hochwertige Ware, teils aus dem Kühllager, müssen Aufschläge bezahlt werden. Aber auch mangelhafte Ware, mitunter ungewaschen, kann im Niedrigpreissegment noch gut abgesetzt werden. Noch ist der Vermarktungsanteil ägyptischer Frühkartoffeln in den Handelsketten gering. In dieser Woche laufen Werbeaktionen mit ägyptischen Importen. Entsprechend den Anforderungen des Handels werden auch vorwiegend festkochende und festkochende Kartoffeln aus Frankreich in kleiner Menge abgepackt. Die Schälkartoffelpreise bleiben unverändert auf Vorwochenniveau.

Quelle: MIO-Lallf

Veröffentlichungsdatum: 08.04.2016

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Kartoffeln, Marktinformation, Ostdeutschland, MIO