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Erdbeeren: Anlieferungen aus Spanien, Italien und den Niederlanden verstärkten sich

07. April 2016

Griechische Offerten trafen lediglich in Frankfurt und München ein. Erste türkische Ware in 500-g-Schalen kostete in Frankfurt 1,30 bis 1,40 €. Belgische Partien aus Glashäusern generierten hier zu Preisen von bis zu 4,- € nur sehr wenig Beachtung.

Bildquelle: Shutterstock. Erdbeeren Karton
Bildquelle: Shutterstock.

Für einheimische Erzeugnisse, die ab Mittwoch ausschließlich in München in Erscheinung traten, musste man am meisten zahlen. Im späteren Verlauf konnten die bis dato hohen Forderungen nicht mehr bestätigt werden, da die Nachfrage zu verhalten war. Um Bestände zu vermeiden, senkten die Händler ihre Aufrufe, was den Absatz aber nicht unbedingt beschleunigte. Einzig in Köln verbesserte sich, das frühlingshafte Wochenendwetter vor Augen, das Interesse ab Donnerstag merklich. Chargen mit instabiler Kondition, speziell aus dem Süden Europas, waren zuweilen recht billig.

Äpfel
Wie zuvor prägten deutsche Partien das Geschehen: Elstar, Jonagold und Braeburn befanden sich an der Spitze des Sortimentes. Italienische Golden Delicious und Granny Smith folgten. Frankreich steuerte insbesondere Pink Lady und Jazz zur Warenpalette bei. Niederländische Zufuhren ergänzten. Die Güte der europäischen Chargen überzeugte noch durchaus. Die Versorgung orientierte sich in der Regel am Interesse, sodass die bisherigen Forderungen meist aufrechterhalten werden konnten. Speziell ab Donnerstag beschleunigte sich der Verkauf, sodass die Kurse ab und an leicht anstiegen. Importe aus Übersee spielten bislang nur eine kleine Rolle: Brasilianische Royal Gala trafen lediglich in Hamburg ein, die Ankünfte waren unterdessen sehr überschaubar.

Birnen
Südafrikanische Produkte überwogen; vor allem konnte auf Williams Christ, Packham`s Triumph und Rosemarie zugegriffen werden. Erste Forelle wurden in Hamburg flott aufgenommen. Aus Argentinien kamen hauptsächlich Williams Christ und nachgeordnet inzwischen auch Abate Fetel. Chile beteiligte sich vorrangig mit Flamingo am Geschäft. Aus Europa wurden neben dominierenden italienischen Abate Fetel unter anderem Conference aus dem Inland, den Niederlanden und Belgien abgeladen. Die Unterbringungsmöglichkeiten schränkten sich ein, was sich jedoch nicht durchschlagend auf die Bewertungen auswirkte. In München präsentierten sich große Williams Christ aus Übersee oftmals zu grün, sodass sich die Kunden lieber den Packham`s Triumph zuwendeten. Eine klare Linie bezüglich der Notierungen war nicht zu erkennen: Verteuerungen gab es genauso wie Vergünstigungen.

Kiwis
Neben den das Geschehen prägenden italienischen Abladungen konnte auch auf griechische und französische Zufuhren zugegriffen werden. Die Verfügbarkeit orientierte sich hinlänglich an den Unterbringungsmöglichkeiten, sodass es hinsichtlich der Bewertungen zu keinen wesentlichen Veränderungen kam.

Orangen
Bei Blondorangen herrschten die Spätsorten Navelate und Lane Late vor. Sie trafen wie ägyptische oder marokkanische Valencia Late in einem zurückgehenden Umfang ein. Die Präsenz der Blutorangen schwächte sich ähnlich ab. In diesem Sektor wurden die überwiegenden italienischen Anlieferungen durch spanische und wenige marokkanische Partien komplettiert. Die verminderte Bereitstellung war beileibe kein Garant für höhere Preise, da parallel zu dieser die Nachfrage ebenso zusehends abflachte. Die Kurse verharrten somit größtenteils auf einem relativ konstanten Niveau. Bloß bei spanischen Sanguinelli sackten sie punktuell und in einem geringen Maß ab.

Zitronen
Die Verfügbarkeit der dominierenden spanischen Angebote blieb fortlaufend knapp. Griechische Importe lud man ausschließlich in München ab. Die gesamte Produktpalette wurde trotz des vorrangig ruhigen Interesses zu annähernd unveränderten Notierungen vertrieben. Manchmal war die Versorgung derart eng, dass die Bewertungen unweigerlich anstiegen. Das galt insbesondere für herausragende Markenware. Italien ergänzte wie gewohnt durch Aufmachungen mit Blatt, die entsprechend teurer als die normalen Offerten umgeschlagen wurden.

Bananen
Häufig prägten die Ferien den Handel. Die Nachfrage war nicht überaus reichlich. Zudem verloren die Früchte saisonbedingt etwas an Beachtung. Man hatte die Bereitstellung meistens jedoch wohlweislich auf den schleppenderen Verkauf ausgerichtet. Die Forderungen konnten somit mehrheitlich auf dem Level der Vorwoche fixiert werden. Verschiedentlich sackten die Kurse der Zweitmarken marginal ab, die der Erstmarke zogen unterdessen vereinzelt an.

Blumenkohl
Die italienischen Offerten bestimmten das Geschäft; ergänzende französische gab es nur in Hamburg und Frankfurt. Punktuell, aber kontinuierlich tauchten spanische Produkte auf. Die Versorgung fiel fortwährend knapp aus. Die Preise konnten sich vielfach auf relativ hohem Niveau halten. Manchmal stiegen sie überdies sogar leicht an. Ab Mittwoch hingegen sanken sie zusehends ab, da sich entweder die Marktlage ein wenig entspannte oder da man den Zuspruch der Kunden auf längere Sicht nicht verspielen wollte. Dennoch fanden selbst 6er-Abpackungen zu extremen 19,- € Abnehmer. 8er-Steigen wurden zum Ende der KW schon ab 12,- € umgeschlagen.

Salat
Kopfsalat traf hauptsächlich aus Belgien ein. Verschiedentlich komplettierten Frankreich und Italien das Angebot. Der Zugang inländischer Erzeugnisse verstärkte sich. Die Bewertungen verringerten sich überwiegend. Andererseits blieben sie aufgrund einer verbesserten Nachfrage stabil oder tendierten seltener nach oben. Eissalat stammte weiterhin ausschließlich aus Spanien. Die Verfügbarkeit war zwar andauernd überschaubar, hatte sich jedoch ausgedehnt. Die Notierungen sackten mit diversen Schwankungen vorrangig ab. Das Sortiment Bunter Salate setzte sich meist aus französischer, belgischer sowie italienischer Ware zusammen. Die einheimische Saison startete mit rotem und grünem Eichblattsalat. Später kamen Lollo Rosso und Lollo Biondo hinzu. Sie erzielten konkurrenzfähig infolge genügender Beachtung bis zu 8,25 € je 9er-Kollo. Die Mitstreiter waren erkennbar günstiger. Feldsalat aus dem Inland verlor an Boden, fehlte zuweilen völlig. Alternativen flossen aus Italien und Belgien zu. Die Kurse machten platzweise zum Teil merkliche Sprünge. Italienische Endivien generierten oftmals ausreichend Zugriff.

Gurken
Bei Schlangengurken büßten die spanischen Importe sukzessive an Bedeutung ein. Die Anlieferungen aus den Niederlanden und Belgien wuchsen unterdessen spürbar an. Auch die deutschen Zufuhren intensivierten sich. Die Händler erhöhten generell die Bereitstellung. Da sich parallel dazu der Bedarf verdichtete, konnten die Forderungen in der Regel ohne immense Modifikationen beibehalten werden; wenngleich ein abfallender Trend nicht zu verleugnen war. Ab und an musste man sie trotzdem offensichtlicher reduzieren, da die Mengen zu sehr expandierten, nicht gänzlich aufgenommen wurden. Bis zum Freitag steigerte sich dann hin und wieder das Interesse, was leichte Verteuerungen ermöglichte. Bei Minigurken herrschten niederländische und rückläufig türkische Früchte vor. Einheimische Partien gab es noch nicht überall. Eine befriedigende Order sicherte für gewöhnlich, eine gewisse Varianz einbeziehend, relativ konstante Preise.

Tomaten
Spanien dominierte weiterhin das Geschäft mit Rispentomaten und Runden Tomaten. Die Türkei und Marokko verloren an Vertriebsanteilen. Die mitteleuropäische Produktion dehnte sich nur langsam aus. Die Bewertungen zeigten differenzierte Bewegungen: Aufgrund einer freundlichen Nachfrage blieben sie für die wenigen inländischen Zugänge auf einem ansehnlichen, verschiedentlich aufwärtsstrebenden Niveau. Bei den Abladungen aus der Mittelmeerregion verharrten sie lediglich bei ansprechender Qualität auf einem stabilen Level, ansonsten tendierten sie augenscheinlich nach unten. Punktuell trennte man sich im großen Stil ab 4,- € je 5 kg von der spanischen Rispenware. Manchmal harmonierten Verfügbarkeit und Unterbringung derart miteinander, dass sich die bisherigen Aufrufe der Verkäufer kaum veränderten. Kirschtomaten flossen hauptsächlich aus Italien und den Niederlanden zu, in verstärktem Umfang auch aus Deutschland. Dank einer flotten Räumung divergierten die Preise nicht wesentlich, neigten aber insgesamt eher zur Schwäche. Ähnliches war bei Fleischtomaten zu beobachten, die vorrangig aus Spanien, Belgien und komplettierend aus der Türkei und Marokko eintrafen. Spezialitäten wie Kumato oder Coeur de Boeuf fanden kontinuierlich Kunden.

Gemüsepaprika
Zwar herrschten die spanischen Angebote noch vor, jedoch näherten sich die niederländischen von der Menge her an diese offensichtlich an. Die Türkei und Marokko ergänzten. Nach den leichten Einbrüchen der Vorwoche stiegen die Notierungen wieder marginal an, schwankten farbabhängig in enger Anbindung an die Bereitstellung. Insbesondere die roten Kultivare verteuerten sich. Infolge eines steten Bedarfs wurden die Forderungen bei türkischen und marokkanischen Importen selten modifiziert, allerdings gelegentlich angehoben. Erste inländische Erzeugnisse stammten aus Bayern. Rote, grüne, gelbe und orange Offerten setzte man zu hohen Einständen ab.

Spargel
Die einheimischen Zufuhren gewannen an Bedeutung, die griechischen und partiell die niederländischen verloren an Wichtigkeit, fehlten manchmal völlig. Spanien und Frankreich rundeten die Produktpalette in spärlichem Umfang ab. Übersee schickte nur grüne Stangen. Nach den Feiertagen fiel das Interesse augenscheinlich geringer aus als man erhofft hatte. Die Händler vermochten die bisherigen Aufrufe kaum zu bestätigen, mussten überwiegend sukzessive nachgeben. Ab Mittwoch wandelte sich das Bild. Das Wetter verbesserte sich. Die Temperaturkurve zeigte nach oben, was die Nachfrage ansehnlich forcierte. Da sich bekanntermaßen bei wärmerer Witterung auch die Versorgung intensiviert, konnten die Preise schwerlich anziehen. Vereinzelt hatte man sich auf die neue Situation nicht hinlänglich abgestimmt und genügend Zugänge disponiert. So kam es dann schnell zu einem vorzeitigen Ausverkauf.

Zwiebeln
Gemüsezwiebeln wurden hauptsächlich aus Spanien angeliefert. Die Mengen aus Chile hatten sich bloß marginal ausgedehnt. Die spanischen Offerten blieben begrenzt; daher strebten deren Kurse zielsicher in Richtung der chilenischen Chargen. Selten zwangen Konditionsschwächen zu Verbilligungen. Europäische Haushaltsware büßte fortlaufend an Relevanz ein, während die Präsenz der Konkurrenz aus Neuseeland offenkundig zunahm. Zudem beteiligten sich australische Importe ansteigend am Geschäft. Ausreichende Vertriebsmöglichkeiten machten allerorten den Weg frei für konstante Forderungen. Die Qualität der inländischen Abladungen konnte nicht mehr immer überzeugen. Das brachte ihnen Umsatzverluste ein, obwohl die Notierungen der ausländischen Mitstreiter ungleich höher lagen.


Weitere Informationen
Frankfurt
Neben Angeboten aus Mexiko trafen die ersten Brombeeren dieser Kampagne aus den Niederlanden ein. Die 125-g-Schälchen sollten 3,50 € kosten. Es gab nur wenig deutschen Rhabarber, somit dominierte niederländischer; selbst französischer hatte Vermarktungspotential. Hokkaido-Kürbisse waren andauernd gefragt und wurden aus Argentinien und Brasilien zugeführt. Grüne Zucchini vergünstigten sich, dafür stiegen die Preise bei Auberginen. Chinakohl kam knapp aus Spanien, dafür sprang Portugal und Polen in die Bresche. Radieschen aus Deutschland, Italien und den Niederlanden verteuerten sich. Frischer deutscher Blattspinat wurde in 5-kg-Kolli zu 19,- bis 20,- € gehandelt. Bund-Möhren und Karotten sowie Lauch der neuen Ernte aus Spanien verkauften sich flott. Nach längerer Pause konnten wieder französische Artischocken geordert werden.
Hamburg
Im Vergleich zur Vorwoche wurden die Aufrufe bei Steinobst aus Chile und Südafrika leicht gesenkt. Auch Zucchini aus Spanien verbilligten sich, da die Abladungen zu üppig waren.
Köln
Beerenobst stammte überwiegend aus Spanien und teilweise aus Portugal. Bei nicht sehr umfangreichem Sortiment blieben die Notierungen recht stabil. Mandarinen aus Spanien und Israel standen zwar noch in durchaus ansprechenden Qualitäten bereit, das Interesse hielt sich jedoch in Grenzen. Rhabarber aus dem umliegenden Rheinland vergünstigte sich mengenbedingt. Zucchini wurde vorrangig aus Südeuropa zugeführt; gelbe Varietäten aus den Niederlanden kosteten 10,- bis 11,50 € je 4 kg.
München
Die Kurse für Grapefruits zogen leicht an. Auch Ananas verteuerten sich. Bei Avocados wurden die Aufrufe nicht modifiziert. Einheimischer Rhabarber traf bei fast sommerlichen Temperaturen auf eine freundliche Nachfrage. Die Unterbringungsmöglichkeiten für Radieschen und Rettiche aus süddeutschem Anbau verbesserten sich.
Berlin
Zum Wochenende hin wurde das Angebot von Zucchini aus Spanien, Italien und der Türkei mit kleineren Mengen aus Marokko ergänzt. Mit 1,30 € je kg befanden sich die Partien an der Preisuntergrenze.
 


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Mit freundlicher Genehmigung der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) dürfen wir diesen Text auf der Website zur Verfügung stellen (Menüpunkt "BLE MARKT- UND PREISBERICHT").

Quelle: BLE-Marktbericht KW 13 / 16
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Veröffentlichungsdatum: 07.04.2016

Schlagwörter

Erdbeeren, Anlieferungen, Spanien, Italien, Niederlanden, BLE, Marktbericht